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Auch theoretisch abgesicherte und aufwändige Sexual-/Gesundheitserziehung nicht zwangsläufig wirksam

Artikel 0329 Die unerwartet geringe Wirksamkeit des von verschiedenen Experten aufwändig über 3 Jahre entwickelten und auch aufwändig für Lehrer und Schüler (5 Tage Training für die Lehrer und 20 Stunden für SchülerInnen im 13. und 14. Lebensjahr) aufgebauten Sexualerziehungsprogramms SHARE (sexual health and relationships) gegenüber einem normalen Aufklärungsunterricht (schriftliche Information und Diskussion und zum Teil Übungen zum Umgang mit Kondomen) weist ein gerade veröffentlichter Aufsatz im "British Medical Journal (BMJ)" nach. SHARE kombinierte aktives Lernen in kleinen Gruppen, schriftliches Informationsmaterial über sexuelle Gesundheit und die praktische Entwicklung von Fähigkeiten mit sexuellen Belästigungen umzugehen oder mit Kondomen umgehen zu lernen in interaktiven Szenen und Rollenspielen. Es besaß alle 10 Charakteristika, die in anderen Studien als notwendig für wirksame Programme identifiziert wurden.

Trotzdem zeigte die mit Unterstützung des NHS in Schottland durchgeführte randomosierte kontrollierte Studie (Henderson et al.: Impact of a theoretically based sex education programme (SHARE) delivered by teachers on NHS registered conceptions and terminations: final results of cluster randomised trial; BMJ Online first vom 21. November 2006), die einen Zeitraum von rund 4,5 Jahre nach der Nutzung beider Programme untersuchte, dass die unerwünschten Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche in der SHARE-Gruppe nicht weniger auftraten.
Diese Informationen bezog die Studie aus den personenbezogenen Datenregistern des NHS und nicht aus Berichten der StudienteilnehmerInnen. Die Wissenschaftler schließen einen Einfluss der Qualität des Unterrichts aus. Zwei andere Faktoren halten sie allerdings für die Entwicklung wirksamerer Sexualerziehungsprogramme für sehr wichtig: die Berücksichtigung sozialer Ungleichheit und eine Einbeziehung der Eltern.

Die Ergebnisse dieser Studie haben auch deshalb eine allgemeinere Bedeutung für Gesundheitserziehungsprogramme, weil die Entwickler und Anwender von SHARE vollkommen von der besseren Wirksamkeit ihres Programms überzeugt waren und auch durch einfache Interventionsstudien darin bestätigt wurden. Erst eine rigorose Untersuchung und Bewertung mit einem RCT-Design führte zu den realistischeren Bewertungen.

Über die Wirksamkeit vieler Interventions-, Informations- und Erziehungsmethoden und -instrumente gibt generell die spezielle an der University of York angesiedelte Datenbank Database of Abstracts of Reviews of Effects (DARE) hervorragende Auskünfte.

Hier finden Sie die PDF-Datei des BMJ-Aufsatzes.

Bernard Braun, 22.11.2006