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Epidemiologie
Gesundheitsverhalten (Rauchen, Ernährung, Sport usw.)


Das "Glas Rotwein" zum Abendessen - "gesunde Skepsis" gegen Nutzen für Herzgesundheit, eher gut für die Lebensqualität (24.5.17)
Weniger fettes Essen=weniger Herzinfarkttote!? Beispiel für von Beginn an fehlende Evidenz für zu einfache Gesundheitsempfehlungen (4.7.16)
"Die Studie zum Sonntag" - Frauen, die mehr als 1x pro Woche in einen Gottesdienst gehen, leben länger und gesünder (22.5.16)
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1953, 1971, 2011: US-Soldaten (sterben) mit immer gesünderen Gefäßen. Ursachen: Gesünderes Verhalten oder Selektion?! (29.12.12)
"Schluss mit dem Rauchen" - aber wie am besten und wirkungsvollsten? (25.12.12)
Auch wer nur noch "ein paar Zigaretten zum Abgewöhnen" raucht hat ein hohes gesundheitliches Risiko für plötzlichen Herztod. (12.12.12)
Warum ist Schottland der "kranke Mann" Europas, war das immer so und sind Whisky sowie frittierte Schokoriegel die Hauptursachen? (25.11.12)
Präventive Wirkung von materiellen Anreizen für Schulklassen mit 11- bis 14-Jährigen nicht mit dem Rauchen anzufangen = Null! (14.11.12)
Wenn das "Beste" mehr Schlechtes als Gutes bringt. Unerwartete Effekte der Reduktion von Salz. (11.11.12)
Erneut kein signifikanter Nutzen "gekaufter Gesundheit": Magnesium bei Muskelkrämpfen von älteren Personen und Schwangeren. (29.10.12)
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Wer viel sitzt, ist länger tot (13.9.12)
Antioxidative Nahrungsergänzungsmittel von Vitamin A bis Selen: Nicht nur nutzlos, sondern zum Teil sogar lebensverkürzend (25.3.12)
Wirkungen von Massenmedien-Kampagnen für körperliche Aktivitäten: Mehrheitlich ohne verhaltensändernde Wirkung, selten evaluiert (29.1.12)
Starke, durchgängige und dosisabhängige Assoziation zwischen Passivrauchen und Schlaganfallrisiko (29.1.12)
Probiotika können präventiv gegen akute Erkältungskrankheiten helfen - schwach, möglicherweise nicht bei jedem und ob als Joghurt? (22.9.11)
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Wer nutzt und wer versteht die Kennzeichnungen von Lebensmittel-Produkten? (5.8.10)
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Sport und körperliche Bewegung: Studien belegen erneut die gesundheitsförderliche Wirkung bei Älteren (22.3.10)
Ein gesunder Lebensstil ist zur Prävention von Diabetes effektiver als Medikamente (21.2.10)
Persönliche Konzepte von Gesundheit und gesunder Ernährung sind in der Mittelschicht andere als in der Unterschicht (13.1.10)
Körperliche Fitness in der Adoleszenz zeigt starke Zusammenhänge zu beruflichem Erfolg und Sozialstatus im Erwachsenenalter (3.12.09)
"Rauchende Colts" - Warum zerstörte "British American Tobacco" 1992 in den USA, Kanada und Australien 60 firmeneigene Dokumente? (2.12.09)
Sind RaucherInnen unterm Strich doch volkswirtschaftlich nützlich? Klärendes aus Österreich (24.11.09)
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Norwegische Längsschnitt-Studie mit 54.000 Teilnehmern: Nach 30 Jahren ist die Hälfte der männlichen Raucher gestorben (12.5.09)
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Alkoholgenuss in Spielfilmen und Werbespots regt Zuschauer vermehrt zum Konsum alkoholischer Getränke an (9.3.09)
Egal, ob Atkins- oder Ornish-Diät, Weight Watchers oder Mittelmeerkost: Wichtig ist allein eine kalorien-reduzierte Ernährung (28.2.09)
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Ein gesundheitsriskanter Lebensstil ist mit einem fünfmal so hohen Mortalitätsrisiko verbunden (30.11.08)
BzgA findet unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen weniger Raucher, die Quote der "Kampftrinker" bleibt jedoch konstant (16.11.08)
Englische Studie: Mehr Parks und Grünanlagen in ärmeren Wohngegenden könnten gesundheitliche Ungleichheit verringern (13.11.08)
Viel zu viele Kalorien - Kindermenüs in Fastfoodketten (9.11.08)
Finnische Verlaufsstudie: Rauchen im höheren Lebensalter senkt Lebensqualität und Lebenserwartung nachhaltig (1.11.08)
Antioxidative Nahrungsergänzungsmittel fast sämtlich nicht zur Prävention von Darmkrebs tauglich oder sogar potenziell gefährlich (1.11.08)
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Zu wenig Schlaf und zu viel Schlaf hängt gleichermaßen zusammen mit gesundheitlich riskanten Verhaltensweisen (12.5.2008)
Sport und körperliche Aktivität: Nicht nur abhängig von individueller Motivation, sondern auch von Rahmenbedingungen im Stadtteil (3.4.2008)
Rauchen, die Lebensfreude des "kleines Mannes"? Eine Studie zeigt: Raucher sind keineswegs glücklicher als Nichtraucher (31.3.2008)
Das Ernährungsverhalten wird selbst bei Patienten mit Bluthochdruck kaum durch medizinische Empfehlungen beeinflusst (17.2.2008)
18 Studenten/innen essen vier Wochen nur Junk-Food - "Supersize me" unter strenger wissenschaftlicher Kontrolle (14.2.2008)
"Nationale Verzehrstudie" zeigt massive Wissenslücken der Bevölkerung zum Thema Ernährung und Gesundheit (30.1.2008)
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Gesundheitswissenschaftliches zum Fest der Liebe: Wangenkuss birgt geringeres Gripperisiko als Händeschütteln (21.12.2007)
"Overfed but undernourished": Gesunde Ernährung wird auch durch hohe Preise für kalorienarme Lebensmittel beeinträchtigt (10.12.2007)
Sportliche Aktivität bewirkt schulischen und beruflichen Erfolg? Oder lieben Erfolgsmenschen Sport und Wettbewerb? (14.11.2007)
Gesundheitliche Aufklärung: Wenig ist angekommen, zumindest bei australischen Jugendlichen (15.10.2007)
Kurze Schlafdauer verdoppelt das Sterblichkeitsrisiko - aber auch zu viel Schlaf ist problematisch (27.9.2007)
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"Soft Drinks": Nicht nur Dickmacher, sondern auch Mitverursacher von Diabetes (14.7.2007)
Armut und Alkohol in Russland: Fast jeder zweite Todesfall durch das Trinken hochprozentiger Parfüme, Reinigungsmittel (20.6.2007)
Wissenschaftler sind sich einig: Alkohol und Tabak sind schädlicher als Cannabis (23.3.2007)
Alkoholkonsum in Europa: Deutsche sind im Vergleich zu EU-Nachbarn eher moderate Trinker (16.3.2007)
Studienberichte über "gesunde Drinks": Finanzierungen durch die Industrie fördern positive Resultate (11.2.2007)
Alkoholbedingte Todesfälle stehen in Finnland bei den Todesursachen auf Platz 1 (31.1.2007)
Neues Themenheft zur Gesundheitsberichterstattung: "Körperliche Aktivität" (28.8.2005)

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Alkoholkonsum in Europa: Deutsche sind im Vergleich zu EU-Nachbarn eher moderate Trinker

Artikel 0631 In einer speziellen Umfrage der EU "Einstellungen zum Alkoholkonsum" wurden 25.000 EU-Bürgern in insgesamt 25 Staaten befragt, um die Häufigkeit und Menge und Alkoholkonsums näher zu erfassen, aber auch, um Meinungen zu möglichen Schutzmaßnahmen (wie Warnhinweise auf alkoholhaltigen Getränken, Preiserhöhungen und Senkungen der Promillegrenze) auszuloten. Hintergrund der Befragung waren sowohl die jüngst bekannt gewordenen Fälle von Alkoholexzessen bei Jugendlichen, aber auch der schon länger bekannte statistische Befund, dass Alkoholmissbrauch zu jährlich etwa 195.000 Todesfällen in der EU führt und jeder vierte Todesfall bei jungen Männern im Alter zwischen 15 und 29 Jahren auf schädlichen Alkoholkonsum zurückzuführen ist.

Das aus den Umfragergebnissen ableitbare Trinkprofil der Deutschen zeigt, dass diese im europäischen Vergleich eher moderate Trinker sind. Deutsche nahmen zu 71% in den letzten 30 Tagen Alkohol in irgendeiner Form und Menge zu sich. In der EU sind es 66%, deutlich höher liegen jedoch Dänen und Niederländer (84%). Auch bei der Häufigkeit des Alkoholkonsums sind andere Länder vor uns platziert. Über 4-7maligen Alkoholgenuss in der Woche berichten nur 15% der Deutschen (EU: 21%, Portugal 55%, Italien 40%). Und auch das Vollrauschtrinken ist nicht Spezialdisziplin der Deutschen, nur 5% nehmen 5 oder mehr Drinks zu sich, wenn sie einmal Alkohol konsumieren (EU: 10%, Irland 34%, Dänemark, England, Finnland ca. 25%)

Im europäischen Vergleich zeigte sich bei den Ergebnissen:
• Mehr Männer als Frauen konsumieren überhaupt Alkohol, und Männer konsumieren auch größere Mengen an Alkohol als Frauen. In der Umfrage gaben 84 % der männlichen Befragten an, sie hätten im letzten Jahr Alkohol getrunken, bei Frauen waren es dagegen nur 68 %.
• 35 % der Männer gaben an, mehr als drei alkoholische Getränke hintereinander getrunken zu haben, wenn sie Alkohol genossen hatten, bei Frauen überwiegt eine deutliche geringere Menge an Drinks.
• Jeder zehnte Europäer trinkt fünf oder mehr alkoholische Getränke hintereinander, was der weit verbreiteten Definition des Rauschtrinkens bei Männern entspricht.
• Diese Zahl ist besonders hoch bei den jüngsten Befragten. Fast jeder Fünfte in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen (19 %) trinkt fünf oder mehr alkoholische Getränke hintereinander, bei den Älteren (ab 55) sind dies nur noch 4%.
• Es gibt beträchtliche nationale Unterschiede, so geben 34 % der irischen Befragten an, dass sie sich regelmäßig bis zur Besinnungslosigkeit betrinken. In Finnland (27 %), dem Vereinigten Königreich (24 %) und in Dänemark (23%) ist es jeder Vierte. Andererseits betrinken sich in Italien und Griechenland nur 2 % der Befragten und nur 4 % in Portugal regelmäßig bis zur Besinnungslosigkeit. Auch die Deutschen sind hier eher zurückhaltend (5 %).
• Über völlige Alkoholabstinenz in den letzten 12 Monaten berichtet jeder vierte Europäer. In Italien, Ungarn, Portugal und Spanien trifft dies sogar für mehr als jeden dritten zu, in Deutschland nur für jeden Fünften.

Bei der Frage, ob der Staat eingreifen solle, um Bürger vor den Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums zu schützen oder ob dies Angelegenheit jedes einzelnen sei, zeigte sich eine gespaltene Meinung in der EU. 52% meinten, dafür sei jeder individuell verantwortlich, 44% wünschten sich Schutzmaßnahmen von staatlicher Seite. Bei den in der Umfrage angesprochenen Schutzmaßnahmen zeigte sich dann:
• 79% befürworten es, gesundheitliche Warnhinweise auf Alkoholflaschen und Anzeigen anzubringen, um Schwangere und Autofahrer vor den Gefahren des Alkoholkonsums zu warnen.
• 76 % begrüßen das Verbot von Alkoholwerbung, die auf junge Menschen abzielt.
• Fast drei Viertel (73 %) wären mit der Einführung eines niedrigeren Grenzwerts von 0,2 g/l für den Blutalkoholgehalt bei jungen und unerfahrenen Autofahrern einverstanden
• 80 % der Befragten sind der Meinung, dass Zufallsstichproben der Polizei dem Problem des Alkohols am Steuer entgegenwirken würden.

In der Frage, ob Preiserhöhungen eine sinnvolle Maßnahme sei, regte sich dann aber bei einer Mehrheit Widerspruch. Die meisten Befragten meinten, dass höhere Alkoholpreise junge Menschen und starke Trinker nicht abschrecken würden. 62 % erklärten, sie würden nicht weniger alkoholische Getränke kaufen, selbst wenn der Preis um 25 % ansteigen würde. Jüngere Befragte lassen sich indes von Preiserhöhungen stärker beeinflussen: 44 % der jüngsten Befragten meinten, dass sie bei einer Preiserhöhung von 25 % weniger Alkohol kaufen würden.

Die Ergebnisse der Umfrage, mit zahlreichen Tabellen und Grafiken, Aufgliederung der Ergebnisse nach Ländern und Bevölkerungsgruppen (Geschlecht, Alter usw.) sind hier als PDF-Datei (76 Seiten) verfügbar:
Eurobarometer 66.2: Attitudes towards alcohol

Gerd Marstedt, 16.3.2007