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Gesundheitsversorgung: Analysen, Vergleiche


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"People-centred health systems" - Gesundheitssysteme à la Afrika, Südamerika oder Indien (6.10.14)
Große regionale Versorgungsunterschiede in den OECD-Ländern (10.9.14)
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Machen zuckerhaltige Getränke dick? (12.2.14)
Altes und Neues über Arbeitsbedingungen von Pflegekräften und Behandlungsqualität am Beispiel von 27 hessischen Akutkrankenhäusern (26.1.14)
Profit vor Evidenz - englische Alkoholindustrie verhindert Mindestpreis für Alkohol (21.1.14)
Was kosten multiresistente Bakterien wirklich und wie gefährlich ist es, kein Antibiotikum-" Ass mehr in der Hinterhand" zu haben? (31.8.13)
Deutschland-OECD-Vergleich im Doppelpack: Weit verbreitete Überversorgung mit stationären Strukturen und Leistungen in Deutschland (7.4.13)
Nur für 11% von 3.000 Behandlungsleistungen liegt Evidenz für Nutzen vor - bei 50% weiß man gar nichts. (3.3.13)
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KBV-Umfrage: Zufriedenheit mit dem Hausarzt, aber auch Schwachstellen in der Versorgung

Artikel 0296 Eine jetzt veröffentlichte Versichertenbefragung im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, durchgeführt im Juni 2006 bei 4.315 zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern zwischen 18 und 79 Jahren, hat jetzt einerseits eine große Zufriedenheit der Patienten mit ihrem Hausarzt deutlich gemacht, andererseits aber auch einige Schwachstellen und Defizite in der ambulanten Versorgung aufgezeigt.
In der Befragung wurden sehr unterschiedliche Themen angesprochen: Wartezeiten auf Arzttermine und Wartezeiten in der Praxis, IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen) und Kooperation mehrerer an der Behandlung beteiligter Ärzte, Erfahrungen mit dem Bereitschafts- und Notdienst, Beschwerden von Patienten über die Behandlung und Arztwechsel aus Unzufriedenheit, Informationsquellen bei der Arztsuche.

Einige ausgewählte Ergebnisse der Umfrage:
• 90% aller Bürgerinnen und Bürger, die in den letzten 12 Monaten ihren Hausarzt aufgesucht haben, attestieren diesem sehr gute (36%) oder gute (55%) medizinische Leistungen
• Etwa die Hälfte der Befragten beklagt, dass Arztpraxen am Samstag geschlossen sind
• 15% hatten im letzten Jahr zumindest einmal Schwierigkeiten, einen Arzttermin zu bekommen, jeder Vierte aus dieser Gruppe hatte dabei den Eindruck, dass der Termin ins nächste Quartal gelegt werden sollte
• Sowohl bei der Wartezeit für einen Behandlungstermin als auch im Wartezimmer sind Privatpatienten nach eigenen Angaben schneller an der Reihe. 44% der gesetzlich Versicherten, aber 54% der PKV-Versicherten haben für ihren letzten Arztbesuch sofort einen Termin bekommen
• Wartezeiten in der Praxis sind an der Tagesordnung: 31% verbrachten bis zu einer Viertelstunde und weitere 30% bis zu einer halben Stunde im Wartezimmer, bevor sie bei ihrem letzten Arztbesuch dann tatsächlich an der Reihe waren. 18% aller Patienten mussten bis zu einer Stunde und 11% sogar über eine Stunde warten. Nur 9% der Befragten geben dagegen zu Protokoll, dass sie beim letzten Arztbesuch entsprechend ihrer Terminvereinbarung überhaupt keine Wartzeit hatten
• 19% aller Kassenpatienten haben in den letzten 12 Monaten vom Arzt ein Angebot zu einer IGeL-Leistung erhalten
• 15% aller Patienten waren in den letzten zwölf Monaten mit einem Arzt so unzufrieden, dass sie sich beschweren wollten

Der komplette Bericht zur repräsentativen Umfrage kann als PDF-Datei (48 Seiten)heruntergeladen werden: Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
Ferner ist auf der Website der KBV eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse verfügbar.

Gerd Marstedt, 9.11.2006