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Patienten
Kranken- und Altenpflege, ältere Patienten


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Häusliche Pflege zwischen Traum und Alptraum: Weit unterschätzt, weiblich aber wie lange noch!?

Artikel 1357 Im Alter will speziell in Deutschland eigentlich niemand in ein Altersheim. Trotz des gegenläufigen kräftigen Anstiegs der Zahl von Pflegeheimbewohnern um 17,4 % zwischen 2000 und 2006, wurden 2005 immer noch fast 70 % der offiziell pflegebedürftigen Menschen zu Hause gepflegt - und dies unter starker Beteiligung von engen meist weiblichen Angehörigen.
So sicher also die "dominierende Form der heutigen Versorgung von Pflegebedürftigen ... die häusliche familiäre Betreuung durch Frauen" ist, so wenig finden sich im Rahmen offizieller Statistiken oder in der politischen Debatte fundierte Daten über die Bedingungen und vor allem die Zukunftsfähigkeit dieser häuslichen Pflegeform für 2005 1,45 Millionen Menschen.

Im Rahmen ihres Zukunftsprojekts 2020 ließ daher die Friedrich-Ebertstiftung (FES) durch die Studie "Gender in der Pflege. Herausforderungen für die Politik" von Gertrud M. Backes, Ludwig Amrhein und Martina Wolfinger (WiSo-Diskurs der Friedrich-Ebertstiftung August 2008) auf 72 Seiten etwas mehr Licht in dieses Dunkel bringen.

Die wichtigsten Erkenntnisse lauten:

• "Der Umfang der häuslichen Pflegearbeit wird im extremen Maße unterschätzt: Die Daten über die Lebenssituation pflegender Angehöriger sind völlig unzureichend, das spiegelt die gesellschaftliche Zuordnung zum privaten Raum wider, die privat pflegende Person wird amtlich unsichtbar gemacht. Dennoch weiß man, dass sie im Durchschnitt 36,7 Wochenstunden oder 5,2 Stunden am Tag pflegt. Der Umfang dieser Pflegearbeit ist so groß, dass die Schaffung von 3,2 Millionen Erwerbsarbeitsplätzen in Vollzeit möglich wäre. Der Wert dieser Arbeit kann mit 44 Milliarden Euro angesetzt werden, wenn man ein mittleres Lohnniveau unterstellt. Die Absicherung für diese Arbeit ist völlig unzureichend, denn über die Pflegeversicherung werden pro Tag nur 0,5 bis 1,8 Stunden Pflegearbeit fi nanziert. Das Verhältnis der privat Pflegenden zu den professionell Pflegenden beträgt drei zu eins.
• Die geschlechtliche Ungleichheit zeigt sich bei Pflegenden und bei Gepflegten: Die Pflegenden sind überwiegend weiblich: Zwei Drittel der unbezahlten Pflegearbeiten werden von Frauen, ein Drittel von Männern geleistet. 90 % der Pflegepersonen, die über die Pflegeversicherung sozialversichert sind, sind Frauen. Der Anteil der Männer an den Hauptpflegepersonen ist in den letzten Jahren allerdings gestiegen, wenn auch die Männer eher Pflegemanagementaufgaben als direkte Pflegearbeiten übernehmen. Die gesellschaftliche Tabuisierung der weiblichen Sorgearbeit für Pflegebedürftige führt dazu, dass auch die "atypische" Pflegeleistung der Männer gering geschätzt wird, sie sind aber in der Pflege bereits eine quantitativ bedeutsame Minderheit. Aber auch im Blick auf die zu Pflegenden fallen Geschlechterdifferenzen und Ungleichheiten auf: Alte und hochaltrige Männer verfügen in der Regel über Partnerinnen, die sie pflegen, alten und hochaltrigen Frauen fehlt in der Regel dieser Partner, weil er oft bereits verstorben ist.
• Die Pflegeversicherung stabilisiert die Geschlechterhierarchien: Die sozialpolitischen Regelungen zur Pflegearbeit verstärken die Polarisierung und Hierarchisierung im Geschlechterverhältnis. Das hier angewandte Subsidiaritätsprinzip in der Pflege führt zu einer Verstärkung der geschlechtsbezogenen Macht- und Ungleichheitsstrukturen im Feld der Altenpflege. Die heutige Gestaltung der Pflegeversicherung ist einem familiaristischen Bild verpflichtet, das dem männlichen Haupternährer und der Hausfrau und Mutter, später der weiblichen Hauptpflegeperson entspricht. Das durch die Pflegeversicherung gezahlte Pflegegeld hat nicht den Status von Entlohnung, gilt aber als Anreiz zur privaten Pflegearbeit und ist damit dem von konservativer Seite stark verteidigten Betreuungsgeld für die private Kleinkinderziehung vergleichbar. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Pflege von Angehörigen als Frauenarbeit wahrgenommen wird, nimmt real jedoch ab. ...
Professionelle Pflege ist durch Geschlechterhierarchie gekennzeichnet: Die Pflegearbeit selbst ist geschlechtsbezogen zugeordnet: Die direkte Pflege des Körpers ist weiblich, die Managementaufgaben in der Pflege sind männlich konnotiert und besetzt. Das Pflegesystem gilt als weiblich und steht in der Anerkennung und der Bezahlung unter dem medizinischen System. Typische Merkmale für die Diskriminierung von Frauenarbeit kennzeichnen das Feld: Unterbezahlter Qualifikationseinsatz bei extremer Belastung, Teilzeitarbeit, prekäre Beschäftigung und die Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch Migrantinnen. ... Schon heute lässt sich ein eklatanter Mangel an Fachkräften in diesem typischen Frauenberuf feststellen, und die gegenwärtige Anzahl der Auszubildenden liegt weit unter dem absehbaren Bedarf. Und diese Bedarfsberechnungen beziehen die notwendigen Verschiebungen von privater zu professioneller Arbeit noch nicht mit ein."

Die vorgelegte Expertise will ein erster Schritt sein, die Bedeutung des Geschlechts für die Zuordnung und Bewertung von Arbeit bewusst zu machen und dafür zu sensibilisieren. Der schon jetzt wahrnehmbare Wandel in den Geschlechterverhältnissen muss jedoch einen Wandel in der Gestaltung dieser Arbeit nach sich ziehen. Gelingt dies nicht, wird ein wachsender Teil der Pflegebedürftigen wahrscheinlich zukünftig nicht mehr auf eine ausreichende Anzahl von pflegewilligen und -fähigen Personen treffen und nicht mehr um das Pflegeheim herumkommen.

Die 72-seitige Studie "Gender in der Pflege. Herausforderungen für die Politik" ist kostenlos über die Homepage der Ebertstiftung erhältlich.

Bernard Braun, 9.10.2008