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Rückenschmerzen sind weiter im Vormarsch

Artikel 0261 Die Zahl der von Rückenschmerz geplagten Bundesbürger hat in den letzten acht Jahren um 30 Prozent zugenommen: Heute geben fast 70 Prozent der Bundesbürger an, dass sie Rückenbeschwerden haben, wenn auch die meisten nur gelegentlich. Noch vor acht Jahren betraf dies lediglich jeden Zweiten (53 Prozent). Allerdings hat sich auch die Zahl der Menschen mit ständigen Schmerzen mehr als verdoppelt: Sagten 1998 nur sechs Prozent der Befragten, ihnen schmerze der Rücken täglich, sind es 2006 bereits 15 Prozent. Dies ergab die aktuelle Repräsentativbefragung des BKK Bundesverbandes bei über 6.000 Personen ab 14 Jahren.

Einige zentrale Befunde:
• In den letzten Jahren gingen immer weniger Menschen wegen Rückenschmerzen zum Arzt. Ein Viertel meinte, dass die Schmerzen nicht schlimm genug gewesen seien. 13 Prozent glaubten, die Beschwerden verschwinden von allein und zwölf Prozent behandeln ihren Rücken lieber selbst.
• Laut Auskunft der Befragten sagen 2006 die meisten Ärzte (63 Prozent), dass die Beschwerden vor allem auf Verspannungen zurückzuführen seien.
• Befragt nach der ärztlichen Therapie gegen Rückenschmerzen werden 2006 am häufigsten Medikamente benannt und Schmerzmittel der Muskelentspanner häufiger angegeben als noch vor acht Jahren. Krankengymnastik verordnen die Ärzte aktuell jedem Zweiten und auch der Anteil chiropraktischer Maßnahmen hat enorm zugenommen.

Ausführliche Darstellung dieser und weiterer Ergebnisse finden sich in der PDF-Datei Bevölkerungsumfrage Rückenschmerzen

Gerd Marstedt, 29.10.2006