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Sanitäre Einrichtungen sind "wichtigster medizinischer Fortschritt seit 1840": Ergebnis einer BMJ-Umfrage.

Artikel 0503 Eines der weltweit anerkanntesten medizinischen Wissenschafts-Journale, das "British Medical Journal (BMJ)" führte anlässlich einer Veränderung seines Erscheinungsbildes zwischen dem 5. und 14. Januar 2007 eine Online-Umfrage bei seinen Lesern durch. Diese sollten aus einer Liste von 15 vorgegebenen medizinischen Maßnahmen aus den letzten anderthalb Jahrhunderten aussuchen, welche den wichtigsten medizinischen Fortschritt seit 1840 darstellt. Die 15er-Liste beruht auf einer größeren Liste von 70 Vorschlägen, welche die Leser der Zeitschrift einer Expertengruppe eingeschickt hatten.

Nach der Auswahl der 15 Top-Fortschritte beschrieben 15 international anerkannte Fachautoren in einem BMJ-Supplement über "Medical Milestones" kurz die gesundheitsbezogenen Verdienste der jeweiligen Fortschritte.

Die 15 Maßnahmen waren in alphabetischer Reihenfolge die Anästhesie, die Antibiotika, die Chlorpromazine, Computer, die Entdeckung der DNA-Struktur, Evidence based medicine (EBM), Keimtheorie ("germ theory"), Immunologie, bildgebende Verfahren, orale Kontrazeptiva, "oral rehydration therapy", Risiken des Rauchens, öffentliche Hygiene (sauberes Wasser und Abwasserreinigung/beseitigung), Gewebekulturen und Impfprogramme.

11.341 TeilnehmerInnen beteiligten sich insgesamt an der Befragung. 15,8 % von ihnen hielten die öffentliche Hygiene (sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen) für den wichtigsten medizinischen Fortschritt seit 1840, dichtgefolgt von den Antibiotika, die 14,5 % so bewerteten und 13,9 %, die der Anästhesie diese Bedeutung zumaßen. Mit deutlichem Abstand folgten dann z.B. die bildgebenden Verfahren (4,2 %), EBM (5,6 %) und zum Schluss die Gewebekulturen, die 0,4 % der TeilnehmerInnen für den wichtigsten Fortschritt hielten. Dieses Public Health-Ergebnis, das in der klassischen Tradition der angelsächsischen Sozialepidemiologie (z.B. McKeown) steht, ist nicht zuletzt deshalb interessant, weil unter den Antwortern 28,6 % Ärzte, 6,1 % andere Gesundheitsversorgungsprofis und 3 % Krankenpflegepersonal und Hebammen waren und "nur" 4,4 %, die im Public Health-Bereich arbeiteten. Erwartungsgemäß hoch war der Anteil britischer TeilnehmerInnen mit 37,7 %. Eher unerwartet gering ist der Anteil von 1,8 % TeilnehmerInnen aus Deutschland, die damit hinter Bulgarien, Indien und Spanien das Schlusslicht auf der Nationenliste darstellen.

Dass die mit dieser Befragung erhobene sozialmedizinische oder -hygienische Vorstellung von Medizin und Gesundheit provoziert, zeigt die spontane Rückmeldung eines Krankenpflegers: "I was a little dissapointed that Sanitation won the poll...Surely this is an engineering advance rather than a medical advance. We do not need doctors, nurses hospital or GPs to have good sanitation. Medical researches do not design toilets."
Mit einer gewissen Portion britischen Humor macht er aber noch einen besonders interessanten Ergänzungsvorschlag: "The Romans had good sanitation but the black death occoured long after their departure. Poor sanitation is often given as the cause of the black death and whilst this is true - the general belief that cats where the carrier of the plague and the subsequent wiping out of the cat population played a large part in the spread of the plague - Therefore I vote that the domesticisation of cats is the greatest medical advance ever!"

Die Ergebnisse finden Sie auf dieser BMJ-Website.

Bernard Braun, 20.1.2007