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1140 - 1880

1881 - 1914

1915 - 1932

1933 - 1945

1946 - 1953

1954 - 1969

1970 - 1976

1977 - 1993

1994 - 2009

 

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1140

Älteste gesetzliche Bestimmung einer staatlichen Zulassungsprüfung für Ärzte in den so genannten Assisen von Ariano (Ass. Vat. 36) von Roger II. von Sizilien
 

1241

erste gesetzlich fixierte Trennung der Berufe Arzt und Apotheker durch den Stauferkaiser Friedrich II. im so genannten Edikt von Salerno oder Melfi (wahrscheinlich in einem Bündel von Gesetzen enthalten); Begründung des Apothekenmonopols
 

1852

Vereinheitlichung der Ausbildungsbestimmungen für Ärzte und Schaffung des gegenüber anderen Berufsgruppen monopolartig abgegrenzten ärztlichen Einheitsstandes durch Gesetz vom 8. Oktober 1852. Beispielsweise wurden damit die bisherigen Wundärzte 2. Klasse als Heildiener und Hebammen der Oberaufsicht der Ärzte unterstellt
 

1869

Aufnahme der ärztlichen Tätigkeit als Gewerbe in die Gewerbeordnung - auf Betreiben der Ärzte; der Titel "Arzt" blieb geschützt
 

1880

Der Deutsche Ärztetag verlangte jetzt die Herausnahme der ärztlichen Tätigkeit aus der Gewerbeordnung, was letztlich erst Ende der Weimarer Republik und im Dritten Reich passierte
 

1926

Gemeinschaftspraxen für Ärzte des gleichen Faches wurden durch das Berufsrecht für zulässig erklärt.
 

1933

Durch die Verordnung zum Zulassungsrecht für Ärzte vom 22. April 1933 wurden nichtarische sowie Ärzte, die sich kommunistisch betätigt hatten von der Zulassung zur ärztlichen Tätigkeit ausgeschlossen. Dies betraf bis Ende 1933 rd. 2.800 oder 8 % aller Kassenärzte.
 

1935

Fast ein Drittel der nichtjüdischen deutschen Ärzte, d.h. 14.500 Ärzte waren bereits Mitglied im NSD-Ärztebund. Die Ärzte waren damit eine Berufsgruppe, die sich mit am stärksten in NS-Organisationen organisierte.
 

1938

Adolf Hitler erklärt am 25. Juli 1938 "die vollkommene Ausschaltung der jüdischen Ärzte". Diese stellten 1933 nach NS-Maßstäben 13% aller in Deutschland praktizierenden Ärzte.
 

1968

Der 71. Deutsche Ärztetag eröffnete mit der Änderng des § 18 der Berufsordnung für Ärzte den Weg zur unbehinderten Gründung von Gemeinschaftspraxen, die seit 1956 nur in "Ausnahmefällen" zulässig waren.
 

1971

Einführung des "Arztes für Allgemeinmedizin" als Aufwertung des "praktischen Arztes" mit dem Ziel, der Unterversorgung im ländlichen Raum entgegen zu wirken.
 

1986

Mit dem "Gesetz über befristete Arbeitsverträge mit Ärzten in der Weiterbildung" vom 15 . Mai 1986 soll die Fluktuation von Ärzten in Krankenhäusern zugunsten der Praxisausbildung gefördert werden.
 

1988

Ab dem 1. Juli 1988 wird der "Arzt im Praktikum (AiP)" eingeführt, der u. a. durch eine Intensivierung der berufspraktischen Ausbildung den Zeitpunkt der Niederlassung hinausschieben soll.