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USA - Reformen


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"Health reform illiteracy" oder wie langsam Gesundheitsreformgesetze ihre Klientel erreichen. Das Beispiel "ACA" der USA

Artikel 2244 Auch wenn die USA anders als z.B. die Bundesrepublik nicht zur Spitzengruppe der Gesundheitsreform-Weltmeister gehört, zeigen die im März 2013 veröffentlichten Ergebnisse einer Bevölkerungsumfrage, dass das seit Jahren und für die nächsten Jahren herausragende Reformgesetz "Patient Protection and Affordable Care Act" auch nach mindestens drei Jahren heftigster öffentlicher Debatte weder in der Gesamtbevölkerung noch bei den herausragenden Zielgruppen dieser Reform ausreichend bekannt ist.

Dies sieht im Einzelnen so aus:

• 57% aller Befragten sagen, sie hätten nicht genug Informationen über die Inhalte des Gesetzes und der erwartbaren Veränderungen.
• Von den bisher nicht krankenversicherten Personen unter 65 Jahren, also eine der Nutznießer dieser Reform, sagen dies 67%.
• Und von den armen Personen, die in Haushalten mit weniger als 40.000 US-$ leben, sagen dies sogar 68%.
• Bei ungebrochener parteipolitischer Polarisierung der Haltung zu diesem Gesetz, ist weiter der Teil der Bevölkerung, der das Gesetz nicht befürwortet, mit 40% höher als die 37% umfassende Gruppe seiner Befürworter und Unterstützer.
• So verwundert es nicht, dass auch die Bevölkerungsgruppe, die eher negative Auswirkungen des Gesetzes auf ihre Familien befürchtet, mit 29% acht Prozentpunkte größer ist als die Gruppe der Personen mit positiven Erwartungen für ihre Familie.
• Insgesamt fällt auf, dass die geringfügigsten Eingriffe des Gesetzes wesentlich besser bekannt sind als die gravierendsten.

Allen Akteuren, die wo und wann auch immer erwarten, dass insbesondere gravierende Inhalte gesundheitspolitischer Reformen zumindest bei ihren Nutznießern rasch ankommen und deren Verhalten beeinflussen würden, sollten sich am Beispiel der US-Gesundheitsreform eines Besseren belehren lassen.
Die Findings, Charts und Toplines des Tracking Polls der Kaiser Family Foundation erhält man komplett kostenlos.

Bernard Braun, 25.3.13