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Wird die Weltbank grün? Nein, nur realistisch, wenn es um die gesundheitlichen und ökonomischen Folgen der Luftverschmutzung geht!

Artikel 2544 Wer partout den Umweltverbänden und den "Grünen" nicht glauben will, kann sich über die gesundheitlichen Risiken der Umweltverschmutzung in einem gerade veröffentlichten Bericht der Weltbank und des "Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME)" informieren.
Dort findet man u.a. diese Informationen über die weltweiten und regionalen gesundheitlichen und ökonomischen Auswirkungen der Luftverschmutzung:

• Zu einem von 10 Todesfällen trägt weltweit die Exposition gegenüber Luftverschmutzung bei. Dabei handelt es sich sowohl um häusliche Luftverschmutzung durch offene Feuerstellen mit ungeeigneten Brennstoffe als um außerhäusliche Verschmutzung durch den Straßenverkehr oder Industrieanlagen.
• Zu den gefährlichsten Inhaltsstoffen von Luftverschmutzung gehört Feinstaub.
• 2013 ereigneten sich rund 93% aller Sterbefälle und schweren Erkrankungen, die der Luftverschmutzung zuzurechnen waren, in Entwicklungsländern wo 90% der Bevölkerung einem gefährlichen Niveau von Luftverschmutzung ausgesetzt sind.
• Luftverschmutzung ist daher nach Ernährungsrisiken oder Tabakkonsum der viertgrößte Sterblichkeits-Risikofaktor.
• Mehr als sechsmal so viel Personen wie an Malaria sterben durch Luftverschmutzung.
• 87% der Weltbevölkerung leben in Gegenden, in denen die Luftqualitätswerte der WHO von 2013 überschritten werden.
• Durch den frühzeitigen Tod von erwerbsfähigen Personen durch Luftverschmutzung entgingen ihren Ländern 2013 rund 225 Milliarden US-Dollar an Arbeitseinkommen.

Trotz einiger Reduktionen von Luftschadstoffen (z.B. durch den Einsatz geschlossener und damit raucharmen Verbrennungsöfen) und anderer Verbesserungen stellt die Weltbankstudie fest: "Furthermore, the growing challenge of ambient air pollution and persistence of household air pollution impacts despite improvements in health services suggest that incremental progress to improve air quality will not be sufficient and that achieving real reductions in the cost of pollution will require more ambitious action." Um welche anspruchsvolleren Aktionen es sich handeln könnte, wird aber nicht mehr ausführlich dargestellt.

Der 122 Seiten umfassende Worldbank-Report The Cost of Air Pollution: Strengthening the Economic Case for Action ist kostenlos erhältlich.

Bernard Braun, 17.9.16