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"Ärzte ohne Grenzen" beklagen das öffentliche Verdrängen humanitärer Krisen

Artikel 0466 Obwohl Millionen von Menschen weltweit unter den Folgen von Krisen und Konflikten leiden, bleiben diese für die Weltöffentlichkeit häufig unsichtbar, so beklagt die internationale Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" und nennt unter anderem das Hinwegsehen über die verheerende Situation in der Zentralafrikanischen Republik, in Sri Lanka oder Kolumbien. Über viele humanitäre Katastrophen haben die Medien auch im Jahr 2006 kaum berichtet. "Ärzte ohne Grenzen" veröffentlichte jetzt eine Liste jener 10 Krisen, die im vergangenen Jahr am wenigsten erwähnt wurden. Nur gut 7 von insgesamt mehr als 14.500 Nachrichtenminuten haben die drei großen US-amerikanischen Fernsehsender im vergangenen Jahr über die aufgeführten Krisen berichtet. Zwei der zehn aufgeführten Beispiele:

In Industrieländern halten viele Tuberkulose (TB) für eine Krankheit vergangener Zeiten. Dabei fordert sie weltweit immer mehr Menschenleben, besonders in Entwicklungsländern, in denen viele an HIV/Aids erkranken. Jedes Jahr sterben rund zwei Millionen Menschen an TB, rund neun Millionen erkranken an ihr. Hinzu kommen jährlich etwa 450.000 neue Fälle von multiresistenter Tuberkulose. Diese bereits Besorgnis erregende Situation verschlimmerte sich 2006 noch: Eine Studie unter 544 Tuberkulosepatienten in Südafrika, ergab, dass zehn Prozent der Erkrankten extrem resistente TB entwickelt hatten. Keines der Medikamente, die sich momentan in der Entwicklung befinden, wird die Behandlungsmöglichkeit in naher Zukunft deutlich verbessern. "Obwohl Tuberkulose jedes Jahr mehrere Millionen Leben fordert, werden keine ausreichenden Anstrengungen unternommen, um die Krankheit zu bekämpfen", kritisierte Tido von Schön-Angerer, Direktor der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen.

"Das Leben in Haitis Hauptstadt Port au Prince beispielsweise ist seit langem von Gewalt geprägt. Doch obwohl das Land nur 50 Meilen von den USA entfernt liegt, hatten die Fernsehanstalten im vergangenen Jahr gerade mal 30 Sekunden Sendezeit dafür übrig", sagte Nicolas de Torrente, Geschäftsführer der US-amerikanischen Sektion von Ärzte ohne Grenzen. Insgesamt wurden drei der Krisen aus der Liste in den Medien kurz als Randthemen erwähnt, über fünf gab es gar keine Berichterstattung.

Die zehn vergessenen humanitären Krisen des Jahres 2006, über die Ärzte ohne Grenzen kürzere Artikel bringt:
• Zentralafrikanische Republik: Auf der Flucht vor Gewalt
• Tuberkulose: Die Krankheit fordert immer mehr Menschenleben
• Tschetschenien: Die Folgen des Krieges
• Sri Lanka: Zivilisten unter Beschuss - Hilfe nur begrenzt möglich
• Unterernährung: Wirksame Behandlungsstrategien werden nicht umgesetzt
• D. R. Kongo: Extreme Entbehrungen und Gewalt
• Somalia: Im Griff von Krieg und Katastrophen
• Kolumbien: Leben in Angst
• Haiti: Gewalt beherrscht die Hauptstadt
• Zentralindien: Gewalt und Vertreibung

Gerd Marstedt, 10.1.2007