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Versicherungsvergleich versus Versicherungsberater: gute Zeiten für "Herrn Kaiser" (6.11.2005)
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Versicherungsvergleich versus Versicherungsberater: gute Zeiten für "Herrn Kaiser"

Artikel 0172 Das private Unternehmen "Continentale Krankenversicherung a.G." führte seit mit wissenschaftlicher Unterstützung seit mehreren Jahren repräsentative Bevölkerungsumfragen über wichtige Einstellungen zum deutschen Gesundheitssystem und einigen seiner Strukturmerkmale durch. Sämtliche Studien oder auch allein die Grafiken sind als PDF-Dateien auf der Website des Unternehmens erhältlich.

Gestartet wurde die Reihe im Jahr 2000 mit einer Umfrage zur "Informiertheit und Kriterien zur PKV und GKV".
Im Jahre 2002 stand das Thema "Zusatzversicherung und GKV - die Einstellung der Bevölkerung" auf der Agenda.

Die am 3.11. 2005 veröffentlichte 2005-Studie beschäftigt sich mit dem Thema "Versicherungsvergleiche - Anhänger und Kritiker". Egal ob es sich um den Wechsel von einer gesetzlichen Krankenkasse in eine private Krankenversicherung handelt oder um einen Wechsel zwischen zwei gesetzlichen Krankenkassen: Eine immer größer werdende Anzahl von Tests, Rankings und anderen Beratungsangebote stehen den Wechselinteressierten auf Papier oder im Internet für ihre Entscheidung zur Verfügung. Scheinbar "altmodisch" gibt es aber bei allen Versicherungen und Kassen immer noch den "guten alten Herr Kaiser".

Die Mitte 2005 durchgeführte Befragung von 1.090 gesetzlich und 154 privat krankenversicherten Personen nach der Bedeutung von Versicherungsvergleichen bei einer Überlegung, die Versicherung zu wechseln, förderte Verblüffendes zu Tage:
• Nur für 45 Prozent spielen Vergleiche eine große oder sehr große Bedeutung, für 49 Prozent dagegen nur eine geringe oder gar keine Bedeutung.
• Selbst den Personen, denen Vergleiche wichtig sind, vertrauen Vergleichen nicht (63 Prozent) oder sind skeptisch, dass in Zeitschriften publizierte Vergleiche nur dazu dienen, deren Auflage zu erhöhen.
• Für eine knappe Mehrheit der Befragten (47 Prozent) ist statt aller Vergleiche der Versicherungsvermittler entscheidend. Für 46 Prozent aber auch der nicht.
• Interessant ist, dass für 52 Prozent der Krankenversicherten, denen Vergleiche überhaupt wichtig sind, letztlich der Rat eines Vermittlers entscheidend ist.

Einer Einstellungswelle von "vielen, vielen Herrn Kaisers" steht also nichts im Wege!?

Interessante Entdeckung am Rande: Bei der in jeder Studie gestellten Frage nach der "Alles-in-Allem"-Zufriedenheit mit dem Gesundheitswesen hat sich diese nach langem Tiefststand zum erste Mal wieder verbessert.

Bernard Braun, 6.11.2005