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Epidemiologie
Ältere, Altersaspekte


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Alterssurvey 2005: Gesundheit der später geborenen Älteren ist besser

Artikel 0069 Für den gerade der Öffentlichkeit vorgestellten "Zweiten Alterssurvey" wertete das Deutsche Institut für Altersfragen (DZA) mit Unterstützung des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweite repräsentative Umfragen unter den 40-bis 90-Jährigen aus den Jahren 1996 und 2002 aus. Damit sind zum ersten Mal für Deutschland erste Langzeitbeobachtungen über die Entwicklungen wichtiger Aspekte der Lebenssituation älterer Menschen möglich. Dazu zählen auch Gesundheit und Gesundheitsversorgung älterer Menschen.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse unterstreicht die Evidenz der so genannten "Kompressionshypothese" über das Auftreten von Krankheit mit zunehmender Lebenserwartung und verwirft eine empirische Evidenz für die so genannte "Medikalisierungshypothese": Jüngere Jahrgänge kommen mit einer besseren Gesundheit ins und durchs Alter als jene, die früher geboren wurden. Dies bedeutet, dass sich offensichtlich die Lebenszeit verlängert, ohne dass Ältere mehr Lebensjahre mit Krankheiten, Beeinträchtigungen und Pflegebedürftigkeit leben müssen.
Darüber hinaus belegen die Untersuchungen noch, dass Gesundheit/Krankheit nicht allein Folge des biologischen Alters ist und Prävention gegen Multimorbidität bereits im jüngeren Lebensalter notwendig ist.
Das Bild wird mit Daten über die Häufigkeit der gesundheitsbedingten Einbußen der Lebensqualität im Alter und der trotzdem geringer in Anspruch genommenen Rehabilitationsmaßnahmen angereichert.

Insgesamt, belegt der Zweite Alterssurvey, sind die meisten Senioren und Seniorinnen mit ihrer Situation einverstanden: Über 80-Prozent der 40-bis 85-Jährigen gab an, mit dem Leben zufrieden zu sein, jeder dritte befragte Person ist mit dem Leben sogar voll zufrieden. Zahlreiche Materialien zum Survey gibt es beim Deutschen Zentrum für Altersfragen
Ausgewählte Ergebnisse des 2. Alterssurvey zu Gesundheit und Gesundheitsversorgung im Alter bietet eine Broschüre des BMFSFJ

Bernard Braun, 7.8.2005