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Epidemiologie
Ältere, Altersaspekte


Alt, älter, dement???? Neues zur altersspezifischen Inzidenz von Demenz (26.2.16)
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Bewegung und die Gesundheit älterer Personen: Es ist (fast) nie zu spät und (fast) nie zu wenig (27.11.15)
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Alter und Erwerbstätigkeit: Gewünscht wird von Arbeitnehmern mehr Flexibilität

Artikel 0305 Eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung zum Thema "Beschäftigungsfähigkeit und Aktivität bis ins Alter" ist unlängst der Frage nachgegangen, welche Voraussetzungen aus Sicht der Erwerbstätigen erfüllt sein müssten, um bis zum 65. Lebensjahr und darüber hinaus einem Beruf nachzugehen. Untersucht wurde auch, welche Bereitschaft bei Erwerbstätigen zur Beteiligung an Maßnahmen zur Sicherung bzw. Stärkung der eigenen Beschäftigungsfähigkeit besteht,
welche Vorstellungen der Erwerbstätigen bezüglich des Übergangs von der Erwerbs- in die Nacherwerbsphase vorherrschen und welche Bereitschaft bei Erwerbstätigen zu einem über die Erwerbstätigkeit hinausgehenden gesellschaftlichen Engagement vorzufinden ist.

In der Umfrage wurden deutschlandweit im Mai 2006 insgesamt 1.001 abhängig beschäftigte Erwerbstätige befragt. Die Auswahl der Erwerbstätigen folgte einem Zufallsverfahren, die Befragung erfolgte anonymisiert auf der Grundlage eines standardisierten Fragebogens. Einige wichtige Ergebnisse der Befragung waren:

Flexible Gestaltung des Renteneintrittsalters: 6 von 10 Erwerbstätigen möchten ihren Renteneintritt im Alter zwischen 60 und 67 selbst bestimmen und wünschen sich eine flexible Gestaltung des Renteneintrittsalters. Hierfür wären sie bereit, entsprechende Rentenabschläge bei vorzeitigem Renteneintritt in Kauf zu nehmen.
Voraussetzungen für eine berufliche Betätigung bis zum 65. Lebensjahr: 70 Prozent der Erwerbstätigen wünschen sich mehr Anerkennung der eigenen Arbeitsleistung durch die Vorgesetzten und sehen hierin eine zentrale Motivation, um ihrer derzeitigen Berufstätigkeit bis zum 65. Lebensjahr nachzugehen. Ebenfalls für 7 von 10 Erwerbstätigen ist eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit ab einem bestimmten Lebensalter eine wichtige Voraussetzung für eine Tätigkeit bis zum 65. Lebensjahr.
Reduzierung der Arbeitszeit zum Ende der beruflichen Laufbahn: 77 Prozent der Erwerbstätigen möchten bis zum Erreichen des Renteneintrittsalters beruflich aktiv bleiben. Fast jeder Zweite (47 Prozent) wünscht sich dabei eine Reduzierung der bisherigen Arbeitszeit und würde gegebenenfalls eine Teilzeit-Beschäftigung vereinbaren.
Gesellschaftliches Engagement in der Nacherwerbsphase: 7 von 10 Erwerbstätigen wollen sich nach ihrer Pensionierung gesellschaftlich einbringen und engagieren.
Ökonomische Notwendigkeit einer Betätigung im Rentenalter: 7 von 10 Erwerbstätigen sehen für sich die Notwendigkeit, in der nachberuflichen Phase noch etwas dazu verdienen zu müssen.

Die komplette Studie kann bei der Bertelsmann-Stiftung bestellt werden (30 Euro).
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse (20 Seiten) kann hier heruntergeladen werden:
Älter werden - aktiv bleiben - Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Erwerbstätigen in Deutschland

Gerd Marstedt, 13.11.2006