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USA - Soziale Ungleichheit


2015 waren 28,6 Millionen US-BürgerInnen trotz sinkender Tendenz ohne Krankenversicherungsschutz - so wenig wie nie zuvor. (24.5.16)
USA: Deutliche Zunahme der Lebenserwartungslücke zwischen gering- und vielverdienenden Frauen und Männern (23.2.16)
Unterversorgung mit chirurgischen Behandlungen in armen und mittelarmen Ländern am größten = fast 17 Millionen vermeidbare Tote (29.4.15)
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USA: Ethnische Ungleichheiten in der Versorgungsplanung von Krebspatienten in den 6 letzten Monaten vor dem Tod. (12.11.08)
USA: Zur Benachteiligung von Schwarzen und Frauen kommt nun auch noch die Diskriminierung der Dicken (18.4.2008)
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27.000 US-Amerikaner starben 2006 allein wegen fehlenden Krankenversicherungsschutzes (14.1.2008)
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"AIDS is a black disease" - Warum der 7.2. der "National Black HIV/AIDS Awareness and Information Day" ist? (6.2.2007)
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27.000 US-Amerikaner starben 2006 allein wegen fehlenden Krankenversicherungsschutzes

Artikel 1099 Über die Konsequenzen des in den USA aktuell für rund 47 Millionen BürgerInnen komplett, teil- oder zeitweise fehlenden Krankenversicherungsschutzes für die Verschuldung und das Armutsrisiko privater Haushalte oder die dadurch erhöhten Erkrankungsrisiken haben wir bereits mehrfach berichtet. Dabei war auch immer schon klar, dass un- oder schlecht behandelte schwere Erkrankungen oder auch die aus finanziellen Gründen nicht erfolgende Behandlung leichterer Krankheiten ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko in sich bergen.

Im Jahre 2002 hatte das US-"Institute of Medicine (IOM)" für 2000 die Anzahl der Amerikaner, die wegen fehlender Krankenversicherung starben, auf 18.000 geschätzt. Nach der Schätzformel des IOM waren zwischen 2000 und 2006 137.000 Personen allein aus diesem Grund gestorben. Im Jahr 2006 waren bereits 22.000 Tote erreicht. Ein 35-seitiges PDF-Summary des 212-Seiten-Berichts "Care Without Coverage: Too Little, Too Late" ist kostenlos zu erhalten.

Eine Studie des Mitte der 1960er Jahre gegründeten sozialpolitischen Non-profit-Think tank "Urban Institute" schätzt nun mit einer modifizierten Berechnungsmethode und auf der Basis verschiedener Surveys und Volkszählungsdaten sogar noch eine höhere Anzahl von US-BürgerInnen, die wegen fehlender Krankenversicherung frühzeitig gestorben sind. Danach steigt deren Anzahl von 20.000 im Jahre 2000 über 21.000 in 2001, 24.000 in 2004 auf 27.000 im Jahre 2006. Nach diesen Berechnungen waren es also in den sechs Untersuchungsjahren mindestens 165.000 "uninsured"-Tote.

Der Verfasser der Studie weist sogar auf die Möglichkeit hin, dass das Sterblichkeitsrisiko von Nichtversicherten gegenüber Versicherten nicht nur, wie nach seiner Berechnung, um 25% erhöht sein könnte, sondern es Hinweise auf eine erhöhte Sterblichkeit um 40% gibt.

In der im Januar 2008 veröffentlichten und kostenlos erhältlichen Studie "Uninsured and Dying Because of It: Updating the Institute of Medicine Analysis on the Impact of Uninsurance on Mortality" von Stan Dorn finden sich eine Reihe vergleichender Übersichten zur Berechnungsmethode und den Ergebnissen des IOM und den neuen Resultaten des Urban Institute.

Bernard Braun, 14.1.2008