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Ergebnisse der EU-Studie "QLIF": Öko-Nahrungsmittel sind gesünder

Artikel 0989 Das EU-Forschungsprojekt "Quality Low Input Food (QLIF)" (etwa: "Mit geringem Aufwand produzierte Qualitäts-Nahrung") bearbeitet seit 2004 zentrale Fragestellungen zur ökologischen Nahrungsmittelproduktion und zu Konsumentenerwartungen. Über 30 Institutionen in der EU sind beteiligt, der Gesamt-Etat für die Projekte beträgt 18 Millionen Euro, von denen die EU 12 Millionen finanziert. Die Projekte befassen sich mit sehr unterschiedlichen Themen: Kaufgewohnheiten und Erwartungen von Konsumenten im Hinblick auf Bio-Lebensmittel, Aspekte der Nahrungsmittel-Sicherheit und der Gesundheit von Konsumenten, experimentelle Studien über Produktionsmethoden in der Landwirtschaft, die mit möglichst geringem technischem Aufwand ein Höchstmaß an qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln erzielen.

Erste Ergebnisse der Projekte wurden bereits auf einem Kongress im März 2007 vorgestellt, wobei die Befunde noch sehr widersprüchlich ausfielen. Die untersuchten Ernteergebnisse bei Getreide zeigten noch einen Vorteil der konventionell erzeugten Produkte. Ökologisch und unter Verzicht auf Pestizide und Pflanzenschutzmittel erzeugtes Getreide wies die höchsten Rückstände von Schadstoffen auf. Allerdings wies man darauf hin, dass diese Ergebnisse sich längerfristig ändern könnten: Die gefundenen Rückstände könnten eine "Altlast" sein, verursacht durch die über viele Jahre im Boden durch konventionelle Landwirtschaft eingebrachten Schadstoffe. Im Bereich der Schweinemast zeigte sich, dass die Freilandhaltung derzeit noch problematisch ist, weil die Tiere ein höheres Ansteckungsrisiko durch Salmonellen haben. Andererseits fand man aber auch heraus, dass bei einer ökologischen Milchwirtschaft das Bio-Produkt Milch durch einen höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren sehr viel gesünder ist. Schweizer Studien zeigten, dass durch ein vorbeugendes Gesundheitsmanagement der Einsatz von Antibiotika in der Milcherzeugung auf Null reduziert werden kann.

Eine Zusammenfassung der Kongressergebnisse ist hier: Improving the quality and safety of organic and low input foods and maximizing the benefits to consumers and producers
Der komplette Kongressbericht (PDF 464 Seiten): Improving Sustainability in Organic and Low Input Food Production Systems

Neue Ergebnisse des Projekts wurden jetzt der Presse mitgeteilt. Danach hat sich inzwischen ein eindeutiger Vorteil ökologisch erzeigter Nahrungsmittel herausgestellt. Viele Bio-Produkte sind gesünder, weil sie unter anderem mehr Antioxidantien enthalten, die sich in der medizinischen Forschung als Schutz gegen Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erwiesen haben. Dies teilte jetzt Prof. Carlo Leifert vom "Tesco Centre for Organic Agriculture" in Newcastle (England) vorab der Presse mit. Die Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht, sollen aber in den folgenden Monaten sukzessive in renommierten Fachzeitschriften erscheinen. Der Wissenschaftler erklärte weiter: Ökologisch erzeugte Nahrungsmittel enthielten etwa 40 Prozent mehr Antioxidantien als konventionell hergestellte. Besonders deutlich fiele dieser Vorteil bei Milch aus, mit einem um über 60 Prozent höheren Anteil der krankheitsschützenden Substanzen. Eine Pressemitteilung hierzu: Organic Food Is More Nutritious Say EU Researchers (Medical News Today)

Gerd Marstedt, 30.10.2007