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USA - Soziale Ungleichheit


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"AIDS is a black disease" - Warum der 7.2. der "National Black HIV/AIDS Awareness and Information Day" ist?

Artikel 0547 Der zitierte Satz des Direktors des Gründers und Leiters des "Black AIDS Institute" in den USA ist leider kein Sprachspiel. Deshalb ist der 7. Februar in den USA der mittlerweile zum siebten Mal veranstaltete "National Black HIV/AIDS Awareness and Information Day (NBHAAD)", der dazu beitragen soll, sich der gegenwärtig extrem ungleichen Verteilung von HIV und AIDS zu Ungunsten der afro-amerikanischen Bevölkerung zu erinnern.

Auch wenn mittlerweile 60 % aller HIV/AIDS-Patienten im Afrika südlich der Saharazone leben und sterben, nimmt die Anzahl von infizierten und erkrankten Personen in Europa oder Nordamerika trotz langjähriger Präventionskampagnen und der weiten Verbreitung der teuren Behandlungen nicht ab, sondern insgesamt und speziell auch in Teilgruppen (wieder) zu. So schätzen die "Centers for Disease Control (CDC)" für die USA, dass dort mindestens 1,8 Millionen Menschen mit HIV/AIDS leben, davon aber rund 27 % ihren Zustand nicht kennen. Jedes Jahr kommen derzeit 40.000 Neuerkrankte hinzu.
Während es 2003 die nicht nur für die us-amerikanische Gesundheitspolitik charakteristische "Kriegserklärung" an die weltweite Epidemie gab - "five years and $15 billion initiative", so Präsident Bush - wuchs sich die Erkrankung in den USA zu einem komplexen Problem aus, bei dem Rasse, Macht, Geschlecht, Sexualität und Armut die wichtigsten Komponenten sind.

In den USA sind fast die Hälfte der HIV-infizierten Personen "African Americans" und mehr als die Hälfte der jährlich Neuinfizierten gehören ebenfalls dieser ethnischen Gruppe an und dies bei einem Bevölkerungsanteil der "African Americans" von 13 %!!!!

In der schwarzen Bevölkerung sind nochmals die Frauen die am stärksten betroffene Gruppe: Mehr als 60 % aller als neuinfiziert bekannten Frauen in den USA sind schwarze Frauen. Nahezu 70 % dieser Frauen stecken sich bei heterosexuellen Geschlechtsverkehr an. AIDS ist die führende Todesursache unter den 25-44-jährigen afro-amerikanischen Frauen und eine der 3 Topursachen in der gesamten schwarzen Bevölkerung. In vielen Fällen steht eine HIV/AIDS-Neuerkrankung und ihre Folgen am Beginn einer Entwicklung, an deren Ende Armut und Obdachlosigkeit für ganze Familien stehen.

Während diese Ursachen mittlerweile von vielen Non-Profit-Organisationen (u.a. in dem Electronic Policy Network "Moving Ideas", dem wir viele der referierten Informationen verdanken) wahr- und ernstgenommen werden und ihren Niederschlag im NBHAAD gefunden haben, regen sich auch einige nachdenkliche Gegenstimmen zu dieser gruppenspezifischen Präventionspolitik. Sie weisen darauf hin, dass die AIDS-Prävention in den USA und anderswo damit begann, die Erkrankung als "Schwulenkrankheit" zu charakterisieren und entsprechende Präventionsprogramme zu entwickeln. Damit wurde der heterosexuellen Bevölkerung ein falsches Sicherheitsgefühl vermittelt, was - wie jetzt bekannt ist - Folgen hat. Das AIDS-Risiko jetzt zu stark oder gar allein an die Rasse der Betroffenen zu koppeln, könnte wiederum dazu beitragen, es als ein Jedermann-Problem zu verkennen. Außerdem könnte es sogar rassistische Vorurteile befördern.

Zusätzliche Informationen über die HIV/AIDS-Situation der afro-amerikanischen Bevölkerung in den USA und den NBHAAD finden Sie auf der Website des "Black AIDS Institute".

Bernard Braun, 6.2.2007