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Viel hilft viel - auch bei rezeptfreien Arzneimitteln nicht zu empfehlen, wie viel nicht schadet, kann aber reichlich unklar sein. (11.6.16)
Neue Krebsmedikamente 5: Niedrige Zulassungshürden behindern Fortschritte in der Forschung (17.11.15)
Neue Krebsmedikamente 4: Wunder, Revolutionen und Durchbrüche - Superlative in der amerikanischen Presse häufig (14.11.15)
4 Jahre nach Beendigung Ergebnisse von 30% der klinischen Studien in USA nicht veröffentlicht - industriefinanzierte allen voran (21.7.14)
"Nur lesen. Fotografieren und Kopieren verboten" oder wie sich die "European Medicines Agency (EMA)" Transparenz vorstellt (27.5.14)
Finger weg von Makrolidantibiotika bei Herzkranken (4.8.13)
"Within the coming days" oder wie aus Tagen Jahre werden können: Die "Tamiflu Campaign" 2003/2009 bis 2013 - und (k)ein Ende!? (7.4.13)
Brustkrebs: Studienergebnisse häufig verfälscht und verzerrt (15.1.13)
Schlechte Information der und Kommunikation mit Eltern zum Risiko unerwünschter Wirkungen von Arzneimitteln ihrer Kinder (15.10.12)
Fortbildungssponsoring durch die Industrie: Ärzte erkennen das Problem aber nicht die Lösung (10.7.11)
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"Wes Brot ich ess', des Nutzen ich preis'": Arzneimittelanzeigen in Fortbildungsmedien für Ärzte fördern Mittel-Empfehlungen (1.3.11)
Von Pharmawerbung beeinflusste Ärzte verschreiben häufiger, qualitativ schlechter und teurer (15.11.10)
Auf niedrigem Niveau weiter fallend: Die öffentliche Reputation der Pharmaindustrie in den USA im Jahr 2009. (8.11.10)
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Ärzte und Pharmavertreter - eine verhängnisvolle Affäre (4.6.10)
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Lehrstück "Rosiglitazone und Herzinfarktrisiko" zum Zweiten - Assoziation von finanziellen Interessenskonflikten und Bewertung. (20.4.10)
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"An aspirin per day keeps ..." oder Lehrstück über den fragwürdigen Beitrag von Bayer Healthcare zur Gefäß-Primärprävention! (6.2.10)
Arzneimittel-Information: Deutsche haben ähnliche Vorbehalte gegenüber der Pharma-Industrie wie US-Bürger (4.8.09)
Vorsicht vor Hinweisen auf "Studien"! Häufige Diskrepanz zwischen Werbeaussagen und "Studien"-Ergebnissen in Arzneimittelanzeigen (30.6.09)
Arzneimittelhersteller behindert die bestmögliche Behandlung von Patienten mit Depression (12.6.09)
Marketing für Medikamente wirkt - selbst in subtiler Dosis (14.5.09)
Bessere Medikamenteninformationen für Laien - die Drug Facts Box (24.4.09)
Desinformation mit gesundheitlichem Risiko durch "sponsored links" der Pharmaindustrie in Suchergebnissen zur Krankheitsbehandlung (6.4.09)
US-Studie bei Darmkrebs-Patienten zeigt: Der "informierte" Patient verlangt besonders teure Medikamente (24.2.09)
EU-Parlament muss über Werbung für rezeptpflichtige Arzneimittel entscheiden (19.2.09)
Patienteninformation im Pharmainteresse: Das EU-Vorhaben zur Werbung für rezeptflichtigte Arzneimittel (6.5.2008)
Pro und Kontra Direktwerbung für verschreibungspflichtige Medikamente: die Industrie beherrscht die Berichterstattung in den amerikanischen Nachrichtenmedien (10.3.2008)
"Trau nicht allein den Journals !" - Wie selbst wüste Vorurteile gegenüber der Arzneimittel-Information noch übertroffen werden (24.1.2008)
Arzneimittelinformationen für Patienten: Massive Kritik an der standardisierten Einheits-Information des Beipackzettels (7.8.2007)
US-Gesundheitswissenschaftler: "Antidepressiva für die gesamte Bevölkerung zur Prävention" (11.7.2007)
Studie zeigt gravierende Mängel bei Arzneimittel-Information für Patienten auf (4.3.2007)
Medicare: Große Kommunikationslücken über Arzneimittel zwischen älteren Patienten und Ärzten (14.2.2007)
GKV-Gemeinschaftsleistung: Transparenz durch die "GKV-Arzneimittel Schnellinformation (GAmSi)" (29.1.2007)
Desinformation über Arzneimittel: eher Regel als Ausnahme (13.12.2006)
Medikamenten-Beipackzettel: Viele US-Amerikaner haben Verständnisprobleme (10.12.2006)
"Black box"-Warnhinweise auf Arzneimittelrisiken werden von amerikanischen Ärzten oft ignoriert (22.11.2005)
Arzneimittel-Informationen für Ärzte: Veraltet, unvollständig oder ungenau (20.11.2005)
Medikamenten-Beipackzettel: Zu lang, unverständlich, angsteinflößend (5.11.2005)

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Patienteninformation im Pharmainteresse: Das EU-Vorhaben zur Werbung für rezeptflichtigte Arzneimittel

Artikel 1225 Wiederholt hat die EU-Kommission versucht, das lästige Wettbewerbshindernis des Laienwerbeverbots für rezeptpflichtige Arzneimittel aus den Angeln zu heben. Bisher ist die allgemein zugängliche Bewerbung von allen Medikamenten, die ausschließlich mit ärztlicher Verschreibung erhältlich sind, nur in den USA und in Neuseeland zulässig. In den Ländern der Europäischen Union ist Laienwerbung bisher untersagt, doch nun zeigt die Kommission erneut Initiative zur Überwindung des Werbeverbots. Die EU will der Pharmaindustrie erlauben, den BürgerInnen "Informationen" zu Gesundheit, Krankheit und rezeptpflichtigen Arzneimitteln anzubieten. Dafür machen sich Pharmahersteller seit Jahren stark.

Der vorgelegte Gesetzesvorschlag LEGAL PROPOSAL ON INFORMATION TO PATIENTS der EU-Komission gibt zwar vor, das Werbeverbot grundsätzlich nicht aufheben zu wollen, strebt aber eine Reihe von Erleichterungen für Pharmahersteller an, über ihre Produkte - einschließlich der rezeptpflichtigen Mittel - zu "informieren". Damit wollen sich viele EU-BürgerInnen und Organisationen allerdings nicht abfinden. Ein breites Bündnis von Patienten- und Ärzteorganisationen fordert einen Stopp für die EU-Vorschläge. Stattdessen soll der Zugang zu industrie- unabhängiger Information nachhaltig verbessert werden. Gemeinsam mit der Ärzteorganisation IPPNW Deutschland, der BundesArbeitsGemeinschaft der PatientInnenstellen- und initiativen (BAGP) sowie der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat die BUKO Pharma-Kampagne eine Stellungnahme zur heiklen Frage der Arzneimittelwerbung vorgelegt. Die zentrale Forderung lautet: Beibehaltung des Verbots von Verbraucherinformationen zu rezeptpflichtigen Arzneimitteln durch die Hersteller. Zudem müsse die Kommission ebenso wie die Mitgliedsstaaten stärker jeden Verstoß gegen geltendes EU- bzw. nationales Recht kontrollieren und ahnden. Denn schon jetzt nutzt die Pharmaindustrie viele Kommunikationskanäle um einseitige "Informationen" zu Gesundheit, Krankheiten und Arzneimittel zu streuen. Gleichzeitig müsse sichergestellt sein, dass unabhängige Einrichtungen ohne unmittelbare ökonomische Interessen an der Produktvermarktung vergleichende Information über Arzneimittel durch zur Verfügung stellen können.

In diesem Sinne haben sich mittlerweile viele Organisationen in verschiedenen Mitgliedsstaaten kritisch mit der neuerlichen Initiative der EU-Kommission geäußert und ihre Bedenken vorgebracht. Die BUKO Pharma-Kampagne hat auf ihrer Webseite eine Sammlung von Links zu kritischen Einwänden und Gegenargumenten so renommierter Organisationen wie der British Medical Association (BMA) und der Association Internationale de la Mutualité (AIM) zusammengetragen.

Hier finden Sie den EU "Gesetzesvorschlag zur Patienteninformation"

Jens Holst, 6.5.2008