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Vertrauen und Hoffen auf die dauerhafte Wirkung von Subventionen und Selbstverpflichtung ist gut, permanente Kontrolle aber besser (13.6.17)
Weite Teile der Pharmaindustrie in der wunderbaren Gewinnwelt von Ferrari und Porsche - und manche noch weit darüber (25.7.16)
Keine "schwarze Schafe" sondern Schattenseite der gewinnorientierten Gesundheitswirtschaft?! Die "Fälle" Olympus und Valeant (30.3.16)
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Beschäftigte im Gesundheitswesen 2005: Zwischen "Jobmotor" und "Personalmangel"

Artikel 0493 "Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren zum 31. Dezember 2005 knapp 4,3 Millionen Menschen in Deutschland und damit etwa jeder neunte Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Während die Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft zwischen 2004 und 2005 nahezu stagnierte, ist sie im Gesundheitswesen um 27 000 Beschäftigte oder 0,6% gestiegen."
Wer sich nach diesem rundum positiven Einstiegsabsatz einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 18.1. 2007 zufrieden zurücklehnt und Meldungen über Personalmangel im Gesundheitswesen in das Reich des "üblichen Gejammers" verweist, verpasst die ganze Wahrheit um 10 Zeilen oder findet sie in seiner Tageszeitung gar nicht.

Denn ebenso wie die absolute Anzahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen in dem zitierten Umfang gestiegen ist, setzte sich ein anderer Trend, nämlich die Abnahme der so genannten vollzeitäquivalenten Stellen fort.

In den Worten des Statistischen Bundesamtes sah dies so aus: "Nicht alle der 4,3 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen besaßen eine Vollzeitstelle: Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten im Gesundheitswesen, die so genannten Vollzeitäquivalente, lag bei 3,3 Millionen. Sie ging zwischen 2004 und 2005 wie schon im Vorjahreszeitraum weiter zurück (- 26 000 beziehungsweise - 0,8%). Grund hierfür war der Rückgang der Vollzeitbeschäftigung um 2,2%. Dies konnte auch durch den Anstieg der Teilzeit- beziehungsweise geringfügig Beschäftigten um 4,2% beziehungsweise 9,4% nicht ausgeglichen werden."

Die Beschäftigungssituation im Gesundheitswesen ist also weder mit dem Schlagwort "Jobmaschine" noch mit dem des "Personalmangels" allein angemessen zu beschreiben und zu bewerten, sondern erfordert differenziertere und ergebnisoffene Analysen z. B. über die Auswirkungen der Zunahme von Teilzeittätigkeit auf die Versorgungsqualität und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Wer über die quantitative Entwicklung noch Genaueres wissen will und zwar seit 1997 und nach Geschlecht sowie Berufen und Teilbereichen des Gesundheitswesens differenziert, kann dies interaktiv mit so genannten Ad hoc-Tabelellen des Statistischen Bundesamt machen.

Bernard Braun, 18.1.2007