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1915 - 1932

1933 - 1945

1946 - 1953

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1903

"Novelle zum Krankenversicherungsgesetz" vom 25. Mai 1903:

Verdoppelung der Bezugsdauer von Krankengeld auf 26 Wochen

Wöchnerinnenunterstützung von vier auf sechs Wochen erhöht

Streichung der Bestimmung, dass Geschlechtskranken das Krankengeld verweigert werden konnte
 

1912

Einführung der Witwenrenten für Arbeiter-Rentenversicherte und der Waisenrente in der Arbeiterrentenversicherung bis zum 15. und der Angestelltenrentenversicherung bis zum 18. Lebensjahr
 

1919

Einführung von Mutterschafts- oder Wochenhilfe für alle weiblichen Versicherten in den GKV-Leistungskatalog durch das "Gesetz über Wochenhilfe und Wochenfürsorge" vom 26. September 1919, das im Verlauf der Weimarer Republik oft novelliert wurde
 

1923

Schwerbeschädigtengesetz zur besseren beruflichen Eingliederung
 

1923

Reichsknappschaftsgesetz:

Knappschaftliche Invalidenrente wegen Berufsunfähigkeit (BU) ab dem 50. Lebensjahr
 

1925

Unfallversicherung ausgedehnt auf Berufskrankheiten und Wegeunfälle
 

1927

Witwenrente ab dem 65. Lebensjahr (ohne eigene Invalidität)
 

1929

Nachdem bereits einige Jahre vor 1929 den Familienangehörigen eines erwerbstätigen Krankenversicherten eine so genannte Familienhilfe gewährt wurde, wurde sie in diesem Jahr abgesichert
 

1929

Einführung der Rente an Arbeitslose ab dem 60. Lebensjahr - nur in der Angestelltenrentenversicherung.
 

1941 bis 1945

Anders als in den Jahren davor gab es nach Beginn des 2. Weltkriegs eine Reihe von Leistungsverbesserungen:

Krankenpflege erfolgte unbegrenzt

Krankengeldzahlung per Gesetz für 26 Wochen und per Satzung bis 52 Wochen

Gleichstellung von Versicherten und Familienangehörigen, Beseitigung der Krankenscheingebühr und Erhöhung der Rezeptgebühr auf 50 Reichspfennig mit einer "Verordnung" vom 17. März 1945
 

1968

Anerkennung des Alkoholismus als Krankheit im Sinne der Reichsversicherungsordnung (RVO) durch das Bundessozialgericht
 

1970

Aufnahme der Untersuchungen zur Krankheitsfrüherkennung in den GKV-Leistungskatalog
 

1971

Gesetzliche Unfallversicherung für Schüler, Studenten und Kindergartenkinder
 

1973

Im "Gesetz zur Verbesserungen der Leistungen in der GKV" vom 19. Dezember 1973 erfolgt die Kostenübernahme für Haushaltshilfen bei stationärer Aufnahme des Versicherten in den GKV-Leistungskatalog, der Wegfall der zeitlichen Begrenzung der Krankenhauspflege und das Krankengeld bei Erkrankung des Kindes.
 

1973

Gründung der ersten Tagespflege in der Bundesrepublik Deutschland
 

1974

Gesetz über die Angleichung der Leistungen zur Rehabilitation (Rehabilitations-Angleichungsgesetz) vom 15. August 1974:

offizielle Anerkennung der Krankenkassen als Rehabilitationsträger: "Die Leistungen der Krankenkassen und der Rentenversicherungsträger sollten nun für erwerbstätige und nicht erwerbstätige Versicherte grundsätzlich gleichwertig sein" (Lachwitz et al.: 7).

Einführung des Grundsatzes "Reha vor Rente" und mit dem so genannten "Reha-Gesamtplan" der Krankenkassen eines Instrumentariums zur Koordinierung des Reha-Geschehens.
 

1974

Urteil des Bundessozialgerichts zur Übernahme des Zahnersatzes in den GKV-Leistungskatalogs
 

1975

Durch das "Strafrechtsreform-Ergänzungsgesetz" vom 1. Dezember 1975 werden die ärztliche Beratung und Untersuchungen bei der Empfängnisverhütung, die Leistungen bei einer nicht rechtswidrigen Sterilisation und einem nicht rechtswidrigen Schwangerschaftsabbruch durch einen Arzt Leistungen der GKV
 

1977

Aufnahme der bis dahin Kann-Leistung der häuslichen Pflege als Ersatz bzw. Verkürzung des Krankenhaus-Aufenthalts als Pflichtleistung in die RVO
 

1979

Mutterschutz verbessert: viermonatiger Mutterschaftsurlaub
 

1985

Fortbestand des beitragsfreien Krankenversicherungsschutzes für Mütter mit Erziehungsgeld und im Erziehungsurlaub.
 

1989

Aufnahme der Häuslichen Krankenpflege zur Sicherung der ärztlichen Behandlung in den GKV-Leistungskatalog
 

1989

Aufnahme der so genannten "besonderen Therapierichtungen" (Homöopathie, anthroposophische Medizin) in den GKV-Leistungskatalog
 

1989 / 2000

Aufnahme von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in den GKV-Leistungskatalog
 

1992

2. SGB V-Änderungsgesetz:

Verbesserung des Freistellungsanspruchs und des Krankengeldbezugs bei Erkrankung von Kindern (Krankengeld von 5 auf 10 Tage, bei Alleinerziehenden auf 20 Tage pro Kind unter 12 Jahre [bisher unter 8 Jahre], pro Kalenderjahr und Versicherten maximal 25 Arbeitstage [Alleinerziehende: 50 Arbeitstage])

Verbesserung der Härtefallregelung bei Zahnersatzleistungen

Erleichterung der Zugangsvoraussetzungen (Vorversicherungszeit) für Leistungen bei Schwerpflegebedürftigkeit
 

1997

Das Transplantationsgesetz ist in Kraft getreten
 

1998

Psychotherapeutengesetz; Integration der Psychotherapeuten in die KV und ihr Ordnungs- und Honorierungssystem:

Psychotherapeuten können eigenständig tätig werden und sind gleichberechtigte Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigungen.

Damit geht ein Abbau von Zugangsbarrieren zu ambulanter psychotherapeutischer Versorgung und eine Leistungsausweitung einher.
 

1999

Das 1999 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz (vollständiger Name: Gesetz über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, PsychThG) regelt in Deutschland die Ausübung der Psychotherapie durch Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Nur Personen, denen nach diesem Gesetz die Ausübung eines dieser Berufe erlaubt ist, dürfen die entsprechende Berufsbezeichnung führen. Auch der Begriff Psychotherapeut an sich wird mit dem Gesetz geschützt.