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Hilft das Wissen über genetische Risiken das Gesundheitsverhalten zu verändern und sind Therapien nah? Nein, eher nicht!! (25.3.16)
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Sachlichkeit statt "Pandemie-Hype": Allgemeinarztverband und Arzneimittelkommission zum ob, wer, wie und wie oft der Grippeimpfung (18.9.09)
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Don't worry, be happy! Wissenschaftler will die englische Bevölkerung glücklicher machen (2.8.09)
An welchen Wochentagen und zu welcher Jahreszeit häufen sich Suizide? US-Studie bringt überraschende Befunde (8.7.09)
Lug und Trug in der Wissenschaft: "few bad apples" oder "tip of the iceberg"? Ergebnisse einer Meta-Analyse von 18 Surveys (4.6.09)
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Kukidents! Grufties! Wer in der Jugend negative Altersstereotype pflegt, erkrankt später öfter an Herz-Kreislauferkrankungen (25.2.09)
Kapitalistische Revolution ist lebensbedrohlich - vor allem für Männer (18.1.09)
Selbsteinschätzung des Gesundheitszustands: Studien bestätigen wieder einmal die Zuverlässigkeit dieses Indikators (3.1.09)
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Erhöhtes Asthmarisiko für geplante und Notfall-Kaiserschnittgeborene (16.11.08)
IG Nobel Preise 2008: Striptease-Tänzerinnen bekommen an ihren fruchtbaren Tagen im Zyklus erheblich mehr Trinkgeld (4.10.2008)
Finnland: Preissenkung für alkoholische Getränke führt zu massivem Anstieg der alkoholbedingten Todesfälle (6.9.2008)
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Migranten und Gesundheit: RKI veröffentlicht längst überfällige Einblicke in die Gesundheit von 20% der deutschen Bevölkerung (27.7.2008)
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"Irren ist ärztlich" oder wo man lieber nicht seinem Arzt glauben sollte: Medizinische Mythen an die sogar Ärzte glauben. (23.12.2007)
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"Fröhliche Wissenschaft" oder über welche gesundheitsbezogenen Probleme endlich mal geforscht worden ist!

Artikel 0949 Wer zwischen all den wichtigen Forschungsergebnissen aus randomisierten kontrollierten Studien (RCT) und den geballten Kenntnissen über "Evidence based medicine", Lohnnebenkosten und Krankenhausführer mal nach etwas Entspannung sucht, findet sie - auch noch in der Wissenschaft. Und da ja angeblich Lachen gesund ist, kann der folgende Ausflug sogar unter der Überschrift "Stärkung der Eigenverantwortung" rubriziert werden.

Aufhänger sind die gerade eben zum 17. Mal von Mitgliedern der Harvard University in Cambridge/Boston (Mass.), der Radcliffe University und dem Magazin "Annals of Improbable Research" im Vorfeld der "ernsten" Nobelpreise vergebenen so genannten Ig-Nobelpreise.

"Ig" steht für "ignoble=unwürdig, schmachvoll, schändlich" und meint eine "satirische Auszeichnung...für unnnütze, unwichtige oder skurrile wissenschaftliche Arbeiten... Bedingung für eine Nominierung ist, dass die Errungenschaft "nicht wiederholt werden kann oder wiederholt werden sollte". Weiterhin muss das Forschungsthema neuartig sein - niemand darf vorher eine ähnliche wissenschaftliche Arbeit abgeliefert haben. Nach der Wissenschaftszeitschrift "Nature" werden die Preise für Arbeiten verliehen, die einen 'zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen'" (Wikipedia).

Und da sich, wen wundert das, viele der so ausgezeichneten Forschungsarbeiten im weiten Bereich von "Gesundheit" bewegen, sollen den Forums-Lesern entsprechende Hinweise nicht vorenthalten bleiben.

Zu den preiswürdigen Arbeiten gehörten u.a.:

• Der Nachweis, dass Viagra zumindest Hamstern auch gegen Jetlag hilft. Solange es aber den Hamstern nur bei ostwärts gerichteten Flügen hilft, wird die Folgeuntersuchung bei Schichtarbeitern und Vielfliegern noch ein Weilchen auf sich warten lassen. Die Perspektive Viagra und vergleichbare Mittel demnächst als Hilfsmittel der betrieblichen Gesundheitsförderung per Nachttarifvertrags-Zulage und auf Krankenschein zu erhalten, könnte aus dem heutigen Spaß schnell Ernst werden lassen. Der "Gemeinsame Bundesausschuss" wird dann neu über die Aufnahme in den Arzneimittelkatalog der GKV nachdenken müssen!

• Eine bis auf die Ebene von Milben (das weiß aber schon fast jedes Kind), und außerdem der Insekten, Spinnen, Pseudoskorpione, Krebstiere, Algen, Farne und Pilze detaillierte Analyse des Ökosystems Bett - in niederländischen Matratzen.

• Der an der Uni Barcelona gelungene Nachweis, dass Ratten rückwärts gesprochenes Japanisch nicht von rückwärts gesprochenem Holländisch unterscheiden können. Wie es mit Deutsch oder Spanisch ist könnten wir bis nächstes Jahr auch noch untersuchen lassen, um nur ja keine Kommunikationsmöglichkeit außer acht zu lassen.

• Die Entwicklung eines speziellen Gases durch die US-Luftwaffe, das gegnerische Soldaten in Sextaumel versetzen kann: "Fruchtlose Kriege durch furchtlose Triebe"!?

• Gesundheitliche Risikoforschung bei Schwertschluckern: Welche medizinischen Probleme (und welche Nebenwirkungen) entstehen beim schneidigen Genuss der mindestens zwei Zentimeter breiten und 48 Zentimeter langen Stahlklinge?

• Ein ernährungswissenschaftliches Projekt, das durch geschicktes Nachfüllen einen scheinbar unstillbaren Appetit auf Suppe nachwies, wenn man unbemerkt nachfüllt und obwohl benachbarte Esser schon längst fertig sind.

Weitere Preisbeiträge, Einzelheiten und Links zu den Abstracts oder Beiträgen in nicht selten renommierten Fachzeitschriften (z. B. Nature, British Medical Journal, Proceedings of the National Academy of Scienes) finden sich unter der Überschrift "Vanille, Viagra und Wanzen im Bett" in einem am 6. Oktober 2007 veröffentlichten und kostenfreien vierseitigen Beitrag im Online-Dienst "Wissenschaft-online".

Und hier ist die Homepage des Preis-Kommittees: Improbable Research: The Ig® Nobel Prizes

Bernard Braun, 7.10.2007