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Epidemiologie
Soziale Lage, Armut, soziale Ungleichheit


USA: Deutliche Zunahme der Lebenserwartungslücke zwischen gering- und vielverdienenden Frauen und Männern (23.2.16)
Public Health als Weg zur Optimierung des Menschen im Sinne besserer Resilienz (28.6.15)
Arbeitslosigkeit und Sterblichkeit an Prostatakrebs - ein OECD-weit vielfach signifikanter Zusammenhang (17.5.15)
"Health & Financial Crisis Monitor": Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Gesundheit, Wirtschafts- und Finanzkrise? (6.1.15)
Hängt die Gesundheit der "Menschen mit Migrationshintergrund" von der Art der Integrationspolitik ab? Irgendwie schon. (26.9.14)
Globale Gesundheitspolitik - mehr als deutsche Pillen und Technik für den Weltmarkt (27.8.14)
Biomedizinisches Korrelat zur sozialen Ungleichheit von Gesundheit (15.6.14)
Kann eine Reform des Krankenversicherungsschutzes Leben retten? Positive Anzeichen in Massachusetts (USA) (18.5.14)
Soziale Determinanten der Gesundheit in den 53 europäischen Mitgliedstaaten der WHO (6.4.14)
Wie stark soziale Unterschiede und nicht "die Natur" die Lebenserwartung und die Jahre in guter Gesundheit bestimmen (21.3.14)
Bewohner sozial schlecht gestellter Landkreise in Deutschland haben höhere Krebssterberisiken als Bewohner anderer Landkreise (1.2.14)
Mehr Herzinfarkte in ärmeren Stadtteilen. Ergebnisse aus dem Bremer Herzinfarktregister (22.1.14)
Globale Gesundheit - scheidende Bundesregierung hinterlässt bedenkliches Erbe (17.12.13)
Datenreport 2013: Ein "Sozialatlas über die Lebensverhältnisse in Deutschland" jenseits von Wahlkampfphrasen und Kopflangertum (26.11.13)
PIAAC: Geringe Lesekompetenz stark mit geringerer politischer Wirksamkeit und schlechterem Gesundheitszustand assoziiert (10.10.13)
Arme sterben jünger als Wohlhabendere und die sozialen Unterschiede bei der Lebenserwartung von 65-Jährigen werden größer (9.10.13)
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Warum ist Schottland der "kranke Mann" Europas, war das immer so und sind Whisky sowie frittierte Schokoriegel die Hauptursachen? (25.11.12)
Soziale Ungleichheiten der Gesundheit - Erfahrungen und Lehren aus 13 Jahren Labour-Regierung (16.5.12)
Sozioökonomische Struktur des Wohnumfeldes bestimmt dauerhaft den selbst wahrgenommenen Gesundheitszustand (28.1.12)
Sozial-"Datenreport 2011": Zunahme von gesundheitlicher Ungleichheit zwischen Gering- und Vielverdienern seit den 1990er Jahren (12.10.11)
Gesundheitliche Ungleichheit am Beispiel Erwerbsminderung: Niedrig Qualifizierte tragen bis zu 10-x höheres Risiko als Akademiker (30.9.11)
Weltweit sozial ungleiche Unterversorgung mit Medikamenten zur Sekundärprävention nach Herzinfarkt und Schlaganfall (31.8.11)
Finanzkrise 2008 ff. und Gesundheit: Anstieg der Arbeitslosigkeit erhöht die Anzahl der Selbsttötungen (17.7.11)
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Schwedische ADHS-Studie: Medikamente werden häufiger verschrieben bei unterprivilegierten Müttern (11.7.10)
"Wirtschaftliche Krise gleich sinkende Lebenserwartung - das ist so!" Kontraintuitives aus der Zeit der "Großen Depression" (6.5.10)
Unterschicht-Angehörige sind nicht nur häufiger chronisch erkrankt, sondern haben auch öfter Kopfschmerzen oder Erkältungen (1.4.10)
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Persönliche Konzepte von Gesundheit und gesunder Ernährung sind in der Mittelschicht andere als in der Unterschicht (13.1.10)
Australische Studie stellt große soziale Ungleichheit fest bei der Versorgung von Patienten mit Angina pectoris (13.1.10)
Eine gute und eine schlechte Nachricht zur Sterblichkeit von Diabetikern (13.1.10)
Auch dies sind Ernährungsprobleme von US-Bürgern: Unzureichende Nahrungsaufnahme aus Geldmangel (29.11.09)
Atypisch Beschäftigte nehmen 2008 weiter zu und der Verdienst von fast jedem Zweiten liegt unter der Niedriglohngrenze (19.8.09)
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Adhärenz bei Drogenabhängigen - und es geht doch (17.6.09)
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"Das Design bestimmt das Bewusstsein" nicht nur in Bayern - Wissenswertes und Hilfreiches für Jedermann zu Gesundheitsberichten (31.3.09)
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Geburten unter schlechten ökonomischen Rahmenbedingungen erhöhen das Mortalitäts-Risiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (12.8.2008)
Rentner und Pensionäre mit hohen Ruhestandsbezügen haben auch eine höhere Lebenserwartung (26.6.2008)
Sozioökonomische Ungleichheiten der Gesundheit in 22 europäischen Ländern (24.6.2008)
Hohes Einkommen und Bildungsniveau steigern die Überlebenszeit nach einem Herzinfarkt deutlich (19.6.2008)
Soziale Ungleichheit: Die Schichtzugehörigkeit wirkt sich auch auf die Häufigkeit und Intensität von Schmerzen aus (6.5.2008)
England: Bevölkerungsgesundheit verbessert, Ungleichheiten bleiben (21.3.2008)
Die Lebenserwartung ist weiter gestiegen - hauptsächlich jedoch für Bevölkerungsgruppen mit höherer Bildung (13.3.2008)
Oberschicht-Angehörige erhalten nach einem Herzinfarkt öfter eine bessere medizinische Versorgung - und leben danach länger (5.2.2008)
Kinderarmut wirkt sich auch langfristig und im weiteren Lebensverlauf negativ aus (2.11.2007)
Grippe-Impfschutz für "hard-to-reach populations" in den USA - Vernachlässigt trotz höherem Risiko für "Restbevölkerung" (20.8.2007)
Erhöhtes Erkrankungsrisiko neugeborener schwarzer Kinder in den USA - auch nach Ausschluss anderer Einflussfaktoren! (21.7.2007)
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Ungleiche Gesundheitschancen zwischen Arm und Reich verschärfen sich mit zunehmenden Lebensalter (28.4.2007)
Sogar im Wohlfahrtsstaat Schweden: Herzerkrankungen und Todesfälle sind in Problem-Stadtteilen deutlich häufiger (19.2.2007)
Verzerrte Weltkarten - Maßstab ist nicht die Landfläche, sondern soziale und gesundheitliche Benachteiligung (8.2.2007)
Wochenbericht der "Kaiser Family Foundation" über rassische und ethnische Ungleichheiten bei Gesundheit in den USA (13.1.2007)
Gesundheitliche Ungleichheit in Europa (13.12.2006)
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Wenn Du arm bist, musst Du früher sterben - Neue Belege für eine alte These (28.11.2006)
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UN-Human Developement Report 2005: Internationale Ungleichheit ein wachsendes Problem (21.9.2005)
Soziale Ungleichheit, Armut und Gesundheit (16.8.2005)
SVR stellt fest: Bildung und Arbeit beeinflussen Krankheitsrisiken (6.7.2005)

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Sozioökonomische Ungleichheiten der Gesundheit in 22 europäischen Ländern

Artikel 1275 In einer kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie berichtet eine Arbeitsgruppe der EU über sozioökonomische Ungleichheiten der Gesundheit in 22 europäischen Ländern. Grundlage waren Gesundheitsdaten über Mortalität (3,5 Millionen Sterbefälle in 16 Ländern), Morbidität, Gesundheitsverhalten und selbsteingeschätzte Gesundheit (Befragungen in 19 Ländern). Der sozioökonomische Status (SES) wurde über den Bildungsabschluss und die Berufszugehörigkeit erfasst.

Es zeigte sich, dass in fast allen Ländern die Sterblichkeit und die selbsteingeschätzte Gesundheit in den Gruppen mit niedrigem SES deutlich ungünstiger sind im Vergleich zu den besser gestellten Gruppen.

Im Ländervergleich ist die Ausprägung der Ungleichheiten jedoch unterschiedlich. Um mehr als den Faktor 4 ist die Mortalität in der Bevölkerungsgruppe mit dem niedrigsten SES in Ungarn, Tschechien, Polen und Litauen erhöht im Vergleich zu der Gruppe mit dem höchsten SES. In England und Schweden ist der Unterschied der Sterblichkeit weniger als zweifach, der kleinste Unterschied besteht im Baskenland. Die starken Unterschiede sind auf Todesursachen zurückzuführen, die mit Tabak und Alkohol in Verbindung stehen.

Für ganz Europa gilt, dass ein geringeres Maß an Bildung mit schlechterer Gesundheit einhergeht.

Auf tabakssoziierte Krankheiten sind 21% der Ungleichheiten in der Gesamtortalität bei Männern und 6% bei Frauen in Europa zurückzuführen, alkoholassoziierte Krankheiten bewirken 11% der Unterschiede bei den Männern und 6% bei den Frauen.

Die selbst eingeschätzte Gesundheit ist in ganz Europa bei weniger Gebildeten schlechter, die Variabilität aber geringer und die Verteilungsmuster anders als bei der Mortalität.

In ganz Europa geht schlechtere Bildung mit vermehrtem Rauchen und stärkerem Übergewicht einher - ersteres stärker ausgeprägt bei Männern, letzteres bei Frauen.

Bildungsassoziierte Raucherraten unterscheiden sich stark in Nord-, West- und Zentraleuropa, weniger stark in Südeuropa - hier ist bei Frauen sogar eine Umkehr der Beziehung zu beobachten - der Anteil von Rauchenden ist höher bei gebildeten Frauen.

Bemerkenswert ist diese Studie für die aktuelle Beschreibung des unterschiedlichen Ausmaßes der sozialen Ungleichheiten der Gesundheit in europäischen Ländern. Anzumerken ist jedoch, dass sie wenig Neues zur Erklärung dieses Phänomens beisteuert.

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Fortschreibung der Untersuchung der sozioökonomischen Ungleichheiten von Morbidität und Mortalität in 11 westeuropäischen Ländern aus dem Jahr 1997.

Über die ausführlichere englischsprachige Arbeit "Health Inequalities: Europe in Profile" zu den sozio-ökonomischen Ungleichheiten im Gesundheitsbereich in 25 EU-Mitgliedsländern hatten wir berichtet.

New England Journal of Medicine, 5. Juni 2008 Socioeconomic Inequalities in Health in 22 European Countries kostenloser Volltext

LANCET 7. Juni 1997 Socioeconomic inequalities in morbidity and mortality in western Europe kostenloser Volltext

Health Inequalities: Europe in Profile

David Klemperer, 24.6.2008