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Don't worry, be happy! Wissenschaftler will die englische Bevölkerung glücklicher machen (2.8.09)
An welchen Wochentagen und zu welcher Jahreszeit häufen sich Suizide? US-Studie bringt überraschende Befunde (8.7.09)
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Kukidents! Grufties! Wer in der Jugend negative Altersstereotype pflegt, erkrankt später öfter an Herz-Kreislauferkrankungen (25.2.09)
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Netzwerke als Erklärung gesundheitlicher Unterschiede - Einführung des Sozialen in die Medizin oder nur statistische Mängel? (2.1.09)
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Gesundheitsexperten artikulieren massive Kritik am Weihnachtsmann: Ein überaus negatives Vorbild

Artikel 1697 Ronald McDonald, eine 1966 ins Leben gerufene Werbefigur von McDonald's, genießt bei amerikanischen Kindern eine noch höhere Wertschätzung als der Präsident oder der Papst. Als Werbefigur also ein Riesenerfolg! In dieser Hinsicht übertroffen wird er nur noch vom Weihnachtsmann, in englischsprachigen Ländern Santa Claus genannt. Und dieser wurde in einer Vielzahl von TV-Spots und Inseraten von unterschiedlichsten Unternehmen, von Coca-Cola über Camel-Zigaretten bis hin zu Keksen und Tageszeitungen, für Werbezwecke funktionalisiert. Das ginge ja noch in Ordnung, erklären Nathan J. Grills und Brendan Halyday in einem Aufsatz, der jetzt im British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht wurde. Nicht mehr in Ordnung sei es jedoch, dass der Weihnachtsmann in der Werbung ebenso wie im Volksmund und in Illustrationen nachhaltig gegen eine Vielzahl von Public-Health-Zielen zum Gesundheitsverhalten verstoße.

Deutlich machen ließe sich dies in mehrfacher Hinsicht:

Übergewicht: Epidemiologisch nachweisbar ist zunächst, dass Länder, in denen der Weihnachtsmann verehrt wird, auch höhere Quoten aufweisen, was übergewichtige und adipöse Kinder anbetrifft. Damit sei zwar kein Kausalzusammenhang bewiesen, aber viele Indizien deuten in diese Richtung: Der Weihnachtsmann (selbst schon meist von recht üppiger Leibesfülle) bringt Kindern Kekse und Schokolade, Erwachsenen Schnaps und dick machende Speisen. Mit dieser Tradition, so die Autoren, solle man schleunigst Schluss machen und ebenso sollte die träge Fortbewegungsart des Weihnachtsmanns (von Rentieren auf einem Schlitten gezogen) baldigst geändert werden, indem er beispielsweise auf einem Fahrrad oder joggend seine Geschenke verteilt.

Rauchen: Zwar ist in vielen Ländern inzwischen die Werbung für Tabakwaren generell verboten, so dass auch der Weihnachtsmann hier nicht mehr für dieses Gesundheitsrisiko werben kann. Auf vielen alten Postkarten und in Büchern sieht man ihn jedoch immer noch vergnügt eine Pfeife oder dicke Zigarre rauchen. Man stelle sich den Kommentar eines 12jähriges Kindes vor, mahnen Grills und Hallyday, das solche Bilder sieht: "Schau mal, Mutti, ist rauchen wirklich so schlimm? Hier der Weihnachtsmann raucht doch auch, und er ist bestimmt 99 Jahre alt und hat keinen Lungenkrebs!"

Ein schlechtes Vorbild für mancherlei riskante Verhaltensgewohnheiten: In vielerlei Hinsicht, so die Autoren, steht der Weihnachtsmann immer noch für riskante Verhaltensweisen und fungiert damit als sehr schlechtes Vorbild: Er betreibt Extremsportarten wie das Herumrutschen auf Dächern oder das Hineingleiten in Kaminen. Und trotz der horrenden Geschwindigkeit, mit der er sich im Rentierschlitten fortbewegt, hat man ihn noch niemals einen Schutzhelm oder Sicherheitsgurt tragen sehen.

Und nicht zuletzt geht von der Gewohnheit, dem Weihnachtsmann zur Begrüßung einen Kuss zu geben, auch ein gewaltiges Ansteckungsrisiko für unterschiedlichste Infektionskrankheiten aus, wenn man bedenkt, dass er an Weihnachten wohl von einigen Millionen Männern und Frauen bakterielle verunreinigte Küsse bekommt. In Zeiten von Pandemien wie Hühner- und Schweinegrippe sei diese Tradition daher von besonderem Übel und müsse auf der Stelle gestoppt werden. Allerdings, so das Schlusswort der australischen Autoren, sei die Evidenz zu dieser Thematik eher unbefriedigend und weitere Forschungsarbeit unbedingt nötig.

Leider ist nur ein Auszug des Essay kostenlos verfügbar: Nathan J Grills, Brendan Halyday: Christmas 2009: Christmas Fayre. Santa Claus: a public health pariah? (BMJ 2009;339:b5261; Published 16 December 2009, doi:10.1136/bmj.b5261)

Gerd Marstedt, 21.12.09