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Arbeit und Gesundheit
1839

Mit dem "Preußischem Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in Fabriken" vom 9. März 1834 griff der Staat erstmals direkt in die Regelung der Arbeitsverhältnisse in Fabriken ein. Es handelt sich um den Beginn der Arbeiterschutzgesetzgebung in Deutschland

z. B. Verbot der Kinderarbeit unter 9 Jahren in Preußens Fabriken
 

1845 / 1849

Die "Allgemeine Gewerbeordnung vom 17. Januar 1845 und die "Gewerbeordnung vom 9. Februar 1849" in Preußen ermöglichten und schrieben auch auf Ortsebene vor, dass Gewerbetreibende so genannten gewerblichen Unterstützungskassen beizutreten haben, die sich u.a. um die Krankheitsvorsorge kümmerten
 

1849

"Verein für Arbeits- und Arbeiternachweis" in Dresden richtet erste unentgeltliche Stellenvermittlung ein (Vorläufer der Arbeitsämter)
 

1854

Verbot der Kinderarbeit unter 12 Jahren
 

1868

Seit 1868 Beginn einer Debatte über die Bewältigung der Schadensfälle in der Industrie ("Haftung" / "Gefährdungshaftung")
 

1869

Neufassung der Gewerbeordnung - mit ersten Arbeitsschutzvorschriften - vom 21.Juni 1869
 

1869

Länderübergreifende Neufassung der Gewerbeordnung am 21. Juni 1869 - erste Arbeitsschutzvorschriften
 

1871

Verabschiedung des Haftpflichtgesetz vom Deutschen Reichstag. Es galt lediglich für Fabriken und Bergwerke und machte den Unternehmer für pflichtwidrig unterlassene Vorkehrungen gegen Gefahren für Leben und Gesundheit haftbar. Es folgte aber nicht der Gefährdungshaftung, sondern forderte den konkreten Schuldnachweis. Die Beweislast hatten die geschädigten Arbeiter zu tragen.
 

1871

Einführung von Fabrikinspektionen
 

1878

Novellierung der Gewerbeordnung am 17.Juli: Kinderarbeit wird verboten (außer bei Landwirtschaft und Heimarbeit), ferner erste Mutterschutzvorschriften
 

1968

Gesetz z. Schutze d. erwerbstätigen Mutter - Mutterschutzgesetz / MuSchG vom 18.April
 

2008

Am 23. Dezember 2008 trat die "Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)"in Kraft.

Sie regelt u.a. folgende Sachverhalte:

Die ArbMedVV regelt Pflichten von Arbeitgebern und Ärzten, schafft Transparenz über die Anlässe für Pflicht- und Angebotsuntersuchungen, sichert Datenschutzrechte und stärkt das Recht der Beschäftigten auf Wunschuntersuchungen. Mit ihr sollen Verbesserungen in derzeit noch nicht ausreichend beachteten Bereichen, z.B. Muskel-Skelett-Erkrankungen, angestoßen werden.

Der neue Ausschuss für Arbeitsmedizin übernimmt eine zentrale Rolle, er wird das BMAS zu arbeitsmedizinischen Fragen beraten.

Die bislang im staatlichen Recht und in den Unfallverhütungsvorschriften enthaltenen Doppelregelungen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge wurden in der ArbMedVV zusammengefasst, so dass die Rechtsreform auch zur Rechtsvereinfachung beiträgt.