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Partner und "Panz" statt Pillen - Soziale Beziehungen und mentale Gesundheit

Artikel 0408 Auch wenn es viele Ärzte und Pharmahersteller immer noch anders sehen: Viele Erkrankungen haben ihre Ursachen in unzulänglichen sozialen Verhältnissen, genauso wie gut funktionierende soziale Verhältnisse einen großen und teilweise sogar entscheidenden Einfluss auf die Gesundung von Menschen haben.
Diese Kernsätze der Sozialepidemiologie und -medizin wurden gerade für eine Erkrankung empirisch unterstrichen, die oft für eines der größten gesundheitlichen Risiken älterer Menschen gehalten wird: der Depression.

Zuerst einmal bestätigen die europaweit mit der so genannten EURO-D-Skala erhobenen Daten des "Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE)", einer Befragung von nicht erwerbstätigen Personen im Alter von 60 Jahren und älter, dass u.a.

• 45 % der Personen, im Monat vor der Befragung traurig oder niedergeschlagen gewesen,
• 37 % kraftlos waren, 36 % an Schlafstörungen litten oder
• 7 % Schuldgefühle hatten.
• Im Durchschnitt nannten die Befragten 2,9 dieser und weiterer Symptome, die Indizien für Depression sind.
• 33 % der Befragten gaben 3 und mehr Symptome an und sind damit nach einer psychiatrischen Defintion depressiv.

Nach derselben Studie, deren Ergebnisse im Heft 4/2006 des unbedingt zum kostenlosen Bezug empfehlenswerten Informationsdiensts "Demografische Forschung. Aus erster Hand" des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock veröffentlicht wurden, beeinflussen zwei soziale Bedingungen entscheidend die mentale Gesundheit älterer Menschen:

Partnerschaften: Allein lebende Personen sind signifikant häufiger von Depressionen betroffen als verheiratete oder in Partnerschaft lebende Personen. Geschiedene sind stärker betroffen als Verwitwete.
Kinder: kinderlose ältere Personen haben mehr Depressionssymptome als Eltern. Ältere mit wenig Kontakt zu ihren Kindern (seltener als einmal die Woche) sind eher depressiv als der Durchschnitt.
• In einer Gesamtbilanz beider sozialer Beziehungskonstellationen hat eine Partnerschaft eine stärkere protektive Wirkung auf die mentale Gesundheit als Elternschaft.

P.S. Für Nicht-Kölner: "Panz" sind im Kölner Dialekt Kinder.

Hier können Sie die Zusammenfassung der am Wiener Institut für Demographie durchgeführtenForschungsarbeiten (Heft 4/2006: 4): "Regelmäßiger Kontakt zur Familie senkt Depressionsrisik" samt Literaturhinweisen herunterladen.

Bernard Braun, 18.12.2006