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Qualit
1969

Gründung des "Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)", einer nachgeordneten Behörde des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Zu ihren Aufgaben gehört es, der fachlich interessierten Öffentlichkeit Informationen aus dem gesamten Gebiet der Medizin zugänglich zu machen. Neben dem medizinischen Datenbankangebot gibt das DIMDI deutschsprachige Fassungen amtlicher Klassifikationen und Nomenklaturen heraus und betreibt datenbankgestützte Informationssysteme für Arzneimittel, Medizinprodukte und Health Technology Assessment (HTA, Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien).
 

1973

Am 1. März 1973 tritt die Röntgenverordnung in Kraft, die zum ersten Mal Schutzmaßnahmen bei der diagnostischen Anwendung von Röntgenstrahlen festlegt.
 

1976

Am 28. August 1976 wird das "Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelrechts (AMG)" verabschiedet und tritt am 1. Januar 1978 in Kraft. Es soll nach den Erfahrungen mit Contergan den Schutz vor gesundheitsschädlichen Arzneimitteln verbessern.
 

1993

Gründung der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualitätssicherung (AQS) durch Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Deutsche Krankenhausgesellschaft und Spitzenverbände der GKV auf Grundlage des § 137b SGB V. Ziel war eine einheitliche Qualitätssicherung in der GKV. Die AQS wurde nach der Beauftragung des Gemeinsamen Bundesausschusses und des IQWiG mit der Förderung der Qualitätssicherung durch das GMG (§ 139a SGB V) zum 31.12.2004 aufgelöst
 

1995

Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung gründeten im März 1995 die "Zentralstelle der deutschen Ärzteschaft zur Qualitätssicherung in der Medizin" (ÄZQ) als gemeinsame und paritätisch besetzte Einrichtung und wandelten sie im Juli 1997 in eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts um. Am 24.01.2003 erfolgte die Umbenennung in "Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin". Zweck des ÄZQ ist die Unterstützung von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung bei ihren Aufgaben im Bereich der Qualitätssicherung der ärztlichen Berufsausübung.

Die Aufgabenschwerpunkte des ÄZQ betrafen zwischen 1995 und 2005 die Bereiche

Sondierung und methodischen Bearbeitung von Innovationen auf dem Gebiet der medizinischen Qualitätsförderung (siehe hierzu unsere Projektübersicht),

Initiierung und Weiterentwicklung der evidenzbasierten Medizin (siehe hierzu Informationen des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin - DNEbM)

Qualitätsmanagement in der Medizin (siehe hierzu den Info-Dienst QM der Ärzteschaft - http://www.q-m-a.de/)

Patientensicherheit/Fehler in der Medizin (siehe hierzu den Info-Dienst Forum Patientensicherheit - http://www.forum-patientensicherheit.de/)

Beurteilung von Methoden und Instrumenten der Qualitätsförderung und Transparenz in der Medizin (z.B. Leitlinien, Qualitätsindikatoren, Patienteninformationen)

Ab 2006 konzentrieren sich die Aufgaben des ÄZQ auf den Bereich

Entwicklung und Implementierung nationaler Leitlinien und Patienteninformationen für prioritäre Versorgungsbereiche.
 

1998

Gründung eines gemeinsamen Clearingverfahrens für Leitlinien bei der Zentralstelle der deutschen Ärzteschaft zur Qualitätssicherung in der Medizin (ÄZQ) durch KBV, BÄK, GKV-Spitzenverbände und DKG
 

1998

Start von AGREE - Appraisal of Guidelines Research and Evaluation, als von der EU gefördertes Forschungsprojekt und aktuelll ein internationaler Zusammenschluss von Politikern und Wissenschaftlern, welche die Qualität und Wirksamkeit der medizinischen Leitlinien durch Vorgaben für ihre Entwicklung und Bewertung sichern wollen.
 

2000

2000 wurde die Deutsche Agentur für HTA (Health Technology Assessment) des DIMDI (Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information), DAHTA@DIMDI, gegründet. Sie betreibt ein Informationssystem HTA und führt ein Programm zur Erstellung von HTA-Berichten durch. Der Begriff Health Technology Assessment (HTA) bezeichnet einen Prozess mit dem medizinische Verfahren und Technologien systematisch bewertet werden, die einen Bezug zur gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung haben. In der deutschen Gesundheitspolitik spielt HTA seit Mitte der 90er Jahre eine zunehmende Rolle.
 

2001

Der Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen veröffentlicht als Band III seines Jahresgutachtens 2000/2001 den Band zu "Über-, Unter- und Fehlversorgung" in ausgewählten Bereichen der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland
 

2001

Verabschiedung der "Recommendation Rec(2001)13 des Council of Europe" mit dem Thema "Developing a methodology for drawing up guidelines on best medical practises" am 10. Oktober 2001
 

2002

Gründung von G-I-N - Guidelines International Network, einem internationalen Non-profit-Zusammenschluss von Institutionen, die auf jeweils nationaler Ebene mit der Entwicklung von Behandlungsleitlinien befasst sind (z. B. WHO und in Deutschland ÄZQ, AWMF und BQS)
 

2003

Zulassung des ersten DMP im April 2003 durch das Bundesversicherungsamt. Es handelte sich um ein Programm der AOK Rheinland zur Behandlung von Brustkrebspatientinnen
 

2004

Im Zuge des GMG werden niedergelassene Ärzte im § 95d SGB V das erste Mal im deutschen Gesundheitswesen verpflichtet, zur Sicherung der Qualität ihrer Arbeit regelmäßig und verbindlich an interessenunabhängigen Fortbildungen teilzunehmen. Erstmals am 30. Juni 2009 müssen sie die Teilnahmen der KV berichten. Wer keine oder zu wenig Fortbildungsangebote besucht und dafür mindestens 250 Punkte erhalten hat, bekommt Honorarkürzungen bis zu 25%. Hält dieser Zustand an kann dem Arzt die Zulassung entzogen werden
 

2004

Mit dem Inkrafttreten des (GMG) am 1. Januar 2004 wurden die Krankenkassen und ihre Spitzenverbände, gegebenenfalls auch die Landesverbände der Krankenkassen, verpflichtet, organisatorische Einheiten zu schaffen, die Fehlverhalten im Gesundheitswesen bekämpfen sollen (§ 197a, SGB V).

Vergleichbare Vorschriften wurden für die Kassenärztlichen/ Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und ihre Bundesvereinigungen in § 81a SGB V und für die Pflegekassen in § 47a SGB XI gemacht. Die Vorstände der jeweiligen Institutionen wurden zugleich verpflichtet, im Abstand von zwei Jahren ihre jeweilige Vertreterversammlung, beziehungsweise den jeweiligen Verwaltungsrat schriftlich über die Arbeit und die Ergebnisse dieser Stellen zu unterrichten und die Berichte zeitnah auch der jeweils zuständigen Aufsichtsbehörde zuzuleiten.

Die Quintessenz aus den bisher zwei zusammenfassenden Berichte (2004/2005 und 2006/2007)lautet, "dass die ‚Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen' zwar von einer löblichen Absicht getragen sind, dass sie aber keineswegs das leisten, was die Versichertengemeinschaft erwarten darf: Transparenz im Dschungel des Abrechnungs-Chaos herzustellen und kostensenkend zu wirken, ferner kriminellem Handeln, das die Solidarität des Systems missbraucht, einen Riegel vorzuschieben.
 

2008

Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) legte die Bundesregierung am 12. November ein umfassendes Konzept vor, um insbesondere der Zunahme resistenter Bakterien durch die nicht notwendige Verordnung und Einnahme von Antibiotika entgegenzuwirken.
 

2009

Bis Ende 2010 müssen alle stationären Pflegeeinrichtungen geprüft werden. Die Ergebnisse dieser Qualitätsprüfungen müssen an einer gut sichtbaren Stelle veröffentlicht werden. Die Bewertung erfolgt über die Schulnoten "sehr gut" bis "mangelhaft". Dadurch können künftig die Leistungen der Einrichtungen besser verglichen werden. Nach erstmaliger Überprüfung ist eine jährliche Kontrolle vorgesehen.
 

2009

Das "Gesetz zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs im Krankenhaus" (Entwurf der Bundestagsdrucksache) schreibt die Palliativmedizin als Pflichtlehr- und Prüfungsfach im Rahmen des Studiums der Medizin vor und nimmt sie in die Approbationsordnung für Ärzte auf.