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Krankheit, Sucht und Unfallfolgen Auslöser von privater Überschuldung - auch im Sozialversicherungs-Deutschland (12.6.16)
Gesundheitskommunikation zwischen Statistiken und Geschichtenerzählen: warum gibt es die Debatte über Masern-Impfpflicht? (12.4.15)
Wie sich öffentlich organisierte und finanzierte Familienplanung und Sexualberatung in den USA auszahlt! (11.11.14)
"Roland Berger"-Gutachten oder wie man mit altem säuerlichem Wein in neuen Schläuchen mit dem Fachkräftemangel Geld verdienen kann (29.10.13)
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Hohe Übereinstimmung der Vorhersage der Gesamtsterblichkeit durch subjektive und "objektiv"/ärztliche Gesundheitsbewertung (17.12.11)
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Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden in zahlreichen EU-Staaten defizitär

Artikel 0171 - 10 der gegenwärtig 25 EU-Mitgliedsländer beschränken die gesundheitliche Versorgung von erwachsenen Asylsuchenden auf die Versorgung von Notfällen.

• Für Schwangere existiert diese Restriktion noch in 5 Ländern und für Kinder in 7 Ländern.

• Nur in knapp mehr als der Hälfte der Mitgliedsländer können die oftmals schwer psychisch belasteten und beeinträchtigten Asylsuchenden eine psychiatrische Screening-Untersuchung durchführen lassen.

• Zugang zu einer speziellen Behandlung für die unter Asylsuchenden ebenfalls nicht seltenen Personen, die gefoltert und traumatisiert sind, gibt es nicht in Lettland, Zypern und Luxemburg (einem der reichsten Länder in der EU).

Das sind einige Ergebnisse einer Studie, über die in der Ausgabe des britischen Wissenschaftsjournals "British Medical Journal (BMJ)" vom 29. Oktober 2005 berichtet wird. Die Informationen stammen aus einer Umfrage dänischer Wissenschaftler (zuerst veröffentlicht in "European Journal of Public Health vom 17. Oktober 2005: "The provision of health care for asylum seekers in the EU countries appears heterogeneous and often based on minimum standards") bei 24 der zuständigen Minsterien (aus Portugal kam keine Antwort).

Die dabei entdeckte Praxis sollte so schnell wie möglich im Sinne einer Art medizinischer Bürgerrechte geändert werden. Dafür spricht auch der ganz handfeste Grund der Akkumulation von Gesundheitsproblemen bis hin zum unvermeidlichen Krankenhausaufenthalt. Den Asylsuchenden gegen Geld Zugang zur Krankenversorgung zu gewähren, so in Großbritannien, ist so lange unethisch und unrealistischj, wie denselben Personen bezahlte Arbeit untersagt ist.

Hier finden Sie die PDF-Datei des Berichts im British Medical Journal

Bernard Braun, 6.11.2005