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"Vorsicht Nichtnutzer" - Von der immer noch begrenzten Reichweite von Gesundheitsinformationen im Internet

Artikel 0599 Immer mehr Institutionen und Experten im Gesundheitswesen bieten wichtige Informationen größtenteils und am aktivsten und sogar ausschließlich im Internet an. Dazu gehören etwa die pflichtgemäßen Basis-Qualitätsberichte aller deutschen Krankenhäuser, die dieses Jahr zum zweiten Mal praktisch ausschließlich als PDF-Dateien über ein zentrales Internetportal erhältlich sind. Auch die mittlerweile zahlreichen Navigatoren und Quintessenzen zu diesen Berichten stehen vorrangig im Internet zur Verfügung. Schriftliche Führer gibt es zwar, sie kosten aber meist etwas und bedürfen des Gangs in eine Buchhandlung.

Wie eine Pressemitteilung zu der neuesten Auswertung der Befragung privater Haushalte zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien des Statistischen Bundesamtes für das erste Quartal 2006 zeigt, nutzt aber insgesamt immer noch ein Drittel aller Bundesbürger über 10 Jahren das Internet gar nicht. Immerhin wuchs der Anteil der Internetnutzer seit 2002 mit 46 % über 61 % im Jahr 2005 auf mittlerweile 65 %.

Die gerade für Informationen zur Nutzung der Gesundheitsversorgung zentrale altersspezifische Nutzung offenbart spezifisch problematische Ungleichheiten: 2006 waren 92 % der 10- bis 24-Jährigen online. In der nächstalten Gruppe der bis zu 54 Jahren alten BürgerInnen nutzen 80 % das Internet regelmäßig. Völlig anders sah es aber bei den über 54 Jahre alten BürgerInnen aus: Der Anteil der Internetnutzer lag hier, d.h. bei der Gruppe mit der höchsten Nutzung des Gesundheitswesens und damit auch einem sehr großen Informationsbedarf, bei 30 %.

Gegen diese Unterschiede sind die zwischen Frauen und Männern verhältnismäßig gering: 60 % der Frauen und 71 % der Männer gehörten im 1. Quartal 2006 zu den Internetnutzern.

Wie in früheren Jahren dürften auch in Kürze noch differenzierte Ergebnisse in Broschürenform über die Website des Statistischen Bundesamtes erhältlich sein.

Wie eine europaweite Studie der EU über die "Internetnutzung durch Privatpersonen und Unternehmen" von Morag Ottens für das Jahr 2005 zeigt, existieren aber zusätzlich massive Unterschiede zwischen den Nutzungsmöglichkeiten und der Nutzung des Internets durch die städtische oder Ballungsraumbevölkerung und durch die ländliche Bevölkerung. Dies hängt zum Teil von der ungleichen Versorgung oder Ausstattung mit Breitbandtechnologie bzw. DSL ab, die aber auch in Städten ungleiche Chancen der Internetnutzung schafft. Wer einmal mit einem 28,8 oder 56k-Modem versucht hat, grafisch aufgemotzte Informationsangebote zu nutzen, weiß, welche reale Bedeutung solche technischen Bedingungen für die Nutzung oder Nichtnutzung des Internets haben.

Bernard Braun, 28.2.2007