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Hilft das Wissen über genetische Risiken das Gesundheitsverhalten zu verändern und sind Therapien nah? Nein, eher nicht!! (25.3.16)
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Sachlichkeit statt "Pandemie-Hype": Allgemeinarztverband und Arzneimittelkommission zum ob, wer, wie und wie oft der Grippeimpfung (18.9.09)
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Don't worry, be happy! Wissenschaftler will die englische Bevölkerung glücklicher machen (2.8.09)
An welchen Wochentagen und zu welcher Jahreszeit häufen sich Suizide? US-Studie bringt überraschende Befunde (8.7.09)
Lug und Trug in der Wissenschaft: "few bad apples" oder "tip of the iceberg"? Ergebnisse einer Meta-Analyse von 18 Surveys (4.6.09)
Gesundheitsbedrohung durch die Lebensmittel-Industrie? Ähneln die Strategien von "Big Food" denen von "Big Tobacco" ? (14.4.09)
Kukidents! Grufties! Wer in der Jugend negative Altersstereotype pflegt, erkrankt später öfter an Herz-Kreislauferkrankungen (25.2.09)
Kapitalistische Revolution ist lebensbedrohlich - vor allem für Männer (18.1.09)
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Netzwerke als Erklärung gesundheitlicher Unterschiede - Einführung des Sozialen in die Medizin oder nur statistische Mängel? (2.1.09)
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Erhöhtes Asthmarisiko für geplante und Notfall-Kaiserschnittgeborene (16.11.08)
IG Nobel Preise 2008: Striptease-Tänzerinnen bekommen an ihren fruchtbaren Tagen im Zyklus erheblich mehr Trinkgeld (4.10.2008)
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Sex and Drugs and Rap-Music! Studie findet in U-Musik sehr viele Texte über Drogenkonsum, besonders im Rap

Artikel 1144 Erst vor kurzem hatten mehrere Studien gezeigt, dass Kinder und Jugendliche, die in Kinofilmen häufiger ihre Stars beim Rauchen beobachtet hatten, selber auch häufiger zur Zigarette griffen (vgl. "Aber der Brad Pitt raucht doch auch"). Forscher erkennen darin zumindest plausible Hinweise für eine durch das Kino mitverursachte Verführung Minderjähriger zur Nikotinabhängigkeit. Nun hat sich in einer anderen Studie eine Forschungsgruppe aus Pittsburgh (USA) die Texte von Rock-, Pop- und Rap-Musik vorgenommen und analysiert, wie oft und mit welchen Botschaften dort über den Konsum von Drogen erzählt wird.

Zentrales Ergebnis dieser Analyse ist, dass durchschnittliche US-Jugendliche im Alter von 15-18 Jahren etwa zweieinhalb Stunden am Tag Musik hören und dabei rund 84mal Textpassagen über den Konsum legaler wie illegaler Drogen (Tabak, Alkohol, Marihuana, Kokain usw.) mithören. Umgerechnet sind dies im Jahr etwa 30.000 Text-Zitate. Auf diese Zahl kamen die Wissenschaftler einerseits durch eine andere Studie, die den Musikkonsum Jugendlicher untersucht hatte. Andererseits hatten sie selbst die Texte der 279 populärsten Musiktitel des Jahres 2005 (berechnet nach den Charts der Zeitschrift "Billboard") einer akribischen Textanalyse unterzogen.

Dabei fanden Sie heraus:
• In etwa jedem drittem Musiktitel kam zumindest eine Textpassage vor, die sich auf das Rauchen, Alkoholgenuss oder den Gebrauch unterschiedlicher illegaler Drogen (Marihuana/Cannabis, Kokain, Opiate, Halluzinogene etc.) bezog. Umgerechnet auf eine Stunde Musikkonsum ergaben sich so 35 Textstellen zum Drogenkonsum.
• Am häufigsten tauchte dabei der Alkohol auf (24%), danach der Joint (Marihuana/Cannabis: 14%), am seltensten die Zigarette (3%).
• Erhebliche Unterschiede zeigten sich für die jeweilige Stilrichtung der Musik. Fast jeder Titel, den man der Richtung Rap zuordnete, enthielt auch Textpassagen über Drogen (90%). Country-Musik lag überraschender Weise auf Platz 2 (41%), dahinter folgten Rhythm & Blues sowie Hip-Hop (27%), Rock-Musik (23%) und am Schluss fand sich die Pop-Musik (14%).
• Die Forschungsgruppe überprüfte auch, welche Anlässe und Hintergründe für die Erwähnung des Alkohol- und Drogenkonsums in den Musiktexten eine Rolle spielten. Dabei war sozialer Druck durch Freunde oder Familie der bedeutendste Anlass (48%), gefolgt von Sex (30%).
• Hinsichtlich der Effekte des Drogen-Konsums waren positive Gefühle oder Erfahrungen deutlich in der Mehrheit (68%), nur halb so oft tauchten negative Konsequenzen (wie gesundheitliche Beschwerden, Bestrafung, Isolation) auf.

In Anbetracht der Tatsache, dass Jugendliche etwa 50-60mal am Tag beim Musikhören zwar kurze, aber im Tenor gleich lautende Botschaften mitbekommen über positive Effekte des Alkohol- und Drogengenusses raten die Wissenschaftler zu vermehrten Forschungsanstrengungen, wie sich diese Erfahrung auf die Betroffenen auswirkt und wie man möglichen Gesundheitsgefährdungen begegnen könnte.

Hier ist ein Abstract der Studie: Brian A. Primack u.a.: Content Analysis of Tobacco, Alcohol, and Other Drugs in Popular Music (Arch Pediatr Adolesc Med. 2008;162(2):169-175)

Gerd Marstedt, 12.2.2008