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Patienten
Kranken- und Altenpflege, ältere Patienten


Polypharmazie - Wie werden welche Krankenversicherten von wem und warum mit zu vielen Medikamenten versorgt? (16.5.17)
Über- und Fehlbehandlung von älteren Personen: Blutdrucksenkung trotz normalem oder niedrigem Blutdruck (6.7.16)
"Well, palliative is, oh God, where people go to hospital to die." Die Rolle von Begriffen und Einbettungen im Gesundheitswesen (25.4.16)
Anzahl von Patienten pro Pflegekraft und deren Arbeitsbedingungen relevant für ungeplante Wiedereinweisung von Patienten (19.4.16)
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Zugehörigkeit zu örtlichen sozialen Gruppen oder Was außer regelmäßiger Bewegung lässt Rentner länger und besser leben? (24.2.16)
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Gehirnjogging-Produkte "nein danke" oder geistig fit durch "gutes Leben" (9.11.14)
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Schlusslicht der stationären pflegerischen Versorgung in Europa für das deutsche Gesundheitssystem - und Griechenland. (18.12.13)
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Selbständiges häusliches Leben für Ältere nach kürzerem Krankenhausaufenthalt möglich: Das "Acute Care for Elders (ACE)"-Programm (21.10.12)
65+-PatientInnen in Krankenhäusern haben ein höheres Risiko für unerwünschte Ereignisse als Jüngere. Gegenmaßnahmen möglich! (20.10.12)
"Move slowly" oder Vorsicht vor vorschnellen und übersteigerten Erwartungen beim Einsatz von Telemonitoring bei älteren Kranken (14.10.12)
Sturzrisiko von älteren Menschen: häufig, aber nicht einfach zu verhindern (27.6.12)
Ehrenamtliche Tätigkeit im höheren Alter fördert soziale Kontakte und subjektives Wohlbefinden (16.6.12)
"Mehr Personal im Pflegebereich und alles wird gut"!? Auch die Evidenz von "guten" Patentrezepten muss nachgewiesen werden (7.6.12)
Die Lebenserwartung selbst fitter älterer Erwachsenen hängt maßgeblich von der sozialen Verletzlichkeit oder sozialen Defiziten ab (23.4.12)
Ist die Entwicklung von Demenz wirklich nicht oder nicht ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu verlangsamen? (17.4.12)
Deutsches Pflegesystem im EU-Vergleich qualitativ überdurchschnittlich aber unterdurchschnittlich finanziert (8.4.12)
Wirksamkeit der Maßnahmen zur Sturzprophylaxe älterer Personen "an sich" und tatsächliche Beteiligung im Alltag (14.3.12)
Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen 2011 - Licht- und Schattenseiten der offiziellen Arbeitsmarktstatistik (4.3.12)
Nicht vergessen: "Das Thema Demenz ist im Krankenhaus leider noch nicht richtig angekommen, die dementen Patienten aber sehr wohl" (8.2.12)
Anzahl und Qualifikationsstruktur des Pflegepersonals durch Gesundheitspersonalstatistik um 20% und 50% überschätzt. (23.1.12)
Unerwartetes zur Beschäftigungs- und Berufstreue sowie Einkommensentwicklung von Krankenschwestern und Co. 1993-2008 in SLH (8.1.12)
Dekubitusprophylaxe für ältere Patienten muss bei den wenigen Stunden auf Tragbahren in Notfallambulanzen anfangen, und lohnt sich (14.12.11)
"Bewertet wird das, was beim Bewohner tatsächlich ankommt": Qualitäts-Indikatoren für Altenpflege liegen vor - und was nun? (20.6.11)
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Die Zahl der Pflegekräfte in Kliniken hat direkten Einfluss auf die Patientensicherheit (29.11.2007)
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Was bedeutet die Forderung nach besseren Einkommen für Pflegekräfte und wie hoch ist es eigentlich?

Artikel 2437 Immer wenn es um die Frage geht, wie man mehr Nachwuchs für pflegerische Berufe im Gesundheitswesen gewinnen kann, spielt neben einer Verbesserung verschiedener materieller (z.B. Hebehilfen, Arbeitszeitpläne) und immaterieller (z.B. Autonomie, Wertschätzung) Arbeitsbedingungen auch die Erhöhung der Einkommen eine gewichtige Rolle. Wie hoch die derzeitigen Einkommen sind und wie sie sich in den letzten Jahren vor dem Hintergrund der Diskussion über mehr Nachwuchs für diese Berufe entwickelt haben, ist dabei häufig unbekannt oder unklar. Von welchem realen Niveau muss eine Einkommenserhöhung also starten und wie realistisch ist die Forderung nach ihr?

Darauf gibt eine kleine Analyse im Jahresbericht 2014 der Arbeitnehmerkammer Bremen ernüchternde Antworten:

• Während die tariflichen Einstiegsvergütungen der MetallfacharbeiterInnen zwischen 1995 und 2010 von nominell 23.006 Euro auf 38.544 Euro und damit um 67,5% gestiegen sind, stieg die Einstiegsvergütung der Krankenschwestern/-pfleger absolut von 21.912 Euro auf 26.612 Euro und damit lediglich um 21,4%. Bei AltenpflegerInnen betrug der Anstieg 20% und bei ErzieherInnen 37,7%.
• Im Vergleich mit MetallfacharbeiterInnen, Versicherungskaufmännern/-frauen, ErzieheriNnnen oder Bankkaufmännern/-frauen verdienten Krankenschwestern/-pfleger 2010 um bis zu einem Drittel weniger.
• Krankenschwestern/-pfleger und Altenpfleger stehen aber auch bei der Aufstiegsentlohnung schlechter da als die Angehörigen anderer Berufsgruppen. Während MetallfacharbeiterInnen und Versicherungskaufleute 2010 tarifliche Endlöhne von 53.000 oder 55.000 Euro erreichen konnten, lag die Spitzenentlohnung bei AltenpflegerInnen mit der Verantwortung für mindestens 10 Pflegepersonen bei 39.677 Euro und die von Krankenschwestern/-pfleger bei 50.912 Euro. Dieser Betrag ist aber erst auf der relativ seltenen Position einer Pflegedienstleiterin erreichbar.

Sieht man also vom möglichen Konkurrenzberuf AltenpflegerIn ab, müsste das Einkommen für Pflegefachkräfte enorm und gegen einen langjährigen Trend steigen, um bei Berufswahlentscheidungen konkurrenzfähig gegenüber zahlreichen anderen Berufen zu werden.
Die Autorin der Analyse ist sich dessen bewusst, wenn sie zwei Bedingungen nennt, die für eine Trendumkehr dieses Gewichts ihres Erachtens nötig sind: Eine "zunehmende Organisationsbereitschaft der Beschäftigten und eine Anpassung der Interessenpoilitik der Arbeitnehmervertreter an die spezifischen Beschäftigungsstrukturen im Gesundheitswesen."

Dass und welche soziale Bedingungen der Arbeit von Pflegekräften für diese Veränderungen gerade nicht förderlich sind, zeigt ein weiterer Beitrag in diesem Bericht. So waren bundesweit zum Stichtag 30. Juni 2013 58,7% der im Berufsbereich Gesundheit, Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe beschäftigten HelferInnen in Teilzeit beschäftigt. Bei den Fachkräften oder Spezialisten in diesem Berufsbereich waren es 40,7% - ob 30, 20 oder 15 Stunden.

Der im März 2014 veröffentlichte Bericht zur Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land Bremen 2014 ist komplett kostenlos erhältlich. Zitiert wurden im auch sonst interessanten Bericht die Beiträge von Irene Dingeldey und Carola Bury.

Bernard Braun, 16.12.14