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2006 bis 2011: Gesundheitssysteme in 9 europäischen Ländern (inkl. Deutschland) und den USA aus Sicht der BürgerInnen

Artikel 2035 Ein im Oktober 2011 zum vierten Mal seit 2006 veröffentlichtes "Barometer" zu "Healthcare in Europe and in the USA" erlaubt einen interessanten mehrjährig vergleichenden Blick auf die Beziehungen, Bewertungen und Verhaltensweisen von jeweils repräsentativ ausgewählten 500 bzw. 1.000 (USA) 18-jährigen und älteren Einwohnern von neun europäischen Länder (Deutsche, Franzosen, Briten, Italiener, Spanier, Schweden, Tschechen, Polen, Österreicher) und US-Amerikaner zu und in ihrem Gesundheitswesen.

Die von der "Europ assistance Group", einem Tochterunternehmen des internationalen Versicherungskonzerns Generali in Auftrag gegebenen Studien wurden von dem Forschungsinstitut "Cercle Santé Société" als Telefonbefragung durchgeführt und befassten sich im Detail u.a. mit folgenden Aspekten: Bewertung des Gesundheitssystems und seiner Versorgungsqualität, Zugang zur Behandlung, Umgang mit dem Altern und abhängigen Personen, neuen Technologien, Prävention und dem wirtschaftlichen Beitrag des Gesundheitssektors.

Einige der aus deutscher Sicht interessanten Kernergebnisse lauten:

• 51% der Deutschen sind mit ihrem nationalen Gesundheitssystem unzufrieden
• 71% der Deutschen haben die Befürchtung, dass die finanziellen Mittel der öffentlichen Gesundheitsvorsorge nicht ausreichen.
• 66% der Deutschen ziehen zur Finanzierung des Gesundheitswesens individuell abgestimmte Zusatzversicherungen einer ausschließlich staatlichen Beitragspflicht vor.
• 78% der Deutschen haben sich in den letzten fünf Jahren einem Gesundheits-Check unterzogen.
• 63% der Deutschen empfindet die staatliche Vorsorge für Senioren als unzureichend.
• 43% der Deutschen nutzen das Internet für Informationsleistungen rund um Gesundheit, lehnen aber zugleich mehrheitlich (76%) onlinebasierte medizinische und individuelle Beratungsleistungen ab.
• 60% der Deutschen empfinden die Organisation der Gesundheitsversorgung für pflegebedürftige und ältere Menschen als unzureichend.
• 57 % der Deutschen gehen davon aus, daß mit telemedizinischen Angeboten die Behandlungsqualität durch einen Arzt verbessert wird.
• 56% der Deutschen sind bereit, für eine medizinische Spezialbehandlung eine entfernte Klinik aufzusuchen.
• Während 2006 noch die Angst vor der schlechten öffentlichen Finanzierung der Gesundheitsversorgung am stärksten war, steht 2011 die Angst vor dem Risiko einer Infektion im Krankenhaus an erster Stelle der stärksten Ängste
• 2011 trauen 54% der BundesbürgerInnen nicht den vorhandenen Einrichtungen und Prozeduren zum Schutz vor unerwünschten Wirkungen von Arzneimitteln. Dieser Anteil wird in keinem der anderen untersuchten Länder erreicht.
• Nur in Polen glauben mehr, nämlich 76% der Befragten, dass das gegenwärtige Gesundheitssystem keinen für alle BürgerInnen gleichen Zugang zur gesundheitlichen Versorgung gewähre. Dies glauben in Deutschland 67% der Befragten.
• Nur in Frankreich (34%) und Tschechien (37%) ist der Anteil der Befragten, der im Gesundheitsbereich vor allem eine Last für die Gesellschaft sieht, höher als in Deutschland (31%).

Auch diese Befragung belegt und illustriert die bereits in anderen vergleichbaren internationalen Befragungsstudien erkannte relativ negative Bewertung des deutschen Gesundheitssystems durch seine eigenen Versicherten und die Existenz einiger fast konstant pessimistischer Grundbewertungen der künftigen Entwicklung. Dies gilt selbst dann, wenn man Zweifel an der Repräsentativität der Befragten hat. Auch hier stellt sich schließlich die Frage woher diese gelegentlich auch als "german angst" bezeichneten Erwartungen kommen bzw. durch welche Faktoren diese Stimmung entstehen und stabilisiert werden.

Weitere, auch grafisch gut aufbereitete Ergebnisse finden sich in der 63-seitigen Grafiksammlung "Healthcare in Europe and in the USA", die kostenlos erhältlich ist.

Bernard Braun, 13.11.11