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Verbraucher wünschen sich ein generelles Verbot von pestizidbelastetem Obst und Gemüse

Artikel 0672 In einer repräsentativen Umfrage von 1.036 Personen hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jetzt im Auftrag von Greenpeace ermittelt, dass sich 71 Prozent der Bevölkerung Obst und Gemüse wünschen, das gänzlich frei von Pestizidrückständen ist. 89 Prozent der Interviewten fordern darüber hinaus, dass Obst- und Gemüsearten, die besonders häufig zu hohe Pestizidbelastungen aufweisen, überhaupt nicht mehr verkauft werden. Nach Angaben von Greenpeace stehen diese Wünsche jedoch in massivem Widerspruch zur Realität. Tatsächlich sind 84 Prozent der von Greenpeace Ende 2006 untersuchten Supermarktwaren aus konventionellem Anbau mit giftigen Pestiziden belastet. In zwölf Prozent der 576 getesteten Obst- und Gemüseproben wurden sogar die gesetzlichen Pestizid-Grenzwerte erreicht oder überschritten.

Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung waren im Einzelnen:
• Verbraucher wollen keine Pestizidrückstände: 71% der Befragten wollen, dass gar keine Pestizidrückstände in Obst und Gemüse enthalten sind. Weitere 22% wollen, dass Pestizid- Rückstände nur bis zu den erlaubten Grenzwerten enthalten sind. Nur 2% der Befragten sehen Pestizidrückstände in Obst und Gemüse nicht als Problem an.
• 89% der Befragten wollen, dass Obst- und Gemüsearten, die besonders häufig zu hohe Pestizidbelastungen aufweisen, überhaupt nicht angeboten werden.
• Behördliche Kontrollen sollen in Zukunft von den Verursachern bezahlt werden: Eine klare Mehrheit der Befragten will, dass die Kosten der behördlichen Kontrollen von Pestiziden in Lebensmitteln oder Trinkwasser von den Verursachern wie den Pestizidproduzenten oder den Bauern bezahlt werden.
• Die meisten Verbraucher glauben, dass man mit Waschen und Schälen die Belastungen reduzieren kann: 76% der Befragten meinen, durch Waschen und 66% der Befragten durch Schälen Pestizidrückstände von Obst und Gemüse entfernen zu können. Hier irren die Verbraucher. Denn wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Beide Maßnahmen helfen meist nur wenig.
• Verbraucher wollen wissen, wer zu stark belastete Ware verkauft hat: 70% der Befragten sind dafür, dass die Namen von Händlern und Produzenten, die zu stark belastete Ware verkauft haben, von den Behörden grundsätzlich veröffentlicht werden. Weitere 21% wollen, dass die Namen veröffentlicht werden, wenn eine erhebliche Gesundheitsgefahr besteht.
• Gewinne aus dem Verkauf zu stark belasteter Ware sollen eingezogen werden: 86 Prozent wollen, dass Gewinne, die der Handel durch den Verkauf pestizidbelasteter Ware erzielt, ganz oder teilweise vom Staat eingezogen werden.

Greenpeace hat auch nach wissenschaftlichen Studien gesucht, die untersucht haben, wie schadstoffbelastetes Obst und Gemüse zumindest teilweise so aufbereitet werden kann, dass keine gravierenden Gesundheitsrisiken mehr bestehen. Waschen, Schälen, Kochen - was hilft? Festgestellt wurde, dass die Wirksamkeit verschiedener Methoden zur Pestizidminderung auf Obst und Gemüse durch eine Vielzahl von Einflussfaktoren bestimmt wird, darunter die Wasserlöslichkeit und Zellgängigkeit der Pestizide (Diffusion ins Fruchtfleisch), die Temperatur der Waschlösung, Dauer und Intensität des Reinigungsvorgangs, ferner die mechanische (Bürsten, Schälen) oder thermische (Blanchieren, Kochen, Braten) Behandlung der Lebensmittel sowie - im professionellen Bereich - der Zusatz spezifischer Chemikalien (Laugen, Oxidationsmittel etc.). Eine für alle Fälle zutreffende quantitative Aussage lässt sich deshalb nicht treffen.

Vereinfacht lässt sich jedoch folgendes feststellen: Waschen von Obst & Gemüse schadet nicht (außer ggf. durch Verwässern dem Geschmack) - wasserlösliche Rückstände auf der Oberfläche lassen sich dadurch jedoch allenfalls teilweise entfernen. Systemische (über die Wurzeln oder Blätter aufgenommene) Pestizide sind damit gar nicht entfernbar. Schälen erzielt in der Regel höhere Reduktionsquoten bei den Rückständen, allerdings werden oft auch besonders vitamin- oder nährstoffreiche Pflanzenbestandteile mit entfernt. Blanchieren, Kochen oder Braten führt in vielen Fällen offenbar häufig zu einer thermischen Zersetzung oder Verdampfung von Pestizidrückständen, wobei über die dabei eventuell gebildeten und in die Lebensmittel oder die Küchenatmosphäre übergehenden Folgeprodukte von uns nichts in der Fachliteratur gefunden wurde.

Die GfK-Studie im Auftrag von Greenpeace ist hier verfügbar: Umfrage zu Pestiziden in Lebensmitteln (2)

Gerd Marstedt, 24.4.2007