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Arbeitsunfähigkeitstage: Risikomarker von späterer Erwerbsunfähigkeit- oder Behinderungsrente

Artikel 1260 "Sickness absence can be viewed as an integrated measure of physical, psychosocial, and social function and wellbeing. As such, sickness absence levels can reflect an increased risk of developing poor physical, psychosocial, or social health, which over time can lead to permanent work disability."

Dies sind zwei der wichtigsten Feststellungen und Ergebnisse einer der weltweit wenigen randomisierten repräsentativen Studien über die frühe Erkennbarkeit des Erwerbsunfähigkeits- und Behinderungsrisikos von Erwerbstätigen. Sie nutzt dazu eine Kombination der Datenbasis der "Danish Work Environment Cohort Study (DWECS)" und des "National Register on social transfer payments (DREAM)".

Merete Labriola und Thomas Lund vom "National Research Centre fort he Working Environment" in Copenhagen, Dänemark untersuchten dazu in einer prospektiven Kohortenstudie die soziodemografische und gesundheitliche Ausgangssituation einer Gruppe von 4.177 dänischen Beschäftigten zwischen 18 und 45 Jahren in den Jahren 1990 und 2004. In einem selbst auszufüllenden Fragebogen wurden alle Untersuchungssubjekte in diesem Zeitraum nach der Häufigkeit und Länge von Arbeitsunfähigkeit, ihrem Alter und Geschlecht, ihrer sozioökonomischen Situation, ihrem Gesundheitsverhalten und ihrer physikalischen und psychosozialen Arbeitsumgebung gefragt.

Die weitere Erwerbs- oder Nichterwerbskarriere der Befragten wurde dann nach 1994 mit Hilfe des nationalen Erwerbsunfähigkeits- bzw. Behinderungsrenten-Registers ("disability pension register") Dänemarks über 132 Monate bis zum 31. Dezember 2004 verfolgt.

In dieser Zeit entwickelte sich die Lebenssituation der Studiengruppe folgendermaßen:

• Insgesamt 140 Personen (3,4%) erhielten spätestens am Ende des Beobachtungszeitraums Erwerbsunfähigkeitsrente.
• Von ihnen waren 58,6% Frauen und 41,4% Männer.
• Diejenigen, die zu Beginn des Untersuchungszeitraums eine jährliche Arbeitsunfähigkeit von mehr als 6 Tagen angaben, hatten ein 2,5faches Risiko für den frühzeitigen Rentenbezug als die Befragten mit weniger oder gar keiner Arbeitsunfähigkeitszeit. Dies Ergebnis berücksichtigt durch Standardisierung dieser Faktoren bereits mögliche Unterschiede in den soziodemografischen und den weiteren genannten Bedingungen der Befragten.

Die selbst berichteten Arbeitsunfähigkeitstage können daher ab einer gewissen Anzahl von Arbeits- und Gesundheitsschutzakteuren als "risk marker" für gefährdete Beschäftigte und Beschäftigtengruppen und möglicherweise auch zur gezielten Prävention genutzt werden.

Der Aufsatz "Self reported sickness absence as a risk marker of future disability pension. Prospective findings from the DWECS/DREAM study 1990-2004" von Labriola und Lund ist in der Zeitschrift "International Journal of Medical Sciences" (2007, 4 (§): 153-158) erschienen und komplett kostenlos erhältlich.

Bernard Braun, 9.6.2008