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Für jedes sechste Mädchen ist eine Schönheitsoperation zumindest denkbar

Artikel 0420 Die Hälfte der 14-17jährigen Mädchen in Deutschland findet sich zumindest ansatz- oder zeitweise "zu dick" (50%), dieser Anteil ist doppelt so hoch wie bei Jungen (26%). Das gängige, extrem schlanke mitteleuropäische Schönheitsideal beeinflusst Mädchen offenbar sehr viel stärker als männliche Jugendliche. Eine Reihe von Mädchen würden sogar eine Operation in Betracht ziehen, um ihren Körper zu verschönern. Der Aussage "Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich eine Schönheitsoperation machen lassen" stimmen immerhin 7 Prozent "vollständig" und 10 Prozent "ziemlich" zu. Zwar ist umgekehrt die Ablehnungsquote für plastische Chirurgie überaus hoch (Mädchen 50%, Jungen 72%). Gleichwohl erscheint es auch der Direktorin der BZgA, Frau Dr. Elisabeth Pott, problematisch, dass immerhin jedem sechsten Mädchen ein medizinischer Eingriff aus rein ästhetischen Gründen zumindest denkbar erscheint: "Hier muss verstärkt Aufklärungsarbeit geleistet werden, wir bieten deshalb Jugendlichen zum Thema Körper und Schönheitsideale Informationen in unserem Internetauftritt loveline an.

Das Befragungsergebnis stammt aus einer repräsentativen EMNID-Studie im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), deren erste Auswertungsergebnisse nun vorliegen. 2500 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren wurden im Rahmen der Studie "Jugendsexualität 2005" erstmals zu ihrem subjektiven Körperempfinden und ihrem Körperbewusstsein befragt. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Körper für beide Geschlechter sehr wichtig ist: Drei von vier Mädchen und mehr als die Hälfte der Jungen "stylen" sich gern, nur für 6 Prozent der Mädchen und 16 Prozent der Jungen hat dies kaum oder gar keine Bedeutung.

"Die Atmosphäre im Elternhaus hat einen wichtigen Einfluss auf das Körperbewusstsein Jugendlicher und eine positive Einstellung zum eigenen Körper", betont die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Mädchen und Jungen, die sich von ihren Eltern angenommen fühlen und zu Hause eine gute Vertrauensbasis haben, entwickeln ein besseres Verhältnis zu ihrem Körper. So zeigen die Studienergebnisse, dass die Hälfte der Mädchen und 65 Prozent der Jungen mit einem guten Vertrauensverhältnis zu ihren Eltern sich in ihrem Körper wohl fühlen. Demgegenüber trifft das bei einer geringerem Vertrauensbasis nur noch für 37 Prozent der Mädchen und 55 Prozent der Jungen zu."

Die Ergebnisse der Befragung sind veröffentlicht und zum Download verfügbar im Themenheft "Körper" der Reihe "FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung" der BZgA. Das Heft enthält darüber hinaus Berichte zu den Themen Verbreitung von Tattoos, Piercings und anderen Eingriffen zur Körpergestaltung, Analysen der Medienwirkungsforschung zu umstrittenen TV-Formaten wie "Germany´s next Supermodel", Beitrag zum Körperbewusstsein von Mädchen und Jungen, Jugendkulturen und Körpersprache, Psychogene Ess-Störungen, Einfluss von Hormonen auf den weiblichen Körper und aktueller wissenschaftlicher Forschungsstand zum Einsatz von Hormonersatztherapien.

Gerd Marstedt, 27.12.2006