Home | Patienten | Gesundheitssystem | International | GKV | Prävention | Epidemiologie | Websites | Meilensteine | Impressum

Sitemap erstellen RSS-Feed

RSS-Feed
abonnieren


Weitere Artikel aus der Rubrik
Epidemiologie
Ältere, Altersaspekte


Alt, älter, dement???? Neues zur altersspezifischen Inzidenz von Demenz (26.2.16)
Zugehörigkeit zu örtlichen sozialen Gruppen oder Was außer regelmäßiger Bewegung lässt Rentner länger und besser leben? (24.2.16)
Bewegung und die Gesundheit älterer Personen: Es ist (fast) nie zu spät und (fast) nie zu wenig (27.11.15)
Gehirnjogging-Produkte "nein danke" oder geistig fit durch "gutes Leben" (9.11.14)
Warum ein "guter" niedriger Blutdruck nicht immer anstrebenswert ist. Am Beispiel der geistigen Fitness von hochaltrigen Personen. (5.11.14)
2002-14: Persistenz der Unterrepräsentation von Frauen, Älteren und ethnischen Minderheiten in kardiologischen RCTs und Leitlinien (3.10.14)
"Bloß keine richtig Alten oder Sprechbehinderten": Altersdiskriminierung und Selektion Schwerstkranker in Stroke-Reha-Studien (29.3.14)
Arzt/Pflegekräfte-Teams sind für die meisten geriatrischen Patienten besser als Ärzte allein: Wann werden wir es jemals lernen? (15.12.13)
Viel Krach um die "stille Epidemie" der Demenz versus wissenschaftlicher Evidenz zu ihrer sinkenden Inzidenz und Prävalenz (5.12.13)
Anzahl älterer Arbeitnehmer mit Wechselschicht nimmt zu - schlechter Gesundheitszustand ebenfalls (22.11.13)
Wo läßt es sich in der EU am besten aktiv Altern? Ergebnisse des "Active Ageing Index" 2012 (23.9.13)
"IAB-Regional"-Bericht Altenpflege 2030 in Deutsch-Südwest: Wie rechnet man sich einen bedrohlichen Pflegebedarf zurecht!? (7.11.12)
Ungleiche körperliche Leistungsfähigkeit im Alter durch diverse Nachteile im früheren Leben bedingt (11.6.12)
Alter allein erklärt nicht die Anzahl depressiver Symptome als einem Indikator für seelische Gesundheit. (28.1.12)
Hohe Übereinstimmung der Vorhersage der Gesamtsterblichkeit durch subjektive und "objektiv"/ärztliche Gesundheitsbewertung (17.12.11)
Ein Hauch von Scylla und Charybdis: Einmalige Gabe einer Jahresdosis Vitamin D zur Sturzprävention ist nicht erfolgreich (6.8.10)
Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung: Probleme und Interessen älterer Arbeitnehmer (31.7.10)
Neues aus der Demografieforschung: Wir leben nicht länger, weil der Alterungsprozess länger dauert, sondern später anfängt! (22.7.10)
Die Lebensqualität Älterer wird mit zunehmender Multimorbidität schlechter - aber weniger klar als erwartet (28.2.10)
Vertrauen: Ein zentraler Einflussfaktor für die Gesundheit Älterer (14.2.10)
Altersteilzeit ist gesünder als ein abrupter Übergang vom Erwerbsleben in die Rente (6.2.10)
Körperliche Fitness stärkt die kognitiven Fähigkeiten älterer Menschen (5.11.09)
Soziale Aktivitäten im Alter wirken sich auch körperlich positiv aus (23.9.09)
Befragung von Senioren: Auch 70jährige und Ältere fühlen sich überwiegend noch jung (23.9.09)
Mehr oder weniger körperliche Bewegung nach der Verrentung? Maßgeblich ist die vorherige Aktivität im Berufsleben (30.8.09)
"Vor dem Schlaganfall sind alle gleich" ? Viele ältere Frauen unterschätzen ihr Schlaganfall-Risiko (10.7.09)
Im mittleren Lebensalter geschieden, verwitwet oder Single? Dann ist im Alter das Alzheimer-Risiko deutlich erhöht (8.7.09)
Jüngerer Partner = Jungbrunnen oder Sterberisiko? Es kommt aufs Geschlecht an! (28.5.09)
Literaturstudie widerlegt weit verbreitete Vorurteile über die Einsamkeit älterer Generationen (5.5.09)
Todkranke, aber tiefreligiöse Krebspatienten wünschen sich am Lebensende öfter aggressive, lebensverlängernde Maßnahmen (19.3.09)
Kukidents! Grufties! Wer in der Jugend negative Altersstereotype pflegt, erkrankt später öfter an Herz-Kreislauferkrankungen (25.2.09)
Medikalisierung vs. Kompression: Künftiger Anstieg der Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben im Alter deutlich überschätzt. (15.2.09)
Gesundheit, Altern und Ruhestand in Europa: Erste Ergebnisse der SHARE-Studie (28.11.08)
Demenz: Weder omnipräsent noch unvermeidbar - Hochbetagte Frauen erkranken häufiger an Demenz, gut ausgebildete weniger! (4.7.2008)
Ältere US-Bürger mit intensiven sozialen Kontakten weisen einen deutlich schwächeren Gedächtnisverlust auf (25.6.2008)
"Geben ist seliger denn nehmen und bewahrt vor Alters-Depression": Langzeitstudie der Unterstützung von erwachsenen Kindern durch Eltern (11.5.2008)
Neue Studie zeigt sinkende Lebenszufriedenheit in den 40er Jahren - Ein Beleg für die Midlife Crisis? (3.2.2008)
Wir werden immer älter! Oder ist der Zenit der steigenden Lebenserwartung vielleicht schon überschritten? (11.7.2007)
Einsamkeit im hohen Lebensalter erhöht das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung (6.2.2007)
Handicaps im höheren Lebensalter: Neue Literaturübersicht des DZA (17.1.2007)
Können über 55-Jährige gesund und produktiv beschäftigt werden? Eine Frage, die bald beantwortet werden muss! (2.12.2006)
Alter und Erwerbstätigkeit: Gewünscht wird von Arbeitnehmern mehr Flexibilität (13.11.2006)
"Pflege ohne Druck" - Bayerische Studie zum Vorkommen und zur Prophylaxe von Dekubitus veröffentlicht (28.12.2005)
Nicht die Familie, aber Freundschaften erhöhen bei Älteren die Lebenserwartung (20.11.2005)
Rente erst mit 67 oder 70? Daten und Fakten zur Erwerbsbeteiligung Älterer (2.9.2005)
Alterssurvey 2005: Gesundheit der später geborenen Älteren ist besser (7.8.2005)
Behinderungen im Alter sinken "dramatisch"! (26.7.2005)
Älterwerden und Gesünderwerden - Utopie oder Wirklichkeit!? (26.7.2005)
Länger leben mit geringer Krankheitslast (26.7.2005)

Seite mit den Texten aller Artikel aufrufen:
Ältere, Altersaspekte
 

Andere Rubriken in "Epidemiologie"


Themen- und länderübergreifende Berichte

Soziale Lage, Armut, soziale Ungleichheit

Umwelt und Ökologie

Arbeit und Betrieb, Berufe, Branchen

Spezielle Krankheiten

Psychische Erkrankungen

Übergewicht, Adipositas

Ältere, Altersaspekte

Kinder und Jugendliche

Männer & Frauen, Gender-Aspekte

Gesundheitsverhalten (Rauchen, Ernährung, Sport usw.)

Gesundheit und Krankheit in den Medien

Andere Themen



Bewegung und die Gesundheit älterer Personen: Es ist (fast) nie zu spät und (fast) nie zu wenig

Artikel 2488 Zu den gesundheitsbezogenen Vorurteilen gehört z.B., dass gesundheitsförderliche Aktivitäten älteren Menschen "nichts mehr bringen" oder dass sie nicht mehr die Leistung in Kilometern, Kilogramm oder Watt schaffen, die sich gesundheitlich positiv auswirken könnten. Wie eine Reihe von bereits früher im Forum-Gesundheitspolitik vorgestellte Studien bei mittelaltrigen und bis zu 70 Jahre alten Personen (siehe dazu Forumsbeitrag: Sport und körperliche Bewegung: Studien belegen erneut die gesundheitsförderliche Wirkung bei Älteren) feststellten, stimmt dies häufig nicht.

Eine am 19. November 2015 erschienene über 10 Jahre laufende prospektive Studie mit 4.207 Frauen und Männer, die am Ende der Untersuchungszeit weit über 75 oder 80 Jahre alt waren und einen guten selbst wahrgenommenen Gesundheitszustand hatten, belegt nun, dass selbst leichte bis moderate körperliche Bewegung nach der Adjustierung für eine Reihe von Risikofaktoren und Lebensstilfaktoren das Risiko für künftige Herzerkrankungen und Schlaganfälle bei dieser Altersgruppe signifikant reduzierte.

Die folgenden Ergebnisse sind in diesem Kontext die wichtigsten:

• Erwachsene, die sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 4,7 Kilometer pro Stunde bewegen, also nicht joggten, sondern einen "strammen" Spaziergang machen, hatten im Vergleich mit Personen, die sich deutlich langsamer nämlich mit weniger als 3,2 Kilometer pro Stunde bewegten, ein um 50%, 53% und 50% verringertes Risiko für eine koronare Herzerkrankung, Schlaganfall und alle kardiovaskulären Erkrankungen.
•- Wer von den Studienangehörigen sich im Durchschnitt täglich um sieben oder mehr Straßenblocks bewegte, reduzierte sein Risiko für eine koronare Herzerkrankung, einen Schlaganfall oder sämtliche kardiovaskuläre Erkrankungen um 36%, 54% und 47% - im Vergleich zu denjenigen Personen, die sich höchstens um 5 Blocks pro Woche bewegten. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass Blocks in den USA zwischen 79 und 170 Meter pro Straßenseite lang sein können, wird deutlich, dass es sich auch hier nicht um Marathonentfernungen, sondern um Distanzen handelt, die ebenfalls innerhalb einer Stunde im "strammen" Spazierschritt zu schaffen sind.
•- Wer sich statt Spaziergehen lieber mittels Freizeitaktivitäten im Garten, Rasenmähen oder Radfahren bewegt, hat gegenüber denjenigen, die auch dies nicht machen oder es sich nicht zutrauen ein signifikant niedrigeres Risiko im Bereich kardiovaskulärer Morbidität.

Der Aufsatz Physical Activity and Risk of Coronary Heart Disease and Stroke in Older Adults: The Cardiovascular Health Study von Luisa Soares-Miranda, David S. Siscovick, Bruce M. Psaty, W.T. Longstreth und Dariush Mozaffarian ist am 4. November 2015 online in der Zeitschrift "Circulation" erschienen. Ein Abstract ist kostenlos erhältlich.

Bernard Braun, 27.11.15