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Epidemiologie
Ältere, Altersaspekte


Prävention von kardiovaskulären Risikofaktoren in den mittleren Jahren bringt viel für ein längeres und gesünderes Alter (3.5.17)
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Handicaps im höheren Lebensalter: Neue Literaturübersicht des DZA

Artikel 0490 Unter dem Titel "Gesundheitszustand und gesundheitsrelevantes Verhalten Älterer" ist das zweite Heft der Reihe "GeroStat Report Altersdaten" erschienen. Diese Publikationsreihe des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) bietet mit aktuellen Zahlen und Hinweisen auf wichtige Datenquellen und Studien einen Überblick zu unterschiedlichen Lebensbereichen älterer Menschen. Anknüpfend an das 1. Heft der Reihe "Lebenserwartung, Mortalität und Morbidität" (PDF, 6 MB) stehen im aktuellen "GeroStat Report Altersdaten" vielfältige Daten zum Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten älterer Menschen im Mittelpunkt. Dabei werden unterschiedliche deutsche und internationale Datenquellen verwendet.

Mit der funktionalen und der subjektiven Gesundheit werden zwei Konzepte des Gesundheitsbegriffs vorgestellt, die eng zusammenhängen mit der Lebensqualität älterer Menschen. Die funktionale Gesundheit beschreibt, inwieweit ein Mensch mit seinen gesundheitlichen Gegebenheiten und trotz eventueller Einschränkungen Alltagsanforderungen bewältigen kann. Die subjektive Gesundheit ist dagegen ein Maß für die eigene Bewertung des Gesundheitszustandes. Sie kann für den Einzelnen von objektiv messbaren Gesundheitsparametern deutlich abweichen und trotzdem den Gesundheitszustand und die gesundheitsbezogene Lebensqualität unter Umständen genauer beschreiben als diese. Einige wichtige Aspekte des Gesundheitsverhaltens der Älteren werden im letzten Teil dieses Reports näher beleuchtet.

Die Daten verdeutlichen einige Einschränkungen und Handicaps im höheren Lebensalter, beispielsweise:
• Der Anteil derjenigen, die Schwierigkeiten beim Lesen einer Zeitung haben, steigt bei den über 75-Jährigen auf fast ein Drittel. Beim Erkennen von Personen auf der Straße sind es in dieser Altersgruppe 17 Prozent, die Probleme angeben.
• Hörverluste gehören ebenfalls zu den häufigsten chronischen Störungen des Alters. Im Bundesgesundheitssurvey 1998 bezeichneten sich 17 Prozent der 70- bis 79-jährigen Frauen und 31 Prozent der gleichaltrigen Männer als schwerhörig, darunter auch Befragte, die über ein Hörgerät verfügten. Ein Fünftel bzw. ein Viertel der über 75-jährigen Befragten gaben Schwierigkeiten an beim Hören während des Telefonierens bzw. während eines Gruppentreffens.
• Mobilitätseinschränkungen nehmen erwartungsgemäß mit dem Alter zu und werden vor allem im hohen Alter zu einem Problem für die selbständige Lebensführung. Ältere Frauen sind stärker als Männer von Einbußen ihrer Mobilität betroffen. Etwa jeder Vierte gab an, stark eingeschränkt zu sein beim Steigen mehrerer Treppenabsätze, beim Zurücklegen einer Strecke von mehr als einem Kilometer bzw. von mehreren Straßenkreuzungen

Das Heft beinhaltet Informationen zu folgenden Themen:
• Ausgewählten funktionalen Beeinträchtigungen (Sensorische Beeinträchtigungen - Sehen und Hören, Beeinträchtigungen der Mobilität, Aktivitätseinschränkungen im Alltag - ADL und IADL)
• Chronische Krankheiten und Multimorbidität
• Subjektive Gesundheit
• Gesundheitsrelevantes Verhalten (Nikotinkonsum, Körperliche Aktivität, Körpergewicht - Body Mass Index (BMI), Alkoholkonsum)

Die Studie (PDF, 28 Seiten) wird hier kostenfrei zum Download angeboten: GeroStat Report Altersdaten: Gesundheitszustand und gesundheitsrelevantes Verhalten Älterer

Gerd Marstedt, 17.1.2007