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Women are sicker, but men die quicker - der "Gender Datenreport" (9.2.2007)
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Women are sicker, but men die quicker - der "Gender Datenreport"

Artikel 0559 Auf diesen etwas saloppen Nenner bringt der vom "Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend" 2005 herausgegebene Gender Datenreport seine Informationen zu Gesundheitsstatus und Gesundheitsrisiken von Frauen und Männern.
Das 54 Seiten umfassende Gesundheitskapitel ist dabei nur eines von 10 Kapiteln. Die anderen Kapitel befassen sich mit Bildung, Erwerbstätigkeit, Erwerbseinkommen, Familien- und Lebensformen, Sozialer Sicherung, Behinderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Gewalthandlungen - immer aus der geschlechtervergleichenden Perspektive.

Im Gesundheitsteil arbeiten die beiden Autorinnen, Monika Stürzer, Waltraud Cornelißen, eine Reihe von Gesundheitstrends heraus, die sie auch empirisch belegen. Dazu zählen folgende, mehr oder weniger bekannten Sachverhalte, die in 5 Kapiteln (Lebenserwartung, Gesundheit und Krankheit, Verhaltensweisen, Arbeit und Gesundheit und Gesundheit der MigrantInnen) kompakt zusammengestellt worden sind:

• Frauen werden älter als Männer. Die Lebenserwartung von neugeborenen Mädchen beträgt in Deutschland heute 81 Jahre, die von neugeborenen Jungen 75 Jahre.
• Gesundheit und Krankheit hängen nicht nur von objektiven Faktoren, sondern auch von subjektiver Wahrnehmung und Bewertung ab.
• Frauen geben im Durchschnitt etwas häufiger als Männer an, in den vergangenen vier Wochen krank gewesen zu sein. Männer erleiden durchschnittlich häufiger folgenschwere Unfälle als Frauen. Für Männer ist die Jugend, für Frauen das Alter eine besonders unfallträchtige Lebensphase.
• Männer bewerten ihren Gesundheitszustand im Durchschnitt besser und sind mit ihrer Gesundheit zufriedener als Frauen. Am zufriedensten mit ihrer Gesundheit sind junge Männer mit (Fach-)Hochschulabschluss, die voll erwerbstätig sind, über ein hohes Einkommen verfügen und in den westlichen Bundesländern leben.
• Frauen stellen circa 55 Prozent der Krankenhauspatientinnen und -patienten, Männer verbringen aber durchschnittlich mehr Tage im Krankenhaus, wenn sie erkranken.
• 58 Prozent der deutschen Männer und 41 Prozent der deutschen Frauen ab dem Alter von 18 Jahren sind übergewichtig oder stark übergewichtig. Im Alter von 18 bis 19 Jahren sind 13 Prozent der jungen Frauen und 6 Prozent der jungen Männer untergewichtig.
• Männer rauchen mehr und sie konsumieren mehr Alkohol und illegale Drogen als Frauen; Frauen sind häufiger von Medikamenten abhängig.
• Männer erleiden mehr schwere und tödliche Arbeitsunfälle als Frauen. Sie begehen auch deutlich häufiger als Frauen Selbstmord.
• Zum Gesundheitszustand von Migrantinnen und Migranten gibt es nur wenige aufschlussreiche Daten. Sie gehören durchschnittlich jüngeren Altersgruppen an als die Deutschen. Ausländische Männer mittleren Alters rauchen häufiger als deutsche. Alkoholabstinenz ist unter ausländischen jungen Frauen und Männern deutlich verbreiteter als unter deutschen.

Sie finden den Zugang zur PDF-Version des Gesundheitskapitels und zu allen anderen Kapiteln hier.

Bernard Braun, 9.2.2007