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"ChartCart" zu bekannten und unbekannten Seiten des Gesundheitssystems der USA am Beispiel der Nicht- oder Unterversicherung

Artikel 1565 Einen aktuellen und grafisch gut aufbereiteten Überblick über alle Varianten des im Krankenversicherungs- und Gesundheitssystem der USA fehlenden, mangelhaften oder mit materiell unerwünschten Wirkungen verbundenen Zugangs zu diesem System für über 100 Millionen von US-Amerikanern gibt es in einem der vielen speziellen Informationstools des liberalen Commonwealth Fund.

Zu den zum Teil zwar schon bekannten, aber hier in gebündelter und visueller Form dargestellten unerwünschten Verhältnissen gehören u.a.:

• Von den 177 Millionen US-BürgerInnen, die es 2007 im Alter von 19 bis 64 Jahren gab, waren 58% weder nicht- noch unterversichert. Die restlichen 42% waren dies in irgendeiner Weise.
• Nach den Erkenntnissen des Commonwealth Fund Biennial Health Insurance Survey (2007) waren wiederum von den 177 Millionen BürgerInnen gerade einmal 35% das gesamte Jahr krankenversichert, nicht unterversichert, ohne Probleme bei der Bezahlung von Behandlungsrechnungen und ohne Zugangsproblemen aus Kostengründen zu notwendigen Gesundheitsleistungen.
• 2007 hatten 62% (2003 erst 41%) der BürgerInnen mit niedrigem Einkommen kostenbedingte Zugangsprobleme zu gesundheitlichen Versorgungsleistungen. Selbst von den Personen mit hohem Einkommen hatten aber 2007 immerhin 29% vergleichbare Probleme; ein Anteil der 2003 bei 14% lag.
• 33% der 177 Millionen erwachsenen US-Bürgerinnen im Alter von 19-64 Jahren zahlten 2007 mehr als 10% ihres Einkommens für Zuzahlungen und Versicherungsbeiträge. Bei den Menschen mit niedrigem Einkommen lag dieser Anteil bei 53% wohingegen nur 17% der Menschen mit hohem Einkommen so viel ihres Einkommens für derartige Zwecke verausgaben musste.
• 29% der ganzjährig versicherten BürgerInnen hatten wegen Problemen mit der Bezahlung von Arztrechnungen etc. auch Probleme sich ausreichend mit Nahrungsmitteln, Wärme und anderen Mittel zur Befriedigung von Grundbedürfnissen zu versorgen. Unter den nicht- oder unterversicherten Personen schwankt dieser Anteil um die 40%-Marke.
• Diese Konstellationen haben auch direkte Auswirkungen auf das Niveau der gesundheitlichen Versorgung: Während insgesamt 63% der 2007 befragten Personen im vorherigen Jahr ihren Zahnzustand untersuchen ließen, machten dies bei den Nichtversicherten nur noch 33%.

Diese und viele weitere Daten haben die Commonwealth-AutorInnen in einer 28 Charts umfassenden Powerpoint-Präsentation zusammengestellt, von der jedes Chart für eigene Präsentationszwecke heruntergeladen werden kann und in einer eigenen Chartsammlung mit Quellenangabe verwendet werden darf.

Diese und zahlreiche weiteren Datenaufbereitungen oder Präsentationen stammen aus der speziellen Sparte "ChartCart" der Stiftung. Dort gibt es vergleichbare Materialien u.a. zu Themen wie Administrative Costs, Cost-Effectiveness/Technology Assessment, Variation in Quality and Cost, Child Development, Care Coordination (97 Charts), Patient-Centeredness/Timeliness (141 Charts), Functioning & Disability, Information Technology und Quality & Efficiency (195 charts).

Zu der Informations-Foliensammlung "Losing Ground: How the Loss of Adequate Health Insurance Is Burdening Working Families Charts" erhält man ebenso kostenlosen und komfortablen Zugang wie zur Startseite mit Inhaltsangabe der Sparte "ChartCart" und den dann interessant wirkenden anderen Chartsammlungen.

Bernard Braun, 24.5.09