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"Gesundheit in Deutschland aktuell 2009" - Ein Gesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts

Artikel 1895 In der Studie "Gesundheit in Deutschland aktuell 2009" beantworteten 21.262 Menschen im Alter ab 18 Jahren zwischen Juli 2008 und Juni 2009 telefonisch etwa 200 Fragen zur Gesundheit und zur Lebenssituation. Die Ergebnisse des vom Robert-Koch-Institut (RKI) durchgeführten Gesundheitssurveys sind repräsentativ für die erwachsene, deutschsprachige Wohnbevölkerung. Für ausgewählte Gesundheitsindikatoren, die auch im Jahr 2003 erhoben wurden, lassen sich zeitliche Vergleiche ziehen.

Auf 33 so genannten "Faktenblättern" liefert der Survey z.B. Angaben zur subjektiven Gesundheit, Prävalenz chronischen Krankseins, 12-Monats-Prävalenz von Depression, Übergewicht und Adipositas, der körperlichen Aktivität, den Obstverzehr, die soziale Unterstützung, das Rauchen, gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen, die Inanspruchnahme der Grippeschutzimpfung in der Wintersaison 2007/2008, die Arztbesuche in den letzten 12 Monaten, oder die Anzahl der Krankenhausaufenthalte in den letzten 12 Monaten.

Folgende gesundheitswissenschaftlich wie -politisch interessanten Ergebnisse sind u.v.a. zu finden:

• Eine große Mehrheit der Bevölkerung erfreut sich guter Gesundheit. 68 Prozent der Frauen und 73 Prozent der Männer bewerten ihre Gesundheit als sehr gut oder gut. Bei den über 65-Jährigen geht es noch 46 Prozent der Frauen und 52 Prozent der Männer sehr gut oder gut. Im Vergleich zu 2003 ist der allgemeine Gesundheitszustand im Wesentlichen gleich geblieben; einen Gewinn an Gesundheit kann die Gruppe der über 65-jährigen Frauen verbuchen.
• Gut ein Zehntel der Befragten ist gesundheitlich erheblich eingeschränkt. Der Anteil der erheblich Eingeschränkten variiert nach dem Bildungsstatus. Frauen und Männer mit niedrigen Bildungsabschlüssen geben deutlich häufiger gesundheitliche Beeinträchtigungen an als diejenigen mit hohen Bildungsabschlüssen. Ab dem Alter von 65 Jahren ist ein Viertel der Frauen und ein Fünftel der Männer erheblich gesundheitlich eingeschränkt.
• Der Anteil der Sporttreibenden steigt. Fast zwei Drittel der Frauen und Männer treiben Sport. Mehr als vier Stunden sportliche Aktivität berichten ein Fünftel der Frauen und ein gutes Viertel der Männer. Der Anteil dieser stark sportlich Aktiven hat bei Frauen und Männern seit 2003 um vier Prozentpunkte zugenommen. Ab dem Alter von 45 Jahren treiben mehr Frau¬en als Männer Sport. Die Empfehlung, mindestens an fünf Tagen der Woche für jeweils mindestens 30 Minuten körperlich aktiv zu sein, erfüllen 20 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer.
• Bei den über 65-Jährigen sind noch knapp die Hälfte der Frauen und etwas mehr als die Hälfte der Männer bei guter oder sehr guter Gesundheit, etwa die Hälfte der Befragten treibt Sport. Bezüglich einiger chronischer Krankheiten und gesundheitlicher Risikofaktoren (Diabetes, Asthma, Bluthochdruck, Adipositas) ist aber beim Vergleich zu den Daten von 2003 ein Anstieg der Häufigkeit bei den über 65-Jährigen zu beobachten. In wieweit dieser Anstieg durch die Alterung der Bevölkerung oder aber durch eine erhöhte Wachsamkeit und bessere Früherkennung bedingt ist, muss durch weitere Analysen geklärt werden.

Der 139 Seiten starke Beitrag zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes "Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie 'Gesundheit in Deutschland aktuell 2009' des Robert-Koch-Instituts gibt es als Vorabdruck aus dem September 2010 komplett kostenlos.

Bernard Braun, 16.1.11