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Hilft das Wissen über genetische Risiken das Gesundheitsverhalten zu verändern und sind Therapien nah? Nein, eher nicht!! (25.3.16)
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"Todesursache" Nr. 1: Herzstillstand! Wie groß und inhaltlich folgenschwer ist das Elend der Todesursachenstatistik? (13.6.10)
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Schweinegrippe im (Rück-)Spiegel einer EU-weiten Bevölkerungsumfrage. (26.3.10)
Don't worry, be happy! Menschen mit starken positiven Emotionen sind seltener von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen (21.2.10)
Das Bevölkerungswissen über Risikofaktoren und Warnhinweise für einen Schlaganfall ist erschreckend gering (25.1.10)
Gesundheitsexperten artikulieren massive Kritik am Weihnachtsmann: Ein überaus negatives Vorbild (21.12.09)
Händewaschen: Mit flotten Leuchtschriften in Toiletten von Autobahn-Raststätten lässt sich Hygiene (ein wenig) verbessern (18.11.09)
Sachlichkeit statt "Pandemie-Hype": Allgemeinarztverband und Arzneimittelkommission zum ob, wer, wie und wie oft der Grippeimpfung (18.9.09)
Nutzen von Krebsfrüherkennung wird von Patienten deutlich überschätzt, Deutsche besonders schlecht informiert (12.8.09)
Don't worry, be happy! Wissenschaftler will die englische Bevölkerung glücklicher machen (2.8.09)
An welchen Wochentagen und zu welcher Jahreszeit häufen sich Suizide? US-Studie bringt überraschende Befunde (8.7.09)
Lug und Trug in der Wissenschaft: "few bad apples" oder "tip of the iceberg"? Ergebnisse einer Meta-Analyse von 18 Surveys (4.6.09)
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Kukidents! Grufties! Wer in der Jugend negative Altersstereotype pflegt, erkrankt später öfter an Herz-Kreislauferkrankungen (25.2.09)
Kapitalistische Revolution ist lebensbedrohlich - vor allem für Männer (18.1.09)
Selbsteinschätzung des Gesundheitszustands: Studien bestätigen wieder einmal die Zuverlässigkeit dieses Indikators (3.1.09)
Netzwerke als Erklärung gesundheitlicher Unterschiede - Einführung des Sozialen in die Medizin oder nur statistische Mängel? (2.1.09)
Der Mond hat keinen Einfluss auf die Zahl der Geburten - wohl aber Klinikärzte durch künstliche Einleitung von Geburten (26.11.08)
Erhöhtes Asthmarisiko für geplante und Notfall-Kaiserschnittgeborene (16.11.08)
IG Nobel Preise 2008: Striptease-Tänzerinnen bekommen an ihren fruchtbaren Tagen im Zyklus erheblich mehr Trinkgeld (4.10.2008)
Finnland: Preissenkung für alkoholische Getränke führt zu massivem Anstieg der alkoholbedingten Todesfälle (6.9.2008)
Der traditionelle Fahrradsattel mit Nase führt zu Erektionsstörungen und Gefühlsbeeinträchtigungen im Genitalbereich (17.8.2008)
Haben glückliche Menschen auch eine höhere Lebenserwartung? Ergebnisse einer Metaanalyse von 30 Längsschnittstudien (8.8.2008)
Migranten und Gesundheit: RKI veröffentlicht längst überfällige Einblicke in die Gesundheit von 20% der deutschen Bevölkerung (27.7.2008)
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Weltbevölkerung wächst schneller als erwartet: 2050 gibt es über 9 Milliarden Menschen

Artikel 0624 Trotz leicht sinkender Kinderzahlen wächst die Weltbevölkerung jährlich immer noch um 78 Millionen Menschen. Nach der mittleren Variante der neuesten Projektionen der Vereinten Nationen wird es bis zum Jahr 2050 einen Zuwachs von 2,5 Milliarden Menschen geben. Zur Jahrhundertmitte werden dann 9,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben - heute sind es 6,7 Milliarden. So lauten die Ergebnisse aktueller Modellrechnungen der UN-Bevölkerungsabteilung, die die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) jetzt vorstellte.

Das Bevölkerungswachstum findet nach diesen Modellrechnungen in Zukunft ausschließlich in den Entwicklungsländern statt. Dort wird die Bevölkerung in den nächsten 43 Jahren von 5,4 auf 7,9 Milliarden Menschen anwachsen. In den Industrieländern dagegen bleibt die Bevölkerungszahl bei etwa 1,2 Milliarden nahezu konstant. "Vor allem die am wenigsten entwickelten Länder wachsen immer noch rasant", erklärte DSW-Pressesprecherin Catherina Hinz. "In den 50 ärmsten Ländern der Welt wird sich die Bevölkerung bis 2050 von 0,8 auf 1,7 Milliarden Menschen mehr als verdoppeln." In Ländern mit junger Altersstruktur wie Afghanistan, Uganda, Niger oder dem Kongo, wird sich die Bevölkerung in den nächsten 43 Jahren sogar verdreifachen. "Es ist dringend notwendig, dass in diesen Ländern Maßnahmen der Familienplanung stärker gefördert werden. Nur wenn sich das Bevölkerungswachstum verlangsamt, können diese Länder die Armut erfolgreich bekämpfen. Die rasant wachsende Bevölkerung überfordert bereits heute die Gesundheits- und Bildungssysteme dieser Staaten", hob Hinz hervor.

Die UN-Projektionen gehen davon aus, dass die durchschnittliche Geburtenrate in den Entwicklungsländern bis 2050 von heute 2,75 auf 2,05 Kinder pro Frau sinken wird. "Um dieses Ziel zu erreichen, wären allein in Afrika zusätzliche Investitionen von 70 Millionen US-Dollar pro Jahr in Familienplanungsdienste notwendig", sagte Hinz. Obwohl die Anzahl der Aids-Erkrankten, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, deutlich gestiegen ist, wirkt sich Aids immer noch stark auf die Lebenserwartung in vielen Entwicklungsländern aus. Im südlichen Afrika, wo die HIV-Infektionsraten am höchsten sind, ist die Lebenserwartung aufgrund der Immunschwächekrankheit von 62 Jahren im Zeitraum 1990-1995 auf nur noch 49 Jahre in 2005-2010 gesunken. Voraussichtlich wird die Lebenserwartung erst um 2045 wieder eine den Anfang der 1990er Jahren vergleichbare Höhe erreichen. Trotz der hohen Mortalitätsrate steigt das Bevölkerungswachstum im südlichen Afrika jedoch noch um 0,6 Prozent pro Jahr. "Neben der Behandlung der Aids-Kranken ist es für die Zukunft wichtig, weitere Infektionen zu verhindern. Dafür ist es notwendig, die HIV-Prävention stärker auszubauen und mit anderen Maßnahmen der reproduktiven Gesundheit wie Familienplanung und Schwangerschaftsbetreuung stärker zu verschränken", so Hinz.

Ein weiterer Trend, der aus den neuen Zahlen der Vereinten Nationen hervorgeht, ist die deutliche Alterung der Weltbevölkerung bis zur Jahrhundertmitte. Weltweit wird sich die Anzahl von Personen im Alter von über 60 Jahren bis 2050 von 673 Millionen auf zwei Milliarden verdreifachen. In den Industrieländern wird der Anteil der über 60-Jährigen von 20 Prozent auf 33 Prozent im Jahr 2050 steigen. Auf jedes Kind kommen dann mehr als zwei Personen über 60. Europa wird bis 2050 um 67 Millionen Menschen schrumpfen. Schon heute können 28 Industrieländer aufgrund niedriger Geburtenraten einen Bevölkerungsrückgang nur durch die Aufnahme von Migranten verhindern oder zumindest moderate Zuwächse verzeichnen. Auch Deutschland gehört mit jährlich 150.000 Einwanderern zu dieser Gruppe.

Eine Vielzahl von Excel-Tabellen mit Daten zur Lebenserwartung, Kindersterblichkeit usw. nach Ländern und Weltregionen sind hier herunterzuladen: Bevölkerungsprojektionen der Vereinten Nationen

Die DSW-Grafiken "Weltbevölkerungprojektionen für 2050", "Die Welt altert", "Entwicklung der Kinderzahlen in Kenia, Uganda und Thailand", "Zu- und Abnahme der Bevölkerung in den Weltregionen" und "Die demographischen Auswirkungen von HIV/Aids" ist hier: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Weltbevölkerungsprojektionen für 2050

Gerd Marstedt, 13.3.2007