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Wo läßt es sich in der EU am besten aktiv Altern? Ergebnisse des "Active Ageing Index" 2012

Artikel 2277 In dem Maße wie Alterung nicht mehr als etwas überwiegend Biologisch-Naturhaftes oder als Leistung von "active-ageing"-Pillen verstanden wird, sondern als sozial mitbedingt, wächst die Bedeutung der Bedingungen und Faktoren, die ein aktives und gesundes Altern ermöglichen oder fördern.
Was hier in Frage kommt und wie die 27 EU-Mitglieder dabei abschneiden, versucht der mit Förderung der EU-Kommission entwickelte und 2012 zum ersten Mal veröffentlichte "Active Ageing Index (AAI)" abzubilden.

Der AAI besteht aus 22 individuellen alterungsrelevanten Indikatoren, die zu den Schwerpunkten Beschäftigung, soziale Partizipation, selbstbestimmtes, gesundes und sicheres Leben und Kapazitäten und eine Umgebung, die aktives Altern ermöglichen zusammengefasst sind.

Die Ergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede zwischen den 27 Ländern und lauten u.a. so:

• Insgesamt betrachtet sind die Bedingungen für aktives Altern in Schweden und Dänemark am besten und in der Slowakei und Polen am schlechtesten. Deutschland liegt hier auf Platz 9.
• Bei den Beschäftigungsraten liegen Schweden und Zypern auf Platz 1 und 2 und Malta und Ungarn auf den Plätzen 26 und 27. Deutschland liegt hier auf Platz 10.
• Bei der sozialen Partizipation nehmen Irland und Italien die beiden besten Plätze ein, Bulgarien und Polen die beiden schlechtesten Plätze. Deutschland ritscht hier auf Platz 19.
• Bei der Bedingung selbstbestimmten Lebens liegen Dänemark und Schweden wieder auf den beiden Spitzenplätzen, Bulgarien und Lettland auf den beiden letzten Plätzen. Deutschland erreicht hier mit dem 5. Platz seine beste Positionierung beim aktiven Altern.
• Die Bedingungen für aktives Altern sehen in Schweden und Dänemark am besten, und in Lettland und Rumänien am schlechtesten aus. Deutschland belegt hier Platz 11.

Ausführlichere Erklärungen des AAI und weitere detaillierte Daten findet sich auf der Projekt-Website Active Ageing Index Home.

Noch gründlicher informiert über den AAI und seine Resultate der 2013 erschienene 76-seitige Projekt-Report Active Ageing Index 2012: Concept, Methodology and Final Results ', Methodology Report von Zaidi, A., K. Gasior, M.M. Hofmarcher, O. Lelkes, B. Marin, R. Rodrigues, A. Schmidt, P. Vanhuysse und E. Zolyomi, der komplett kostenlos erhältlich ist.

Bernard Braun, 23.9.13