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Hilft das Wissen über genetische Risiken das Gesundheitsverhalten zu verändern und sind Therapien nah? Nein, eher nicht!! (25.3.16)
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Don't worry, be happy! Wissenschaftler will die englische Bevölkerung glücklicher machen (2.8.09)
An welchen Wochentagen und zu welcher Jahreszeit häufen sich Suizide? US-Studie bringt überraschende Befunde (8.7.09)
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Kukidents! Grufties! Wer in der Jugend negative Altersstereotype pflegt, erkrankt später öfter an Herz-Kreislauferkrankungen (25.2.09)
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Der traditionelle Fahrradsattel mit Nase führt zu Erektionsstörungen und Gefühlsbeeinträchtigungen im Genitalbereich

Artikel 1319 "Die Nase des Fahrradsattels entfernen, um den Penis zu schützen" - dies ist der etwas ungewöhnliche Titel einer jetzt veröffentlichten wissenschaftlichen Studie über gesundheitliche Negativeffekte des traditionellen Fahrradsattels und Positiverfahrungen US-amerikanischer Polizisten mit einem anderen, runden Satteltyp. Schon früher hatten Studien gezeigt, dass Fahrradfahrer im Vergleich zu anderen Sportlern nachts sehr viel seltener spontane Erektionen haben und auch häufiger über Erektionsstörungen klagen. In einem Editorial in der Zeitschrift "Journal of Sexual Medicine" fasst der Wissenschaftler Irwin Goldstein den Forschungsstand über die bisherigen Befunde zusammen, die allesamt andeuten: Der traditionelle und fast von jedem Fahrradfahrer benutzte Sattel mit einer Nase vorne, führt oftmals zu gesundheitlichen oder sexuellen Beeinträchtigungen. (vgl.: The A, B, C's of The Journal of Sexual Medicine: Awareness, Bicycle Seats, and Choices).

In derselben Ausgabe der Zeitschrift wird das Thema noch einmal aufgegriffen, und zwar anhand einer neueren Studie, an der rund 90 Polizisten aus amerikanischen Großstädten teilnahmen, die zumeist mit Fahrädern ihren Dienst versehen und dabei im Durchschnitt etwa 24 Stunden pro Woche auf ihrem Rad sitzen. Diese Studienteilnehmer füllten zu Beginn und später nach 6 Monaten noch einmal einen Fragebogen aus, in dem sie detailliert Auskunft gaben über Häufigkeit und Anlass von Erektionsproblemen. Darüber hinaus wurden auch verschiedene medizinische Messungen bei den Polizisten durchgeführt, zum Beispiel über Druck- und Taubheitsempfindungen im Urogenitalbereich und ähnliches mehr.

Die Polizisten hatten ihren Dienst bislang mit einem Fahrrad verrichtet, das den üblichen Sattel mit einer Nase vorne hatte. Für die Studie wurde ihnen nun ein runder Sattel ohne Nase zur Verfügung gestellt. 6 Monate lang sollten sie ausschließlich diesen Sattel nutzen. Dem kamen auch alle Studienteilnehmer nach. Nach der Halbjahres-Phase wurden die Polizisten dann gefragt, ob sie den runden Sattel behalten oder zu ihrem alten Nasen-Sattel zurückkehren wollten. Es zeigte sich: 87 der insgesamt 90 Teilnehmer wollten den runden Sattel behalten, nur 3 wollten zu dem alten, gängigen Satteltyp zurückkehren.

Anfänglich, so berichten die Forscher, hatten viele Studienteilnehmer Vorbehalte gegenüber dem nasenlosen Sattel geäußert: Man könne damit nicht schnell fahren, würde das Gleichgewicht verlieren, könne nicht gefahrlos bremsen und laufe Gefahr, vom Sattel zu rutschen und mit den Genitalien schmerzhaft auf der oberen Fahrad-Stange zu landen. Tatsächlich brauchten alle Studienteilnehmer ein wenig Eingewöhnungszeit. Nach Ende der Studie waren jedoch alle von den Vorzügen des runden Sattels überzeugt.

Darüber hinaus zeigte sich in Befragungen und Messungen des 6-monatigen Feldversuchs mit dem runden Sattel:
• Unangenehme Druckgefühle im Bereich des Damms waren um 66 Prozent zurück gegangen.
• Die Empfindungs-Sensibilität im Penis war signifikant besser geworden.
• Erektionsstörungen waren deutlich zurück gegangen aufgrund eines besseren Blutdurchflusses.
• Die Quote derjenigen , die keine Parästhesie-Empfindungen in den letzten 6 Monaten hatten (unangenehme, bisweilen schmerzhafte Körperempfindung mit Kribbeln, Taubheit, Einschlafen der Glieder etc.) war von 27% auf 82% gestiegen.

Hier ist ein Abstract der Studie: Steven M. Schrader u.a.: Cutting Off the Nose to Save the Penis (Journal of Sexual Medicine 2008;5:1932-1940. doi: 10.1111/j.1743-6109.2008.00867.x)

Gerd Marstedt, 17.8.2008