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Niedergelassene Ärzte sind unzufrieden mit der Interessenvertretung durch die KV

Artikel 0468 Obwohl ein Großteil der in Deutschland niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten höchst unzufrieden ist mit ihrer Interessenvertretung durch Kassenärztliche Vereinigungen (KV) und Bundesvereinigung (KBV), sieht trotz zahlreicher Kritikpunkte nur eine Minderheit andere realistische Alternativen zum KV-System. Allerdings haben fast 40% die Rückgabe der Kassenzulassung schon einmal ernsthaft erwogen. Dies sind die Kernbefunde einer im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Ende 2006 vom Meinungsforschungsinstitut infas durchgeführten Befragung von über 20.000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten zum KV-System.

In Einzelnen zeigt sich folgendes Meinungsbild:
• Die durchschnittliche Zufriedenheit mit der Aufgabenerfüllung der KVen schwankt zwischen den Schulnoten 2,7 und 4,1. Am besten bewertet wurden die Zuverlässigkeit der Abrechnung und Honorarauszahlung sowie die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung. Am schlechtesten wurde die Interessenvertretung im Gesetzgebungsverfahren beurteilt.
• Vier von fünf Befragungsteilnehmern waren mit der KBV oder KV in mindestens einem Aspekt ihrer Arbeit nicht zufrieden. Dabei am häufigsten kritisiert wurde die Interessenvertretung durch das KV-System. Fast vier von zehn Unzufriedenen gaben als Grund für ihre Unzufriedenheit eine allgemein schlechte Interessenvertretung durch das KV-System an sowie die Interessenvertretung gegenüber der Politik und den Krankenkassen.
• 60% sehen trotz zahlreicher Kritikpunkte keine wirkliche Alternative zum KV-System. Zwei Drittel glauben allerdings, dass die meisten Funktionsträger die wirklichen Probleme des einzelnen Arztes oder Psychotherapeuten nicht erkennen. Das KV-System wird umso kritischer beurteilt, je jünger die Befragten sind und umso positiver, je älter sie sind.
• Fast 40% haben die Rückgabe der Kassenzulassung schon einmal ernsthaft erwogen, dabei haben Männer solche Überlegungen deutlich häufiger angestellt als Frauen. Knapp 10% haben über die Möglichkeit einer Rückgabe der Kassenzulassung sogar schon eine Rechtsauskunft eingeholt.
• Zu ausgewählten gesundheitspolitischen Forderungen (Abschaffung der Budgets, Einführung des Kostenerstattungsprinzips, Verlagerung des Morbiditätsrisikos auf die Krankenkassen, Begrenzung der Wirtschaftlichkeitsprüfungen, Entbürokratisierung der Abrechnungen) gab es hohe Zustimmungsquoten: 95% votieren für eine Abschaffung der Budgetierung, 69% für die Einführung eines generell verbindlichen Kostenerstattungsprinzips (so wie in der PKV) auch in der GKV.
• Dem Statement "Abrechnungsprüfungen durch die KVen sind im Interesse aller Vertragsärzte/Psychotherapeuten notwendig" stimmen 87% zu, hingegen befürworten nur 43% die Aussage "Qualitätssicherungsmaßnahmen der KV wie Praxisbegehungen sind im Interesse aller Vertragsärzte/Psychotherapeuten notwendig."

Die KBV präsentiert auf einer Website zur Befragung viele Materialien:
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse (4 Seiten)
Die Infas-Präsentation des Berichts (Foliensatz als PDF)
Tabellenband mit Ergebnissen zu allen Fragen (55 Seiten) (Tabellen mit Differenzierung der Ergebnisse nach Alter, Geschlecht, Arbeitsschwerpunkt, KV-Bereich)

Gerd Marstedt, 10.1.2007