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Pestizide, Weichmacher oder Schmerzmittelrückstände - Was sich in Elbe, Donau, Schelde und Llobregat an Schadsubstanzen findet

Artikel 2018 Für den erfolgreichen oder gar präventiven Umgang mit den gesundheitlichen Gefahren, die von der riesigen Anzahl von Chemikalien ausgehen, die direkt oder indirekt in die Umwelt und damit über kurz oder lang wieder zum bzw. in den Menschen gelangen, stehen weder unendliche Zeiträume noch sehr viele finanzielle Mittel zur Verfügung. Im Rahmen der so genannten "European Union Water Framework Directive (EU WFD) wird daher eine Priorisierung der chemischen Risiken vorgenommen.

Ein erstes Monitoring konzentrierte sich darauf, in den Einzugsgebieten von Elbe, Donau, Schelde und Llobregat nach Spuren von 500 organischen Substanzen unterschiedlicher gesundheitlicher Risikoträchtigkeit zu suchen.

Dabei fanden die Umweltforscher eine Reihe bedenklicher und nur wenig positive Verhältnisse:

• 201 der 500 Substanzen, nach denen in den Flussgewässern gesucht wurde, stammten aus der Industrieproduktion, 189 gehörten zu der Gruppe der Pestizide, d.h. überwiegend aus der Landwirtschaft und 21 Substanzen entstammten oder waren Arzneimittel. Die restlichen 73 Substanzen lassen sich nicht eindeutig klassifizieren, dürften aber vermutlich industriellen Ursprungs sein.
• Die relativ größte Gruppe der Arzneimittelsubstanzen stammt aus/von Schmerzmitteln wie Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac.
• 38% der 500 nachgewiesenen Substanzen überschreiten eine Konzentration ("Predicted No-effect concentration" [PNEC]) bis zu 88%, bei denen unerwünschte Wirkungen auf Organismen nicht ausgeschlossen werden können.
• Unter den 44 Substanzen mit einem deutlich erhöhten Risikoniveau waren drei Viertel Pestizide. Unter den 10 Substanzen mit höchstem Risiko und höchster Priorität sind neun Pestizide vertreten. Diese hohe Bedeutung von Pestiziden in Flussgewässern war bisher wesentlich geringer eingeschätzt worden. Ein Teil der nachewiesenen Pflanzenschutzmittel waren auch deswegen nicht erwartet worden, weil sie offiziell seit geraumer Zeit nicht mehr für den Gebrauch zugelassen sind.
• Die am häufigsten im Flusswasser nachgewiesene Substanz war Koffein, aber dicht gefolgt von chemischen Stoffen aus der Industrie. Der sich darunter befindliche Weichmacher Bisphenol A kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.
• Selbst Stoffe, die bisher eher als harmlos bewertet wurden, erreichen Umwelt-Konzentrationen "which might cause harm."

Von dem Aufsatz "A new risk assessment approach for the prioritization of 500 classical and emerging organic microcontaminants as potential river basin specific pollutants under the European Water Framework Directive" von der internationalen ForscherInnengruppe mit Peter Carsten von der Ohe, Valeria Dulio, Jaroslav Slobodnik, Eric De Deckere, Ralph Kühne, Ralf-Uwe Ebert, Antoni Ginebreda, Ward De Cooman, Gerrit Schüürmann und Werner Brack, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Science of the Total Environment" (409: 2064-2077), ist lediglich das Abstract kostenlos erhältlich.

Bernard Braun, 17.10.11