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Gesundheitsversorgung in Albanien

Artikel 0986 Jahrzehntelang war Albanien weitgehend abgeschieden vom Rest der Welt. Die politische und wirtschaftliche Isolierung des kleinen Landes an der Adria zwischen Montenegro und Griechenland betraf spätestens in den 1980er Jahren auch das staatliche Gesundheitswesen. Im Zuge des politischen Umbruchs ab 1990 brach auch die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ein, und die Unruhen in den ersten Jahren verursachten jeweils spürbare Einschnitte.

Mitte der 1990er Jahre unternahm die albanische Regierung erste Reformen des Gesundheitswesens und führte in diesem Rahmen ein Krankenversicherungsinstitut ein. Insgesamt blieben die Fortschritte bis zur Jahrhundertwende und auch darüber hinaus eher bescheiden und Albanien gehört bis heute zu den europäischen Schlusslichtern bei der Gesundheitsversorgung.

Einen detaillierten Überblick über die Situation des albanischen Gesundheitswesen um die Jahrtausendwende bietet das vom European Observatory on Health Care Systems der WHO Euro-Region im Rahmen der Serie [Gesundheitrssysteme im Umbruch] herausgegebene Buch über Albanien. Darin beschreiben Besim Nuri und Ellie Tragakes die Organisation, Finanzierung des Gesundheitswesens, seine Versorgungsstruktur und laufende Reformprozesse. Obwohl bisher keine aktuellere Ausgabe zu Albanien vorliegt, gehört dieses Werk bis heute sicherlich zu den umfassendsten Darstellungen des albanischen Gesundheitssystems. Das englischsprachige Buch Health Systems in Transition - Albania steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Etliche Untersuchungen haben sich mit dem allgegenwärtigen Thema legaler und illegaler Patientenzahlungen befasst. In dem Paper "Out-of-pocket payments and utilization of health care services in Albania: Evidence from three districts" finden sich Hinweise auf das Ausmaß der Direktzahlungen und deren Einfluss auf den Zugang zu medizinischer Versorgung. Von dem Artikel von Hotchkiss et al. steht nur das Abstract kostenfrei in der online-Ausgabe von Health Policy zur Verfügung.

Einen weiteren Artikel zum Thema illegaler Patientenzahlungen im Krankheitsfall publizierte im Jahr 2006 "Social Science and Medicine"; auch von dem Paper "Informal payments in government health facilities in Albania: Results of a qualitative study" von Vian et al. ist lediglich das Abstract aus Soc Sci Med kostenfrei zugänglich.

Die neueste Ausgaben des vom European Observatory der WHO Europa herausgegebenen Magazins EuroHealth widmet sich unter anderem der zumindest partiellen Privatisierung des Gesundheitswesens und den bestehenden private-public-partnerships. Den Beitrag "Public-private partnerships in Eastern Europe: Case studies from Lithuania, Republika Srpska and Albania" ist kostenfrei in Eurohealth13-2 herunterzuladen.

Etliche internationale Entwicklungsorganisationen unterstützen Albanien seit fast 20 Jahren beim Aufbau eines funktionierenden Gesundheitswesens, allen voran die Weltbank, die EU und die Cooperazione Italiana. Auch die deutsche Entwicklungshilfe hat sich in dem kleinen Land engagiert, und kürzlich ersuchte die albanische Regierung Deutschland um weitere Unterstützung im Gesundheitswesen. Der Bericht der zugehörigen Prüfmission vermittelt einen guten Überblick über die Lage und Erfordernisse des albanischen Gesundheitswesens. Neben etlichen statistischen Angaben umfasst der deutschsprachige Bericht der Einschätzung der Versorgungssituation und der Gesundheitsfinanzierung in Albanien. Hier finden Sie die allgemein interessierenden Auszüge aus dem Ersten Abschlussbericht der Prüfmission im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).

Ergänzende Hinweise und Einschätzung anderer potenzieller Stakeholder der Gesundheitsfinanzierung ergab die Anfang November 2007 durchgeführte zweite Prüfmission. In Auszügen steht auch der Zweite Prüfbericht im Auftrag der GTZ zum Download zur Verfügung.

Jens Holst, 29.10.2007