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OECD Gesundheits-Statistik 2007: Die Zahl der Fachärzte hat sich seit 1990 um 50% erhöht

Artikel 0826 Die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) hat jetzt eine Neuauflage von Statistiken zu Gesundheitsthemen herausgegeben, die in den 30 Mitgliedsstaaten gesammelt wurden. "OECD Health Data 2007" ist eine überaus umfangreiche und differenzierte Datensammlung, die als Buch, auf CD-ROM oder per Internetzugang verfügbar ist. In einer Pressemitteilung wird auch auf einige länderübergreifende Trends hingewiesen, die sich bei Auswertung der Daten gezeigt haben. So wurde deutlich:

• Die Zahl der Ärzte ist in den OECD-Ländern in den letzten 15 Jahren um gut ein Drittel gestiegen. In den meisten Ländern war dies vor allem bedingt durch eine Zunahme der Fachärzte. Deren Zahl hat sich seit 1990 um etwa 50% erhöht, während der Zuwachs bei Allgemeinärzten mit 20% wesentlich bescheidener ausfiel.
• Das Einkommensniveau der Ärzte variiert ganz erheblich zwischen den einzelnen Ländern. Durchweg feststellbar ist aber, dass die Einkommen der Fachärzte deutlich über denen von Allgemeinärzten liegen. Ein besonders hohes Verdienstniveau haben Fachärzte in den Niederlanden, Belgien und den USA. Allgemeinärzte verdienen vergleichsweise sehr gut in den USA und im United Kingdom. Deutschland liegt hier im Mittelfeld, allerdings weisen die OECD-Daten zu diesem Thema relativ viele Leerstellen auf.
• Die Zahl der Medizinstudenten ist seit 1990 in einigen Ländern deutlich zurückgegangen, vor allem in Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Spanien und der Schweiz.
• Ein steigender Anteil der öffentlichen wie privaten Ausgaben geht in den OECD-Ländern in den Gesundheitssektor. Zwischen 1990 und 2005 stieg dieser Anteil der Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit um etwa 80%. Die vier Länder mit den höchsten Gesundheitsausgaben (als prozentualer Anteil am Bruttosozialprodukt) im Jahr 2005 sind die USA (15.3%), Schweiz (11.6%), Frankreich (11.1%) und Deutschland (10.7%).
• Betrachtet man nicht die Gesundheitsausgaben als Anteil am BSP, sondern die Pro-Kopf-Ausgaben, dann liegt Deutschland mit 3.628€ deutlich hinter anderen Ländern (auf Platz 10), wie insbesondere den USA (6.401€) oder auch Norwegen und der Schweiz mit über 5.600€.

Die Pressemitteilung der OECD ist hier nachzulesen: OECD Health Data: specialists outnumber GPs in most OECD countries. Dort finden sich auch Hinweise zum Bezug der sehr umfangreichen Datensammlung als Buch, CD-ROM oder Online-Zugang.
Die komplette Datensammlung ist kostenpflichtig. Eine Excel-Datei mit Statistiken zu knapp 30 Indikatoren ist allerdings kostenlos zugänglich: OECD Health Data 2007 - Frequently Requested Data

Gerd Marstedt, 26.7.2007