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Internationale Vergleiche, mehrere Länder


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Was macht das Profil von 14 europäischen, nordamerikanischen und ozeanischen Gesundheitssystemen aus?

Artikel 2036 Wer sich kompakt und anhand identischer Indikatoren über die Gesundheitsversorgungssysteme in Australien, Kanada, Dänemark, England, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Schweden, Schweiz und USA informieren will oder muss, kann dies auf den 122 Seiten einer gerade vom renommierten und mit internationalen Vergleichen vertrauten us-amerikanischen Commonwealth Fund veröffentlichten Studie tun. Zusammen mit den aktuell vorgestellten Erfahrungen und Bewertungen einiger dieser Gesundheitsysteme aus BürgerInnen- oder Versichertensicht kann man sich zusätzlich zu anderen Möglichkeiten (z.B. die Materialien des "European Observatory on Health Systems and Policies" der WHO) mit relativ geringem Aufwand ein facettenreiches Bild von internationalen Gesundheitssystemen verschaffen.

Nach einer tabellarischen Übersicht zum Finanzierungssystem (z.B. Rolle der Regierung und privater Versicherungen oder Schutz vor Überforderung durch Zuzahlungen), zum Zugang zu den gesundheitlichen Leistungen, zur Organisation der Leistungserbringer (z.B. Honorierungsform, Existenz von Gatekeeping) und ihrer Bezahlung, ausgewählten System-Performanceindikatoren (z.B. vermeidbare Todesfälle, Versorgungskoordination, Kapazität für Qualitätsverbesserung in den Primärarztpraxen) und einer Auswahl von weiteren Systemindikatoren (z.B. verschiedene Indikatoren der Gesundheitsaufwendungen, Anzahl der Ärzte, Verbreitung von Medizintechnik am Beispiel MRI und ausgewählte Gesundheitsrisiken), wird für die 14 Länder ihr jeweiliges Profil dargestellt.

Die Profile setzen sich aus Darstellungen und Daten zu den folgenden Aspekten und Merkmalem zusammen:

• Wer ist mit welchen Leistungen gegen welche Krankheitsrisiken geschützt?
• Wie wird das Gesundheitssystem finanziert?
• Wie ist das Versorgungssystem organisiert?
• Was wird gemacht um die Behandlungsqualität zu sichern?
• Was wird gemacht, die Ungleichheiten im Gesundheitsbereich zu reduzieren?
• Was wird getan, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern und die Integration des Gesundheitssystems voranzubringen?
• Wie wird die Gesundheitsinformationstechnologie genutzt?
• Wie wird zu einer evidenzbasierte Praxis ermuntert oder ermutigt?
• Wie werden die Ausgaben kontrolliert?
• Welche Systeminnovationen und Reformen sind in letzter Zeit eingeführt worden?

Mit unterschiedlicher Intensität liefern die Länderprofile zu diesen Fragen systematische, rechtliche und empirische Materialien. Ergänzt werden die Profiltexte mit Literaturhinweise, die zum Teil auch Links auf öffentlich zugängliche Quellen enthalten.

Die im November 2011 erschienene 120 Seiten umfassende Studie "International Profiles of Health Care Systems, 2011. Australia, Canada, Denmark, England, France, Germany, Italy, Japan, the Netherlands, New Zealand, Norway, Sweden, Switzerland, and the United States von Sarah Thomson und Sarah Jane Reed von der "London School of Economics and Political Science" sowie Robin Osborn und David Squires vom "Commonwealth Fund" ist komplett kostenlos erhältlich.

Bernard Braun, 14.11.11