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Note mangelhaft für Arzneimittel-Informationen österreichischer Ärzte

Artikel 0456 Das Wiener Marketing- und Meinungsforschungs-Unternehmen OEKONSULT hat in einer Studie im Dezember 2006 in einer für Österreich repräsentativen Interviewbefragung erhoben, wie gut der Patientendialog mit behandelnden Ärzten und die Information von Ärzten und Apothekern über Medikamente funktioniert. Das Ergebnis stellt den medizinischen Dienstleistern ein überaus schlechtes Zeugnis aus. Nur eine kleine Minderheit der Befragten sagt, dass Ärzte immer und in jedem Fall ausreichend über Wirkungsweisen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und mögliche Unverträglichkeiten der von ihnen verordneten Medikamente informieren. Und ebenso sind Fragen von Ärzten oder Apothekern über andere, zur Zeit eingenommene Medikamente und damit nicht unerhebliche Risiken durch Wechselwirkungen der Arzneien eher Ausnahme als Regel. Wenn man davon ausgeht, dass österreichische Mediziner sich nicht völlig anders gegenüber ihren Patienten verhalten als deutsche, dann zeigen die Ergebnisse der Studie auch für Deutschland dringenden Veränderungsbedarf.

Einige Befragungsergebnisse seien kurz vorgestellt.
• "Wenn ich ein Medikament vom Arzt verschrieben oder in der Apotheke ausgehändigt bekomme, werde ich immer gefragt, welche Arzneien ich gegenwärtig sonst noch einnehme." Befragungsteilnehmer bejahen dies eher bei Ärzten zu 39%, bei Apothekern zu 44%.
• "Ich meine, Ärzte informieren ihre Patienten immer und in jedem Fall ausreichend über Wirkungsweisen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und mögliche Unverträglichkeiten der von ihnen verordneten Medikamente." 22% der Befragten stimmen eher zu.
• "Die verständliche und ausreichende Information über Medikamente und ihre (Wechsel)-Wirkungen und Risken ist keine Hol-Schuld des Patienten sondern eine Bringschuld des Arztes." 75% stimmen eher zu
• "Ich denke, mein Arzt würde es sehr begüßen, wenn ich ihn immer sehr eingehend und ausführlich befrage, welche etwaigen Unverträglichkeiten, Risiken oder Wechselwirkungen die von ihm verordneten Medikamente haben." Nur 22% stimmen eher zu.

Die obigen Statements waren auf einer 6stufigen Skala zu beantworten, von "trifft voll und ganz zu" bis "trifft überhaupt nicht zu". Wir haben die Antworthäufigkeiten für Antworten auf den ersten drei Skalenstufen wieder gegeben, so dass dem Statement zumindest in der Tendenz eher zugestimmt wird. Nähme man nur Antworthäufigkeiten jener, die stark oder voll und ganz zustimmen, so würden die Ergebnisse eine noch massivere Kritik beinhalten.

Die Studie basiert auf 1.083 Interviews, durchgeführt im Dezember 2006 im Rahmen einer anonymen Straßenbefragung, repräsentativ für die österreichische Wohnbevölkerung im Alter von 16 bis 81
Jahren. Der Bericht mit allen Befragungsergebnissen ist hier als PDF-Datei (37 Seiten) verfügbar: OEKONSULT Lifestyle Trend Focus Umfrage: Medikamente (Un-)Verträglichkeit?

Gerd Marstedt, 7.1.2007