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Psychische Erkrankungen


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Psychische Erkrankungen in Europa - eine "stille Epidemie"!?

Artikel 0369 Nachdem sich in Deutschland wie in anderen vergleichbaren Ländern in Krankheitsberichten seit Jahren ein Trend der Zunahme psychischer Erkrankungen bei den Krankschreibungen aber auch der stationären Aufenthalte und Frühberentungen abzeichnet, liefert jetzt eine aktuelle zwischen Dezember 2005 und Januar 2006 durchgeführte Befragung der Europäischen Kommission im Rahmen des "Eurobarometers" zu "Mental Well-being" wichtige Zusatzinformationen über den Umfang, die Ursachen und Folgen derartiger Erkrankungen.

Das Wichtigste in Kürze:
• Rund 25 % aller Europäer haben danach mindestens einmal in ihrem Lebene ein psychisches Problem.
• 21 % aller Befragten waren in den letzten vier Wochen aufgrund psychischer Probleme krankgeschrieben.
• Die Beeinträchtigung ihrer Beschäftigung ist bei psychisch Kranken auch wesentlich höher als bei Menschen mit einer körperlichen Behinderung: Während 20 % der psychisch Kranken noch einer Beschäftigung nachgeht, sind es 65 % bei den körperlich Kranken.
• Entsprechend hoch sind die ökonomischen Verluste durch die psychischen Erkrankungen: 3 bis 4 % des Bruttoinlandsprodukts.
• Eine Reihe von Vorurteilen gegen psychisch Kranke (z.B. sie seien selbst an ihrer Erkrankung schuld oder sie stellten eine Gefahr für andere dar) sind weit verbreitet.
• Dies könnte schließlich mit dazu beitragen, dass nur rund die Hälfte der so Erkrankten sich zur Behandlung an einen Arzt oder andere Experten wendet, der Rest aber Familienmitglieder oder Freunde aufsucht.

Hier findet sich die PDF-Datei des fast 100 Seiten umfassenden Special Eurobarometer-Berichts "Mental Well-being"

Bernard Braun, 5.12.2006